Nahostkrise: Geschehen am Samstag

Nahostkrise: Geschehen am Samstag

Trump: Iran-Rahmenabkommen «weitgehend» ausgehandelt

WASHINGTON: Wird der Iran-Krieg beendet? Verhandlungen laufen und Donald Trump sagt, dass es zu einer Einigung zu einem Rahmenabkommen kommen könnte. Es fehlt aber noch ein weiterer Schritt.

US-Präsident Donald Trump zufolge ist ein Rahmenabkommen in den Verhandlungen um ein Ende des Iran-Kriegs inzwischen «weitgehend» ausgehandelt. Der Republikaner schränkte ein, dass das Ganze noch unter dem Vorbehalt einer endgültigen Fertigstellung durch die USA, des Irans und anderer Länder stehe, schrieb er auf der Plattform Truth Social.

«Die letzten Aspekte und Details des Abkommens werden derzeit besprochen und sollen in Kürze bekanntgegeben werden.» Trump nannte als Bestandteil der Vereinbarung, dass die Straße von Hormus geöffnet werde.

Zuvor habe er ein Gespräch mit Vertretern Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Pakistans, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens und Bahrains, geführt. Trump schrieb weiter, separat habe er auch ein Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gehabt.


US-Außenminister: «Fortschritte» bei Iran-Verhandlungen

NEU-DELHI/WASHINGTON: Wird es an diesem Wochenende in Washington eine Entscheidung geben, ob der Krieg gegen den Iran fortgeführt wird? Die Verhandlungen laufen weiter - und die US-Seite spricht von «Fortschritten».

US-Außenminister Marco Rubio zufolge hat es bei den Iran-Verhandlungen Fortschritte gegeben. «Es wurden einige Fortschritte gemacht», sagte der Republikaner laut Transkript des Außenministeriums während seines Indien-Besuchs. Womöglich könnte es noch im Laufe des Tages Informationen dazu geben - oder morgen oder in ein paar Tagen, sagte Rubio. Vielleicht aber auch nicht, er sei sich aktuell nicht sicher.

Mehrere US-Medien berichteten unterdessen unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, dass US-Präsident Donald Trump noch an diesem Samstag (US-Ortszeit) ein Gespräch mit Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten führen wolle.


Trump zu Iran-Deal: Chance auf Einigung steht «50 zu 50»

WASHINGTON: Trump sagte kürzlich, er habe einen geplanten Angriff der USA auf den Iran abgeblasen - wegen laufender Verhandlungen. Was wird an diesem Wochenende passieren?

US-Präsident Donald Trump schätzt einem Medienbericht zufolge die Chancen auf eine mögliche und aus Sicht der USA gute Einigung im Iran-Krieg mit «50 zu 50» ein. Das Portal «Axios» zitierte den Republikaner außerdem mit den Worten: «Ich denke, eins von beidem wird passieren: Entweder werde ich sie härter treffen, als sie jemals getroffen wurden, oder wir werden ein gutes Abkommen unterzeichnen.»

«Axios» berichtete weiter unter Berufung auf das Gespräch mit Trump, dass sich der US-Präsident noch an diesem Samstag mit seinen Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner treffen werde, um Irans jüngstes Angebot zu beraten. Weiter hieß es in dem Medienbericht, dass er wahrscheinlich bis Sonntag entscheiden werde, ob der Krieg wieder aufgenommen werde.


Pakistan: Ermutigende Fortschritte bei Iran-Gesprächen

ISLAMABAD/TEHERAN: Der Vermittler Pakistan sieht nach intensiven Gesprächen in Teheran positive Signale. Was über den Besuch des Armeechefs bekannt ist.

Nach hochrangigen Treffen in Teheran spricht der Vermittler Pakistan von Fortschritten in den diplomatischen Bemühungen zu einer Beilegung des Iran-Kriegs. «Die intensiven Verhandlungen in den vergangenen 24 Stunden haben zu ermutigenden Fortschritten in Richtung einer finalen Vereinbarung geführt», hieß es in einer Mitteilung des pakistanischen Militärs. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe einen kurzen, aber äußerst produktiven Besuch im Iran beendet. Pakistan vermittelt im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.

Munir traf den Angaben zufolge unter anderem den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und den Außenminister Abbas Araghtschi. Im Mittelpunkt der Gespräche habe die Beschleunigung der laufenden Konsultationen zu Frieden in der Region gestanden sowie das Erreichen einer endgültigen Einigung, hieß es in der Mitteilung.

Peseschkian zeigte sich nach Angaben des iranischen Präsidialamts bei dem Treffen mit Munir zwar offen für eine diplomatische Lösung im Konflikt mit den USA, betonte jedoch Teherans tiefes Misstrauen gegenüber Washington. «Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äußerster Vorsicht», sagte Peseschkian demnach.


Gesprächsbereit, aber mit «äußerster Vorsicht» gegenüber USA

TEHERAN: Der iranische Präsident Peseschkian zeigt sich offen für eine diplomatische Lösung im Konflikt mit den USA. Zugleich betonte er jedoch Teherans tiefes Misstrauen gegenüber Washington.

Der iranische Präsident zeigt sich zwar offen für eine diplomatische Lösung im aktuellen Konflikt mit den USA, hat zugleich jedoch zu «äußerster Vorsicht» bei den Verhandlungen aufgerufen. «Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äußerster Vorsicht», sagte Massud Peseschkian bei einem Treffen mit Pakistans Armeechef Asim Munir. Pakistan vermittelt in dem Konflikt mit den USA.

Der Iran hege aufgrund wiederholter Vertragsbrüche und militärischer Angriffe während laufender Verhandlungen ein «tiefes Misstrauen» gegenüber den USA, sagte Peseschkian laut dem Webportal des Präsidialamts.

Er warnte zudem vor den globalen Folgen einer erneuten militärischen Eskalation. «Der Krieg hat nie jemandem irgendeinen Nutzen gebracht, und auch die USA werden in diesem Konflikt nicht als Sieger hervorgehen», sagte Peseschkian demnach. Vielmehr würden die Länder in und außerhalb der Region durch diesen Konflikt schwere Verluste erleiden. Der Iran bleibe bei seinem Kurs und werde weiterhin auf seine legitimen Rechte pochen, erklärte der Präsident. Zum aktuellen Verhandlungsstand machte er keine Angaben.


Iran warnt Trump vor Krieg - setzt aber weiter auf Diplomatie

«Sollte Trump erneut eine Dummheit begehen»: Irans Verhandlungschef sendet deutliche Worte Richtung USA, setzt jedoch weiter auf Verhandlungen.

Teheran (dpe) - Irans Parlamentspräsident und Verhandlungschef Mohammed Bagher Ghalibaf hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Worten vor einem erneuten Angriff auf den Iran gewarnt. «Sollte Trump erneut eine Dummheit begehen und einen neuen Krieg beginnen, wird der Gegenangriff der iranischen Streitkräfte für die USA noch vernichtender sein», sagte Ghalibaf bei einem Treffen mit Pakistans Armeechef Asim Munir.

Er betonte, der Iran werde den diplomatischen Weg «klug und entschlossen» weiterverfolgen. Dies bedeute jedoch nicht, dass Teheran die Rechte des iranischen Volkes zugunsten einer Einigung aufgeben werde, so der Verhandlungschef laut Staatssender Irib.

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