Nahostkrise: Geschehen am Sonntag

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Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs bewegt die Märkte

TOKIO: Die Aussicht auf ein mögliches Ende des Iran-Kriegs lässt die Ölpreise sinken. Tokios Börse markiert im Handelsverlauf eine neue Höchstmarke. Doch Trump mahnt zu Geduld bei den Verhandlungen.

Die Ölpreise haben angesichts von Berichten über eine Annäherung der USA und des Irans an eine Einigung im Iran-Krieg wieder deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent sank um gut vier Prozent auf 99,4 US-Dollar.

US-Präsident Donald Trump dämpfte jedoch die Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch. «Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist», schrieb er auf der Plattform Truth Social mit Blick auf den Stand der Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs.

Dennoch zog die asiatische Leitbörse in Tokio in der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs an. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte kletterte erstmals über die psychologisch wichtige Marke von 65.000 Punkten und notierte rund eineinhalb Stunden nach Handelsbeginn ein deutliches Plus von 1.992,20 Punkten oder 3,15 Prozent beim Zwischenstand von 65.331,27 Zählern.


Trump zu Iran-Verhandlungen: nichts überstürzen

WASHINGTON: Der US-Präsident erklärte am Samstag, dass ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs weitgehend ausgehandelt sei. Kommt es tatsächlich dazu?

US-Präsident Donald Trump hat Hoffnungen auf eine schnelle Einigung mit dem Iran gedämpft. «Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist», schrieb er auf der Plattform Truth Social mit Blick auf den Stand des Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs. Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen und alles richtig machen, schrieb Trump weiter. «Es darf keine Fehler geben!»

Am Samstag hatte Trump erklärt, dass ein Rahmenabkommen «weitgehend» ausgehandelt sei. Er schränkte ein, dass dies unter dem Vorbehalt einer endgültigen Fertigstellung durch die USA, des Irans und anderer Länder stehe.

Trump schrieb nun, dass die US-Blockade von iranischen Häfen vollständig in Kraft bleibe bis eine Vereinbarung erzielt, bestätigt und unterzeichnet sei. Das Verhältnis mit dem Iran werde professioneller. Die Islamische Republik müsse jedoch verstehen, dass sie keine Nuklearwaffen haben dürfe.

Der US-Präsident trat wenig später auch Skeptikern, die es auch in den eigenen Reihen der Republikaner gibt, entgegen und verteidigte sein Vorgehen in einem weiteren Post. Er schrieb, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die das Problem schon vor Jahren hätten lösen sollen, mache er keine schlechten Deals. Wenn er ein Abkommen schließe, werde es ein gutes und solides sein.


Iranische Medien: Ein-zwei Punkte unklar bei Deal mit USA

TEHERAN: Stehen der Iran und die USA kurz vor einem Deal? US-Präsident Trump ist zuversichtlich, es gibt aber offenbar noch zu klärende Punkte.

Bei den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges gibt es nach Darstellung iranischer Medien Uneinigkeit in ein oder zwei Punkten. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf eine informierte Quelle, die Meinungsverschiedenheiten in diesen Punkten bestünden weiterhin und seien «aufgrund der Hindernisse seitens der USA» noch nicht endgültig geklärt.

Über den Inhalt wurde nichts mitgeteilt. Es hieß lediglich, der Iran beharre auf seinen Rechten und das Abkommen könne nicht abgeschlossen werden, sollten die Hindernisse nicht ausgeräumt werden.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, man stehe kurz vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiederöffnung der Straße von Hormus.

In einem weiteren Tasnim-Bericht hieß es, komme die Vereinbarung zustande, bedeute das ein Ende des Krieges an allen Fronten. Zudem sei die Verpflichtung der USA zum Abzug ihrer Streitkräfte aus dem Umfeld des Iran ein weiterer Punkt, auf den der Iran bestanden habe.

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