Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Der Deutsche Niklas Kaul. Foto: epa/Robert Ghement
Der Deutsche Niklas Kaul. Foto: epa/Robert Ghement

Ex-Weltmeister Kaul im Zehnkampf als Siebter auf Medaillenkurs

MÜNCHEN: Ex-Weltmeister Niklas Kaul liegt nach dem ersten Tag des Zehnkampfes bei der Europameisterschaft im München als Siebter auf Medaillenkurs. In den ersten fünf Disziplinen am Dienstag sammelte der 24-jährige Mainzer 4184 Punkte. Damit hat er sich einen gute Basis für einen möglichen Platz unter den ersten Drei geschaffen. Der zweite Tag ist sein stärkerer und der Speerwurf seine stärkste Disziplin. Bei der WM in Eugene hatte er sich vom 16. Platz mit 4147 Punkten zur Halbzeit noch auf den sechsten Rang vorgekämpft.


Klosterhalfen läuft bei Leichtathletik-EM auf den vierten Platz

MÜNCHEN: Konstanze Klosterhalfen hat sich drei Wochen nach ihrer WM-Enttäuschung für einen starken EM-Auftritt nicht mit einer Medaille belohnen können. Die 25-Jährige musste sich am Montag im Münchner Olympiastadion über 10.000 Meter mit dem vierten Rang begnügen. In 31:05,21 Minuten zeigte sich die für Bayer Leverkusen startende Klosterhalfen im Vergleich zu den Weltmeisterschaften deutlich verbessert, es fehlten aber rund 20 Sekunden auf Bronze. Der Sieg bei den European Championships ging in 30:32,57 Minuten an die für die Türkei startende Yasemin Can, für die es der insgesamt dritte EM-Titel war.


Fehlstart für Liverpool in der Premier League: Wieder kein Sieg

LIVERPOOL: Zwei Spiele, kein Sieg: Der FC Liverpool kommt in der englischen Premier League nicht in Schwung und hat auch sein zweites Spiel nicht gewinnen können. Das Team von Trainer Jürgen Klopp kam am Montagabend im eigenen Stadion gegen Crystal Palace über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus. Zum Auftakt hatte es für den Titelmitfavoriten ein 2:2 beim FC Fulham gegeben. Der Vize-Meister liegt nun schon vier Punkte hinter Manchester City. Der Meister ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet.


Rückenschwimmer Ole Braunschweig holt EM-Bronze im 50 Meter-Sprint

ROM: Ole Braunschweig hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Rom über 50 Meter Rücken die Bronzemedaille gewonnen. In 24,68 Sekunden verfehlte der Berliner am Montag den deutschen Rekord nur um eine Zehntelsekunde. Sieger wurde der Grieche Apostolos Christou in 24,36 Sekunden vor dem Italiener Thomas Ceccon. Bei den Weltmeisterschaften vor anderthalb Monaten in Budapest war Braunschweig über diese Distanz Sechster geworden.


Schon wieder Gold: Sprinterin Hinze gewinnt dritten Bahnrad-Titel

MÜNCHEN: Emma Hinze hat bei den Bahnrad-Europameisterschaften bereits ihren dritten Titel gewonnen. Die 24 Jahre alte Cottbuserin besiegte am Montag im Sprint-Finale die Französin Mathilde Gros in drei Läufen. Im entscheidenden dritten Lauf entschied das Zielfoto. Nach den Erfolgen im Team-Sprint mit Pauline Grabosch (Chemnitz) und Lea Sophie Friedrich (Chemnitz) sowie im 500-Meter-Zeitfahren mit dem deutschen Rekord von 32,668 Sekunden war es auf dem Holzoval in der Messe München bereits das dritte Gold für die Sprint-Weltmeisterin.


Disziplinarverfahren gegen deutschen Torwart nach homophober Äußerung

LUZERN: Die Schweizer Fußballliga Swiss Football League (SFL) hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Torhüter Marius Müller eröffnet. Hintergrund ist eine homophobe Äußerung von Müller nach der Niederlage seines Vereins, des FC Luzern, gegen den FC St. Gallen am vergangenen Samstag. Müller hatte sich anschließend in einem Fernsehinterview abfällig über die Verteidiger seiner Mannschaft geäußert, die sich wegdrehten statt in den Ball zu gehen. Dabei benutze er das Wort «schwul» abfällig. Die Sätze hatten in sozialen Medien Empörung ausgelöst.

«Der Disziplinarrichter im Spielbetriebswesen der Swiss Football League eröffnet aufgrund der Aussagen in einem TV-Interview am letzten Samstag nach Niederlage gegen den FC St. Gallen (4:1) ein Verfahren gegen den Torhüter des FC Luzern, Marius Müller», teilte die Liga am Montag mit. «Bis zur Veröffentlichung eines allfälligen Urteils werden keine weiteren Informationen bekanntgegeben.»

Der FC Luzern entschuldigte sich auf Twitter für das Verhalten seines Torwarts. Seine Aussage entspreche weder den gelebten Werten des Vereins noch seiner Fans, teilte er mit. Müller selbst schloss sich auf Instagram der Entschuldigung seines Vereins an. Die Aussage sei dumm und komplett deplatziert gewesen.


Box-WM zwischen Titelverteidiger Usyk und Ex-Champion Joshua bei DAZN

HAMBURG: Der Rückkampf um die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen Titelverteidiger Oleksandr Usyk und Anthony Joshua ist am Samstag live bei DAZN zu sehen. Die Veranstaltung im Superdome von Dschidda in Saudi-Arabien wird ab 18.00 Uhr von dem Streaminganbieter übertragen. Der WM-Kampf beginnt voraussichtlich gegen 23.30 Uhr. Das Abo beim Bezahlsender kostet für einen Monat 29,99 Euro.

Der Ukrainer Usyk hatte dem Briten Joshua im September vergangenen Jahres die Titel der großen Verbände IBF, WBA und WBO sowie der kleineren IBO durch einen einstimmigen Punktsieg abgenommen. Der 32-jährige Joshua will nun gegen den drei Jahre älteren Usyk Revanche nehmen. Der Brite hat von 26 Profi-Kämpfen 24 gewonnen, Usyk war in seinen 19 Kämpfen ausnahmslos siegreich. Der langjährige Cruiserweltmeister boxt erst seit knapp drei Jahren im Schwergewicht.

Usyk hatte im Februar Bilder von sich in den sozialen Medien gepostet, die ihn im Kampfanzug in der Ukraine zeigten. Dabei rief er die Welt zur Unterstützung gegen die russische Invasion auf. Im März war er zur Vorbereitung auf den WM-Kampf ausgereist.


Leichtathletik-Cheftrainerin zum EM-Auftakt: «Das macht glücklich»

MÜNCHEN: Die deutsche Leichtathletik-Cheftrainerin Annett Stein ist äußerst zufrieden mit dem erfolgreichen Auftakt bei der Heim-EM München. «Das macht glücklich», sagte sie zu dem Einzelsieg von Richard Ringer und dem Teamerfolg im Marathon am Montag. «Das wird Rückenwind geben», meinte Stein. Drei Wochen zuvor bei den Weltmeisterschaften in Eugene/USA hatten die deutschen Leichtathleten mit nur zwei Medaillen ein Fiasko erlebt.


Frakturen im Gesicht: U20-Spielerin Wamser bei WM operiert

ALAJUELA: Wegen einer schweren Gesichtsverletzung muss die deutsche U20-Nationalmannschaft der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Costa Rica auf Carlotta Wamser verzichten. Die 18 Jahre alte Angreiferin von Eintracht Frankfurt hat sich beim 3:0 im zweiten Gruppenspiel gegen Neuseeland eine Fraktur der Augenhöhle und des Kiefers zugezogen. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes vom Montag wurde sie inzwischen operiert.


VfB-Boss Wehrle schützt Karazor: «Es geht um die Unschuldsvermutung»

BREMEN: Vorstandschef Alexander Wehrle vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart hat kein Verständnis für ein von Fans von Werder Bremen gezeigtes Banner. Der Schriftzug, der beim Auswärtsspiel des VfB (2:2) am Samstag im Heimblock zu lesen war, richtete sich offenbar an den nach sechs Wochen aus der Untersuchungshaft entlassenen VfB-Mittelfeldspieler Atakan Karazor. «Ich habe damit ehrlich gesagt nicht gerechnet und ich finde das auch sehr traurig», sagte Wehrle dem Fernsehsender Sky. Karazor, der auf Ibiza festgenommen worden war, hatte einen Großteil der Saisonvorbereitung verpasst. Gegen den 25-Jährigen wird wegen einer «mutmaßlichen Straftat der sexuellen Nötigung» ermittelt, er bestreitet die Vorwürfe.


Nach Sturz in München: Radprofi Ackermann nicht ernsthaft verletzt

MÜNCHEN: Radprofi Pascal Ackermann muss keine längere Rennpause befürchten. Bei seinem Sturz im EM-Straßenrennen in München hat sich der 28 Jahre alte Pfälzer lediglich leichte Verletzungen an der Hand zugezogen. «Nach einem unerwarteten Ende meines gestrigen Rennens @munich2022 kann ich einfach sagen, dass ich Glück hatte... Ich habe ein paar Stiche an meinem Finger bekommen», schrieb Ackermann am Montag auf Instagram und postete dazu ein Foto seiner verbundenen linken Hand mit Daumen nach oben. Der als deutsche Medaillenhoffnung ins Rennen gegangene Profi vom UAE Team Emirates war rund 45 Kilometer vor dem Ziel gestürzt und mit dem Kopf mit voller Wucht in ein Absperrgitter geknallt.


Leipziger Szoboszlai für zwei Bundesliga-Spiele gesperrt

FRANKFURT/MAIN: Mittelfeldspieler Dominik Szoboszlai von RB Leipzig ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes für zwei Spiele gesperrt worden. Der 21 Jahre alte Ungar hatte am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim 2:2 gegen den 1. FC Köln die Rote Karte von Schiedsrichter Benjamin Brand gesehen, was für viel Aufregung sorgte. Szoboszlai wurde von Florian Kainz am Trikot festgehalten, wollte sich losreißen und traf dabei seinen Gegenspieler am Hals.


HSV lehnt Kühne-Angebot ab: «In dieser Form nicht umsetzbar»

HAMBURG: Fußball-Zweitligist Hamburger SV lehnt das 120-Millionen-Euro-Angebot von Investor Klaus-Michael Kühne ab. Der Zehn-Punkte-Forderungskatalog sei «in dieser Form nicht umsetzbar», sagte Aufsichtsratsvorsitzender Marcell Jansen am Montag. Der HSV sehe das Kühne-Angebot jedoch «als weiteren Impuls, mit dem wir uns beschäftigen werden». Kühne verlangt für mögliche Investitionen deutlich mehr Mitspracherecht im Verein und will seinen Aktienanteil beim HSV auf 39,9 Prozent erhöhen. Im Gegenzug soll der HSV e.V. seine Anteile von 75,1 Prozent auf 50,1 verringern. Damit besäße Kühne eine Sperrminorität im Verein und könnte Entscheidungen der Vereinsgremien blockieren. Unterdessen wurde bekannt, dass die Versicherungsgruppe Hanse Merkur dem HSV ein Darlehen zur Finanzierung seiner Stadionsanierung gewährt. Es handelt sich um einen Kredit in Höhe von 23 Millionen Euro, teilte die Versicherung am Montag auf Anfrage mit.


Kugelstoßerinnen wecken Medaillenhoffnung - Weltmeister gibt auf

MÜNCHEN: Die deutschen Kugelstoßerinnen haben zum Start der Leichtathletik-EM in München Hoffnungen auf eine Auftakt-Medaille im Olympiastadion geweckt. Katharina Maisch (Gelenau), Sara Gambetta (Halle) und Julia Ritter (Wattenscheid) qualifizierten sich für das Finale am Montagabend (ab 20.38 Uhr). Im Zehnkampf belegt Ex-Weltmeister Niklas Kaul nach drei Disziplinen als bester Deutscher den elften Platz. Die bei der WM als Zehnte überraschende starke deutsche Stabhochspringerin Jacqueline Otchere schied am Montag im Vorkampf als 23. aus.


Ringer wird Marathon-Europameister - Petros und Dattke knapp Vierte

MÜNCHEN: Marathonläufer Richard Ringer hat überraschend für den ersten deutschen Einzeltitel bei der Leichtathletik-EM in München gesorgt. Der 33-Jährige aus Rehlingen siegte am Montag im Schlussspurt in 2:10:21 Stunden und ist damit erster deutscher Marathon-Europameister. Mitfavorit Amanal Petros musste sich am Ende wie zuvor Miriam Dattke mit Rang vier zufriedengeben. Die deutschen Frauen gewannen aber die Teamwertung, die Männer wurden Zweiter hinter dem Trio aus Israel. Ringer hatte nach einem klugen Rennen auf den letzten Metern die größten Reserven und gewann vor den Israelis Maru Teferi (2:10:23) und Gashau Ayale (2:10:29). Der in Eritrea geborene Petros vom TV Wattenscheid fiel hingegen noch zurück.


Berichte: Dortmunds Akanji vor möglichem Wechsel zu Inter Mailand

ROM: Manuel Akanji vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund kann sich einem Medienbericht zufolge seinen Wechsel in die italienische Serie A zu Inter Mailand selbst ebnen. Der 27 Jahre alte Schweizer könnte dafür seinen 2023 auslaufenden Vertrag bei den Schwarz-Gelben um ein Jahr verlängern und als Leihe mit Kaufoption in die norditalienische Metropole wechseln, wie die «Gazzetta dello Sport» am Montag berichtete. Dem Blatt zufolge käme diese Lösung Inter Mailand und dem Verteidiger wohl sehr gelegen.

Inter konnte nämlich laut «Gazzetta» die bislang von Dortmund geforderten rund 20 Millionen Euro für den Spieler nicht aufbringen. Dortmund könnte demnach später möglicherweise sogar mehr für Akanji verlangen. Der Spieler selbst, der mit den Neuzugängen Niklas Süle und Nico Schlotterbeck in der Dortmunder Verteidigung unter starken Konkurrenzdruck geriet, könnte den von ihm gewünschten Wechsel vollziehen.

Der Bericht verwies darauf, dass diese Idee derzeit noch informell zwischen den Beteiligten kursiere. Weitere Treffen der Verhandlungsparteien seien notwendig. Inter-Trainer Simone Inzaghi sucht jedoch weiter nach einem Verteidiger. Akanji soll auf der Wunschliste des Club-Managements ganz oben stehen.


Österreicher startet vierten Versuch zu Solo-Nonstop-Weltumseglung

WIEN/LES SABLES-D'OLONNE: Der österreichische Segler Norbert Sedlacek hat am Montag einen vierten Versuch für eine nachhaltige Nonstop-Weltumseglung gestartet. Der 60-jährige frühere Straßenbahnfahrer legte in Les Sables-d'Olonne rund 100 Kilometer nordwestlich von La Rochelle an der französischen Atlantikküste ab, wie auf einem Video auf seiner Facebook-Seite zu sehen war.

Sedlacek ist in einem komplett aus recycelbaren Materialien bestehendem Boot gestartet. Es wird nur vom Wind getrieben, der Strom etwa für das Navigationsgerät wird durch erneuerbare Energien wie Wind, Wasserkraft und Sonnenenergie erzeugt. Sedlacek will nonstop und alleine, ohne Begleitboot, über alle Ozeane, einschließlich Nord- und Südpolarmeer in rund 200 Tagen rund 34.000 Seemeilen zurücklegen. Es wäre das erste Mal, das ein Segler so eine Route nonstop und allein bewältigt.

Der vorherige Versuch war 2021 bei Island wegen Problemen mit der Stromversorgung gescheitert. 2019 musste er umkehren, weil südwestlich von Irland im Sturm ein Segel gerissen war. Auch 2018 hatten technische Gründe ihn nach drei Tagen zum Aufgeben gezwungen.


Nach Dorsch-Ausfall: FC Augsburg bemüht sich um Baumgartlinger

AUGSBURG: Der FC Augsburg bemüht sich nach dem längeren Ausfall von U21-Europameister Niklas Dorsch im Mittelfeld um eine Verpflichtung von Routinier Julian Baumgartlinger. Der Österreicher ist vertraglos, was ihn für den FCA zusätzlich interessant macht. Baumgartlinger spielte zuletzt in der Fußball-Bundesliga für Bayer 04 Leverkusen. Mehrere Medien berichteten vom FCA-Interesse.

Nach Informationen der «Bild»-Zeitung soll sich der FCA mit dem 34-Jährigen bereits auf einen Einjahresvertrag geeinigt haben. Der Verein wollte das am Montag «nicht kommentieren».

Der 24 Jahre alte Dorsch, der vom neuen Trainer Enrico Maaßen als Fixpunkt im Mittelfeld eingeplant war, hatte sich während der Saisonvorbereitung im Testspiel gegen den französischen Erstligisten FC Stade Rennes den Mittelfuß gebrochen. Er fällt längere Zeit aus.

Baumgartlinger wäre eine Übergangslösung ohne größeres finanzielles Risiko für den FCA. Mit seiner Erfahrung aus 239 Bundesligapartien und 84 Länderspielen für Österreich wäre er sportlich eine sinnvolle Option. Die Augsburger hatten nach dem Dorsch-Ausfall bereits mit der Verpflichtung von Elvis Rexhbecaj vom VfL Wolfsburg im Mittelfeld personell reagiert. Der 24-Jährige hat beim FCA einen Vertrag bis zum Sommer 2026 unterschrieben.


Tennisprofi Pablo Carreno Busta gewinnt seinen ersten Master-Titel

MONTREAL: Der Spanier Pablo Carreno Busta hat zum ersten Mal in seiner Tenniskarriere einen Masters-Titel auf der ATP-Tour gewonnen. Der 31-Jährige bezwang am Sonntag (Ortszeit) im Finale der Hartplatzveranstaltung in Montreal den Polen Hubert Hurkacz mit 3:6, 6:3, 6:3.


US-Golfer Will Zalatoris gewinnt zum ersten Mal auf der PGA Tour

MEMPHIS: Der amerikanische Golfprofi Will Zalatoris hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Turnier der PGA Tour gewonnen. Zalatoris setzte sich bei der mit 15 Millionen Dollar (14,622 Millionen Euro) dotierten FedEx St. Jude Championship am Sonntag (Ortszeit) im Stechen gegen den Österreicher Sepp Straka durch.


Frust bei deutschen Rugby-Männern: 7er-Eliteliga erneut verpasst

SANTIAGO DE CHILE: Die deutsche Nationalmannschaft der Männer hat die Qualifikation für die Eliteliga im olympischen 7er-Rugby erneut verpasst. Im Halbfinale der Challenger-Serie zur World Rugby Sevens musste sich das DRV-Team in Santiago de Chile Uruguay knapp 15:19 geschlagen geben. Während Uruguay nach einem 19:5-Finalsieg über Georgien den Aufstieg schaffte, wurde Deutschland nach dem 12:14 im kleinen Finale gegen Gastgeber Chile am Ende Vierter.


Klopp: Hohe Belastung für Spieler führt gegen die Wand

LIVERPOOL: Im Zwist mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat Liverpool-Trainer Jürgen Klopp erneut auf die immer weiter wachsende Belastung für die besten Fußballprofis hingewiesen. «Es gibt nur eine Richtung, wohin das führt, und das ist gegen die Wand», sagte Klopp in einem «Kicker»-Interview (Montag). Es gebe niemanden, der wirklich für die Spieler spreche. Wenn er die fehlenden Pausen für die Spieler anspreche, «kommt Aleksander Ceferin aus der Ecke und macht eine polemische Aussage, dass andere Leute viel mehr arbeiten müssten. Das weiß ich, das muss mir Herr Ceferin nicht sagen», sagte Klopp.


Bayer-Sportchef Rolfes: Spieler sollen Berater bezahlen

LEVERKUSEN: In der Diskussion um Berater-Honorare bei Fußball-Transfers hat Bayer Leverkusens Sportchef Simon Rolfes eine simple Lösung parat. «Für mich wäre es ganz einfach: Der Spieler soll den Berater bezahlen. Vielleicht findet man ein orientierendes Regelwerk, Berechnungsgrundsätze wie in anderen Branchen», sagte der ehemalige Nationalspieler dem «Kicker». Zudem sprach sich Rolfes für die vom Weltverband FIFA angestrebte Wiedereinführung der Lizenzen für Berater aus.


Synchron-Duo Bojer/Zimmer EM-Achte in Technischer Kür

ROM: Die Synchronschwimmerinnen Marlene Bojer und Michelle Zimmer haben am letzten Tag ihrer Wettbewerbe bei den Europameisterschaften in Rom Platz acht im Duett in der Technischen Kür belegt. Das Duo aus München und Berlin erreichte am Montag 83,6069 Punkte. Der EM-Titel ging an die Ukraine vor Österreich und Italien.


Zverev und Otte nach Verletzungen für Davis Cup nominiert

HAMBURG: Die deutschen Tennis-Herren setzen im Davis Cup für die Zwischenrunde in Hamburg auf die zuletzt verletzten Alexander Zverev und Oscar Otte. Neben den beiden Top-Spielern nominierte Teamchef Michael Kohlmann am Montag auch Jan-Lennard Struff und die Doppel-Spezialisten Kevin Krawietz und Tim Pütz. Olympiasieger Zverev hatte vergangene Woche seine Zusage für einen Start bekräftigt. Der Weltranglisten-Zweite war Anfang Juni nach einem dreifachen Bänderriss im rechten Sprunggelenk operiert worden. Auch Otte steht nach einem Eingriff am Innenmeniskus vor vier Wochen wieder auf dem Tennisplatz.


Dattke im Marathon knapp Vierte - Deutsche gewinnen Teamwertung

MÜNCHEN: Die deutsche Marathonläuferin Miriam Dattke hat zum Auftakt der Leichtathletik-EM in München nur hauchdünn eine Einzelmedaille verpasst. Die 24-Jährige wurde am Montag über die 42,195 Kilometer Vierte in 2:28:52 Stunden. Bronze sicherte sich im Schlussspurt die zeitgleiche Niederländerin Nienke Brinkman. Den ersten Titel bei dieser EM holte sich Aleksandra Lisowska aus Polen in 2:28:36 Stunden. Die deutsche Meisterin Domenika Mayer als Sechste (2:29:21) und Deborah Schöneborn (2:30:35) als Zehnte sorgten dafür, dass dem deutschen Team der Erfolg in der Mannschaftswertung nicht zu nehmen sein dürfte. Rabea Schöneborn als Zwölfte und Katharina Steinruck auf Rang 15 komplettierten das hervorragende deutsche Teamergebnis.


Medien: Tuchel droht auch wegen Schiedsrichter-Kritik eine Strafe

LONDON: Thomas Tuchel vom englischen Premier-League-Club FC Chelsea muss nicht nur wegen seiner Roten Karte im hitzigen Duell gegen Tottenham Hotspur eine Strafe befürchten. Wie englische Medien am Montag übereinstimmend berichteten, werde der englische Fußball-Verband FA gegen den deutschen Coach auch wegen dessen Kritik an Schiedsrichter Anthony Taylor ermitteln. Tuchel hatte nach dem 2:2 im Londoner Derby am Sonntag nicht nur die Roten Karten für ihn und Trainerkollege Antonio Conte, mit dem er nach dem Schlusspfiff heftig aneinander geraten war, als «weitere schlechte Entscheidung» kritisiert. Der ehemalige Bundesligatrainer wetterte zudem über das Zusammenspiel von Taylor mit dem Videoschiedsrichter (VAR).


«Schwerer wiegende Verletzung»: Wolfsburg mehrere Wochen ohne Wind

WOLFSBURG: Der dänische Angreifer Jonas Wind von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg fällt mehrere Wochen aus. Die Untersuchungen ergaben eine «schwerer wiegende Verletzung» im Oberschenkel, teilte der Club am Montag auf Twitter mit. Bereits das 0:2 beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München am Sonntag verpasste Wind. Der 23-Jährige hatte sich am vergangenen Mittwoch im Training verletzt. Im Winter war der dänische Nationalspieler vom FC Kopenhagen zu den Niedersachsen gewechselt und hatte in der restlichen Saison fünf Treffer in 14 Bundesliga-Partien erzielt.


Bayerns Innenminister Herrmann für Olympia-Bewerbung: «Mut haben»

MÜNCHEN: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat sich für eine deutsche Bewerbung für die Olympischen Spiele stark gemacht. «Ich hoffe, dass diese European Championships ein Zeichen dafür sind, dass wir in Deutschland wieder Olympische Spiele austragen werden», sagte der CSU-Politiker der «Rheinischen Post» (Montag). Deutschland müsse sich, egal an welchem Standort, zu einer Bewerbung aufraffen, forderte Herrmann weiter. Serienweise sind deutsche Bewerbungen seit 1986 ohne Erfolg geblieben, auch weil die Bürger dagegen waren - etwa beim Bemühen um die Winterspiele für 2022 mit München und um die Sommerspiele für 2024 mit Hamburg. Letztmals fanden Olympische Spiele in Deutschland 1972 in München statt.


David Alaba nach Siegtreffer: «Zurück mit einem Knall»

MADRID: «Back with a bang» - zurück mit einem Knall. So verlieh der österreichische Fußball-Profi David Alaba via Twitter seiner Freude über seinen direkten Freistoß Ausdruck, der den 2:1-Erfolg von Real Madrid am ersten La-Liga-Spieltag bei Aufsteiger UD Almeria sicherstellte. Alaba war in der 74. Minute für Ferland Mendy eingewechselt worden und erzielte mit seinem ersten Ballkontakt den Siegtreffer.

Real-Coach Carlo Ancelotti habe ihm vor der Einwechselung gesagt, «dass ich den Freistoß schießen und ein Tor erzielen soll», zitierte die spanische Sportzeitung «Mundo Deportivo» (Montag) den 30-Jährigen. Nach dem Spiel habe ihm der Italiener zugerufen: «Ich habe es dir doch gesagt.» Alaba hatte, kurz nachdem er das Feld betrat, kurz mit Karim Benzema und Toni Kroos diskutiert und dann den Ball mit dem linken Fuß von der Strafraumgrenze aus versenkt.

«Ich habe mich schon vor dem Freistoß gut gefühlt, und die Mannschaft hat mir das Selbstvertrauen gegeben, ihn auszuführen», sagte Alaba weiter. Seinen Tweet schloss der Österreicher mit den Worten «Guter Start» und dem Real-Ausruf «Hala Madrid».


Top-Quoten: European Championships über Zwei-Millionen-Marke

BERLIN: Die European Championships in München verzeichnen steigende TV-Quoten. Schon am dritten Tag der Fernseh-Übertragungen wurde mehrfach die Zwei-Millionen-Marke geknackt. Der Spitzenwert der Sendungen von dem Multisport-Event lag am Sonntag in der ARD bei 2,4 Millionen TV-Zuschauern bei Triathlon. Auch Kunstturnen, Klettern und Schwimmen in Rom lagen bei mehr als zwei Millionen Zuschauern. Die ARD berichtet abwechselnd mit dem ZDF, das am Samstagnachmittag über mehrere Stunden auf Durchschnittswerte von rund 1,4 Millionen Zuschauern gekommen war.


Körperpflege statt Party: Kletterin Meul will «Haut wachsen lassen»

MÜNCHEN: Für Kletterin Hannah Meul steht nach ihrem Silber-Coup bei der Europameisterschaft die Regeneration im Vordergrund. «Haut wachsen lassen», lautet die Devise der 21 Jahre alten Athletin vom Deutschen Alpenverein für die nächsten Tage. «Ich darf sie nicht zu sehr einweichen lassen, also Badengehen wird eher nichts. Und Klettergriffe anfassen auch nicht», sagte die Deutsche lachend und zeigte ihre strapazierten Hände.

Das Mammut-Programm aus Lead- und Boulder-Wettkämpfen hat bereits weit vor EM-Ende seine Spuren hinterlassen. «Ich habe viel Haut verloren. Es gibt verschiedene Kletter-Cremes, die ich jetzt auftrage», erklärte die Rheinländerin. Durch die Hitze in München verlieren die Athleten deutlich mehr Haut als gewöhnlich - die Gefahr abzurutschen steigt. Am Mittwoch steht für Meul noch das Combined-Event aus Bouldern und Lead an.

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