Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Foto: Freepik/Creativeart
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Frauen-Länderspiel in Essen gegen Irland findet ohne Zuschauer statt

ESSEN: Das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Frauen am Samstag (14.00 Uhr/ZDF) in Essen gegen Irland findet ohne Zuschauer statt. Das bestätigte eine DFB-Sprecherin in einer digitalen Pressekonferenz der Nationalmannschaft am Mittwoch. An der Vorgabe der Europäischen Fußball-Union für UEFA-Pflichtspiele hat sich durch die angekündigte Rückkehr einer größeren Anzahl von Zuschauern bei Fußball-Spielen in Deutschland nichts geändert. «Wir dürfen im Stadion in Essen keine Zuschauer zulassen», stellte DFB-Sprecherin Annette Seitz klar. «Natürlich ist das schade. Wir hätten gerne vor unseren Fans gespielt. Wir vermissen sie, aber so sind nun mal im Moment die Gegebenheiten», sagte Nationalspielerin Sara Däbritz, die bei Paris Saint-Germain unter Vertrag steht.


Verstoß gegen Corona-Auflagen? - HSV-Profi Leistner nicht im Training

HAMBURG: Toni Leistner droht das Auftaktspiel des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV am Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (18.30 Uhr/Sky) zu verpassen. Wie das «Hamburger Abendblatt» am Mittwoch auf seiner Homepage meldete, hat der Club den 30 Jahre alten Abwehrspieler vom Rest des Teams getrennt, weil er bei seiner Attacke nach der 1:4-Pokalpleite am Montag bei Dynamo Dresden gegen Corona-Auflagen der Deutschen Fußball Liga verstoßen habe. Leistner war vor einem TV-Interview von einem Dynamo-Fan massiv beleidigt worden und daraufhin auf die Tribüne gestürmt. Laut «Abendblatt» wartet der HSV nun auf eine Klärung durch die DFL, ob und wann der Neuzugang wieder mit dem Team von Coach Daniel Thioune trainieren kann. Bei der Einheit am Mittwochabend im Volkspark fehlte Leistner. Der Club nahm zunächst nicht Stellung.


Starkes Comeback von Nadal bei Tennisturnier in Rom

ROM: Der Spanier Rafael Nadal hat nach seiner mehr als halbjährigen Pause ein erfolgreiches Comeback auf der Tennistour erlebt. Der Weltranglisten-Zweite gewann am Mittwoch beim Masters-Series-Turnier in Rom gegen seinen Landsmann Pablo Carreño Busta mit 6:1, 6:1. Carreño Busta hatte zuletzt bei den US Open in New York im Halbfinale gegen Alexander Zverev verloren. Nadal hatte vor der Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie Ende Februar in Acapulco den Titel geholt. Auf eine Reise zu den US Open verzichtete er. Vor Nadal erreichte bereits der serbische Weltranglisten-Erste Novak Djokovic, der bei den US Open im Achtelfinale gegen Carreño Busta disqualifiziert worden war, die Runde der besten 16.


Draxler schießt PSG in der Nachspielzeit zum ersten Saisonsieg

PARIS: Der deutsche Fußball-Nationalspieler Julian Draxler hat mit einem Tor in der Nachspielzeit den französischen Meister Paris Saint-Germain zum ersten Sieg im dritten Saisonspiel geschossen. Draxler erzielte am Mittwoch gegen den FC Metz in der dritten Minute der Nachspielzeit den einzigen Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg für die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel. In den ersten beiden Saisonspielen hatte PSG beim FC Lens und gegen Olympique Marseille verloren. Nun erlöste der frühere Bundesliga-Profi die erneut in Unterzahl spielenden Pariser spät. Abdou Diallo hatte in der 65. Minute Gelb-Rot gesehen.


Korruptionsprozess: Haftstrafe für früheren Leichtathletik-Chef Diack

PARIS: Der ehemalige Leichtathletik-Spitzenfunktionär Lamine Diack ist in einem Korruptionsprozess zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in Paris verhängte am Mittwoch vier Jahre Haft - zwei davon auf Bewährung, wie die Finanzstaatsanwaltschaft bestätigte. Der 87-jährige Senegalese Diack war wegen Betrugs, Korruption, Veruntreuung und Geldwäsche angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte für Diack im Juni eine Gefängnisstrafe von vier Jahren und eine maximale Geldstrafe von 500.000 Euro gefordert. In seiner Amtszeit als Leichtathletik-Weltverbandspräsident soll Diack laut Staatsanwaltschaft direkt oder indirekt mehrere Millionen Euro vorwiegend von russischen Athleten für die Vertuschung von positiven Doping-Tests erpresst haben. Mehrere Athleten konnten an den Olympischen Spielen 2012 in London teilnehmen und Gold gewinnen.


Supercup-Spielort Budapest zu Corona-Risikogebiet erklärt

BERLIN: Der Supercup-Austragungsort Budapest für die Partie zwischen dem Champions-League-Sieger FC Bayern München und dem Europa-League-Gewinner FC Sevilla ist von der Bundesregierung zum Risikogebiet erklärt worden. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, auf der unter anderem die ungarische Hauptstadt aufgeführt ist. Entsprechend wurde eine Reisewarnung ausgesprochen. Was dies für die Begegnung am 24. September bedeutet, war zunächst unklar. Nach Plänen der Europäische Fußball-Union sollen in der Puskás Arena Zuschauer zugelassen sein. Die Kapazität des rund 67.000 Zuschauer fassenden Stadions soll nach Angaben des Verbandes zu 30 Prozent ausgelastet werden. Beiden Teams stehen je 3000 Tickets zu.


Oberhof übernimmt Rodel-Weltcup von Lake Placid

OBERHOF: In Oberhof werden im kommenden Winter zwei Rodel-Weltcups ausgetragen. Neben dem für den 12./13. Dezember geplanten Weltcup wird auch die am 16. und 17. Januar 2021 in Lake Placid vorgesehene Veranstaltung nach Thüringen verlegt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP unter Bezug auf den amerikanischen Rodel-Verband USA Luge. In dem am Dienstag veröffentlichten Saisonkalender des Weltverbandes FIL war diese Option bereits vorgesehen.

Lake Placid wird damit im kommenden Winter keine internationale Veranstaltung im Rodeln, Bob und Skeleton ausrichten. Die nach Altenberg verlegte Bob-WM wurde ebenso wie der Rodel-Weltcup wegen der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Erlässe und Verordnungen für europäische Sportler abgegeben.


Bora-hansgrohe-Teamchef Denk: «Mit breiter Brust in Paris einfahren»

STUTTGART: Der Etappensieg von Radprofi Lennard Kämna bei der Tour de France hat seinem Team Bora-hansgrohe großen Auftrieb und Schwung für die folgenden Herausforderungen gegeben. «Es war eines unserer drei Ziele, eine Etappe zu gewinnen. Ich bin froh, dass wir da einen Haken dran machen können - jetzt können wir mit breiter Brust in Paris einfahren», sagte Teamchef Ralph Denk der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag).

«Wir haben wesentlich zum Unterhaltungsfaktor dieses Rennens beigetragen. Das macht mich schon stolz», sagte Teamchef Denk und verteidigte die Entscheidung, den 24 Jahre alten Kämna nicht für das deutsche WM-Aufgebot zu nominieren: «Er ist sicherlich noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. Allerdings stehen wir als Team dafür, Talente langsam aufzubauen. Nach der Tour benötigt sein Körper eine Pause.» Kämna hatte am Dienstag für den ersten deutschen Etappensieg bei der 107. Tour de France gesorgt.

Emanuel Buchmann, Deutschlands bester Rundfahrer, wird nach Meinung von Denk im nächsten Jahr einen neuen Anlauf in Richtung Tour-Podium nehmen. «Es war trotz der Verletzungen, die er sich bei seinem schweren Sturz bei der Dauphine-Rundfahrt zugezogen hat, die richtige Entscheidung, ihn zur Tour mitzunehmen», meinte der Teamchef. «Er wollte aufs Podium, das war nicht möglich. Doch nun kann er zeigen, dass er in der Lage ist, aus Niederlagen zu lernen. Ich bin überzeugt, dass er noch stärker zurückkommen wird», betonte Denk.


Beach-EM: Ludwig/Kozuch und Bieneck/Schneider im Achtelfinale

JURMALA: Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch sind mit einem weiteren überzeugenden Auftritt bei der Beachvolleyball-EM in Lettland direkt ins Achtelfinale eingezogen. Beim 2:0 (21:12, 21:12) am Mittwoch gegen die Tschechinnen Michaela Kubickova und Michala Kvapilová demonstrierten die viermalige Europameisterin Ludwig und Blockspezialistin Kozuch große Entschlossenheit und dominierten klar.

Auch das Nationalteam Victoria Bieneck und Isabel Schneider kam zum zweiten Gruppensieg. Die Hamburgerinnen überraschten die an Position drei gesetzten Schweizerinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré mit einem 2:1 (21:17, 22:24, 15:10) und sind damit in der Runde der besten 16 Teams. Die deutschen Meisterinnen Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur erhielten sich ihre Chance auf das Achtelfinale mit einem 2:0 (21:12, 21:17) gegen Ingrid Lunde und Ane Hjortland aus Norwegen.


Wegen Corona: Internationaler Skiverband passt Rennkalender an

OBERHOFEN: Der Internationale Skiverband Fis hat angesichts der weltweit dynamischen Corona-Lage Veränderungen in seinem Rennkalender für die alpine Weltcup-Saison 2020/2021 vorgenommen. Laut Mitteilung vom Mittwoch ist geplant, sowohl Speed- als auch Technikrennen sowie Damen- und Herrenwettbewerbe möglichst getrennt voneinander durchzuführen. Mehrere Rennen wurden neu terminiert und/oder durch andere ersetzt.

Eine der ersten Änderungen betrifft das Wochenende im finnischen Levi, wo die Damen am 21. und 22. November nun zwei Slalomrennen austragen sollen. Der Parallelwettbewerb der Herren in Alta Badia (Italien) am 21. Dezember soll durch einen Slalom ersetzt werden. In Adelboden (Schweiz) ist am 8. Januar noch ein weiterer Riesenslalom geplant. Die Damen sollen bereits am 5. und 6. Dezember in St. Moritz zwei Super-G-Rennen fahren. Ursprünglich wären sie erst eine Woche später in der Schweiz an den Start gegangen.

Insgesamt sind bei den Herren 39 und bei den Frauen 35 Weltcup- Rennen geplant. Die Wettbewerbe in Übersee waren schon vor Wochen abgesagt worden. Anfang Oktober soll der Terminkalender vom Fis-Council endgültig verabschiedet werden. Der Startschuss für die neue Alpin-Saison fällt am 17. und 18. Oktober mit den Rennen in Sölden (Österreich).


Kolumbianer Lopez gewinnt Königsetappe - Roglic baut Führung aus

MÉRIBEL: Miguel Angel Lopez hat die Königsetappe der 107. Tour de France gewonnen. Der Kolumbianer vom Team Astana holte sich am Mittwoch auf dem 17. Teilstück nach 170 Kilometern mit Start in Grenoble den Sieg auf dem 2304 Meter hohen Col de la Loze vor dem Gesamtführenden Primoz Roglic und dessen Verfolger Tadej Pogacar (beide Slowenien). Gelbträger Roglic baute damit seine Führung in der Gesamtwertung aus. Der deutsche Youngster Lennard Kämna gehörte einen Tag nach seinem Etappensieg in Villard-de-Lans zunächst einer Ausreißergruppe an, doch bereits am vorletzten Berg musste der Norddeutsche abreißen lassen.


Briatore über Corona-Infektion: Lungenentzündung war schlimmer

ROM: Der ehemalige Formel-1-Manager Flavio Briatore hält nach seiner Corona-Infektion eine «Hysterie» im Umgang mit der Pandemie für unangebracht. «Ich war vielleicht zwei Tage krank, ansonsten war es sehr viel weniger schlimm als bei einer Lungenentzündung», sagte der 70-Jährige in einem am Dienstag veröffentlichten Video auf seinem Instagram-Account. Er habe nur wenige Tage im Krankenhaus verbringen müssen und sich schnell erholt. «Ich will die Krankheit nicht verharmlosen, ich will nur erzählen, was mir passiert ist.»

Briatore war wegen einer Infektion mit dem Virus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt worden. Mittlerweile ist er nach eigenen Angaben wieder gesund und zu Hause. «Wir müssen alle vernünftig bleiben», forderte Briatore mit Blick auf die Pandemie. Hysterie sei unangebracht, die tägliche Veröffentlichung der Infizierten-Zahlen schüre nur Panik. «Wir müssen die Wirtschaft wieder hochfahren und über konkrete Probleme reden, die das Virus verursacht hat», sagte er und nannte etwa Armut und Arbeitslosigkeit.

Auf Sardinien im Nachtlokal «Billionaire» des Ex-Formel-1-Teamchefs, der mit Topmodels wie Naomi Campbell und Heidi Klum liiert war, soll es Medienberichten zufolge zahlreiche Corona-Infektionen gegeben haben. Bei Dutzenden Mitarbeitern war demnach das Virus nachgewiesen worden. Das «Billionaire» wurde deshalb geschlossen. Nach Angaben des «Corriere della Sera» war Briatore Mitte August auf Sardinien.


Celtics verlieren Auftakt in NBA-Conference-Finals - Clippers raus

ORLANDO: Die Boston Celtics haben zum Ende der Verlängerung auf Nationalspieler Daniel Theis verzichten müssen und ihr erstes Spiel im Finale der Eastern Conference gegen die Miami Heat verloren. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende der zusätzlichen fünf Minuten musste Theis bei der 114:117-Niederlage am Dienstagabend (Ortszeit) wegen zu vieler Fouls vom Feld. Die Los Angeles Clippers haben nach der unerwartet deutlichen Niederlage gegen die Denver Nuggets dagegen keine Chance mehr auf den Titel und sind ausgeschieden. Das Team um Kawhi Leonard unterlag in Spiel sieben 89:104, verlor in der Serie damit trotz einer zwischenzeitliche 3:1-Führung noch 3:4.


NHL-Playoffs: Islanders gewinnen nach zweimaliger Verlängerung

TORONTO: Das NHL-Team der New York Islanders hat nach großem Kampf und zweimaliger Verlängerung seine Chance auf den Einzug ins Finale um den Stanley Cup gewahrt. Ohne Einsatzminuten für die beiden deutschen Nationalspieler Thomas Greiss und den verletzten Tom Kühnhackl gab es am Dienstagabend (Ortszeit) nach dem 1:1 gegen Tampa Bay Lightning in der regulären Spielzeit und einer torlosen ersten Verlängerung das Siegtor durch Jordan Eberle zum 2:1. In der Serie war es der Anschluss zum 2:3 für das Team aus New York. Für Kühnhackl ist die Saison bereits beendet. Der Angreifer hatte sich kurz nach Wiederbeginn der NHL-Saison Anfang August verletzt und seitdem nicht mehr gespielt.


Doping-Prozess: Mediziner Mark S. macht noch keine Aussage

MÜNCHEN: Der Hauptangeklagte Mark S. wird am ersten Verhandlungstag des Blutdoping-Prozesses in München noch keine Aussagen machen. Das teilten die Verteidiger des Erfurter Mediziners am Mittwoch mit. Zugleich kündigten sie an, dass im Laufe des Prozesses Einlassungen des Arztes geplant seien. Dem Arzt wird vorgeworfen, über Jahre Blutdoping an Sportlern betrieben zu haben. Vor allem Wintersportler und Radsportler waren nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft und laut anderen Prozessen im Ausland seine Kunden.


Beach-EM: Vizeweltmeister Thole/Wickler zum Auftakt ohne Mühe

JURMALA: Julius Thole und Clemens Wickler haben bei der Beachvolleyball-EM in Lettland einen Auftakt nach Maß erwischt. Die Vizeweltmeister aus Hamburg, in Jurmala an Position drei gesetzt, besiegten am Mittwoch zum Turnier-Start der Männer das Gastgeber-Duo Aleksandrs Solovejs und Mihails Samoilovs deutlich mit 2:0 (21:11, 20:12) und können mit einem weiteren Sieg in der Gruppe nun den Direkteinzug ins Viertelfinale klarmachen.


Geschäftsführer: BBL-Clubs können wenig zu Fan-Testphase beitragen

KÖLN: Der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, Stefan Holz, bewertet den Beschluss der Bundesländer zur Teil-Rückkehr von Zuschauern in die Hallen positiv. «Das ist ein erster Schritt zurück in eine Normalität unter Corona-Bedingungen», sagte Holz der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die sechswöchige Testphase betreffe den Basketball allerdings nur bedingt. «Wir können da nur wenig beitragen, weil wir wenige Spiele haben», sagte Holz. «Wir haben einige Pokalspiele im Oktober, der Ligabetrieb beginnt aber erst am 6. November und damit nach der Testphase.»


Hamburg will Stadiongrundstück des HSV für 23,5 Millionen Euro kaufen

HAMBURG: Die Stadt Hamburg will dem Hamburger SV das Stadiongrundstück im Volkspark zum Verkehrswert von 23,5 Millionen Euro abkaufen. Gemeinsam mit Finanzsenator Andreas Dressel und Sportsenator Andy Grote (beide SPD) gab Frank Wettstein, Finanzvorstand der HSV Fußball AG, am Mittwoch den Abschluss einer Absichtserklärung bekannt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgerschaft soll das Geld noch in diesem Jahr fließen. Der HSV zahlt zunächst bis 2087 einen jährlichen Erbbauzins in Höhe von 1,8 Prozent. «Das ist kein HSV-Rettungsschirm», sagte Wettstein.


7500 Zuschauer beim Liga-Eröffnungsspiel des FC Bayern erlaubt

MÜNCHEN: Beim Bundesliga-Eröffnungsspiel des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 am Freitagabend werden 7500 Zuschauer zugelassen. Das sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwochabend nach einem Spitzengespräch von Staatsregierung, Stadt und Vereinsführung in München. Das entspreche zehn Prozent der Stadion-Kapazität. Die Bundesländer hatten sich am Dienstag auf einheitliche Regeln zu einer Rückkehr von Fans in Fußballstadien und Sporthallen geeinigt.


Mehr als 150 Verbände beantragen Coronavirus-Hilfen bei FIFA

ZÜRICH: Sieben Wochen nach der Einrichtung eines Hilfsfonds zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie haben bereits mehr als 150 Verbände finanzielle Unterstützung beim Fußball-Weltverband FIFA beantragt. Dazu gehören neben nationalen Verbänden auch vier Kontinentalverbände, sagte Olli Rehn, Vorsitzender des FIFA-Covid-19-Steuerungsausschusses, am Mittwoch in einer Videokonferenz. Ende Juli hatte der Weltverband den Hilfsfonds mit einem Umfang von insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar (1,28 Milliarden Euro) aufgelegt für Zahlungen und Darlehen. Jeder der 211 Mitgliedsverbände kann bis zu 1,5 Millionen Dollar an Unterstützung beantragen.


DFB: Auch Löw-Team soll vor Fans spielen

BERLIN: Auch die nächsten Spiele der Fußball- Nationalmannschaft sollen möglichst wieder mit einem Teil der Fans ausgetragen werden. Eine entsprechende Lösung strebt der Deutsche Fußball-Bund an. Der DFB braucht für die Umsetzung aber auch Grünes Licht vom europäischen Verband UEFA. Derzeit werden alle kontinentalen Wettbewerbsspiele wegen der Corona-Pandemie ohne Fans ausgetragen. Am 7. Oktober tritt das Team von Bundestrainer Joachim Löw in Köln zu einem Testspiel gegen die Türkei an. Danach tritt das DFB-Team in der Nations-League-Partien am 10. Oktober in der Ukraine und am 13. Oktober wieder in Köln gegen die Schweiz an.


MÉRIBEL: Die letzte Alpen-Etappe der 107.

Tour de France über 175 Kilometer von Méribel nach La Roche-sur-Foron ist am Donnerstag zwar nicht gar so schwer wie die Kletterpartie am Vortag, hat aber trotzdem ihre Tücken. Am Ende des letzten Anstiegs zum Plateau des Glières, ein Berg der höchsten Kategorie, wartet noch eine fast zwei Kilometer lange Schotterpiste. Ein Defekt kann hier gravierende Folgen haben und schnell eine Minute kosten. Das ist auf den letzten 31 Kilometern mit der rasenden Abfahrt zum Ziel kaum mehr aufzuholen. Auch sonst hat die Etappe einige Kletterpassagen zu bieten. Insgesamt fünf Bergwertungen sind zu bewältigen.


Tour-Etappensieger Kämna stellt klar: Karriereende war nie ein Thema

MÉRIBEL: Lennard Kämna hat nach seinem Etappensieg bei der 107. Tour de France klargestellt, dass ein Karriereende bei seiner Auszeit vor zwei Jahren kein Thema gewesen sei. «Es stand nie zur Debatte, dass ich aufhören werde. Ich wollte meinen Kopf gerade bekommen. Ich war nicht zu 100 Prozent hinter dem Sport. Danach habe ich mir gesagt: Ich werde alles probieren, alles geben», sagte Kämna und fügte hinzu: «Ich hatte nie das Gefühl, dass ich aufhören möchte.»

Das 24 Jahre alte Riesentalent hatte vor zwei Jahren mitten in der Saison eine mehrmonatige Pause eingelegt, auch Krankheiten hatten ihn damals zurückgeworfen. «Lennard hat große Erfolge im Nachwuchsbereich gefeiert. Dann lief es in den ersten Jahren bei den Berufsfahrern nicht so. Ich bin super happy, dass wir ihn auf die Erfolgsspur zurückbringen konnten», sagte Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk.

Kämna hatte 2014 bereits den WM-Titel der Junioren gewonnen und war mit großen Erwartungen zu den Profis gekommen. Nach guten Leistungen zum Ende der Tour 2019 ist ihm in diesem Jahr der Durchbruch geglückt.


Vorjahressieger Bernal beendet Tour de France vorzeitig

GRENOBLE: Vorjahressieger Egan Bernal ist aus der 107. Tour de France ausgestiegen. Kurz vor dem Start zur Königsetappe in Grenoble teilte sein Team Ineos den Verzicht des 23 Jahre alten Kolumbianers mit. «Egan ist ein echter Champion, der es liebt, Rennen zu fahren, aber er ist auch ein junger Fahrer, der noch viele Touren vor sich hat, und zu diesem Zeitpunkt halten wir es unterm Strich für klüger, mit dem Rennen aufzuhören», sagte Teamchef Dave Brailsford. Vor der 17. Etappe von Grenoble nach Meribel Col de la Loze lag er in der Gesamtwertung als 16. knapp über 19 Minuten hinter dem Führenden Primo? Roglic aus Slowenien.


Altstars Thurau und Ludwig schwärmen von Kämna - «Ausnahmetalent»

VILLARD-DE-LANS: Die früheren Radstars Didi Thurau und Olaf Ludwig haben sich von Lennard Kämna nach dessen Etappensieg begeistert gezeigt und trauen dem Youngster in Zukunft einiges zu. «Er ist ein Ausnahmetalent und hat großes Potenzial. Er steigert sich zum Ende einer Rundfahrt. Das macht Mut für die Zukunft, dass er auf das Podium fahren kann, wenn alles passt», sagte Thurau der Deutschen Presse-Agentur. Der Frankfurter war 1977 sogar 15 Tage lang im Gelben Trikot gefahren und gewann insgesamt sechs Tour-Etappen.

Ähnlich sieht es Ludwig. «Er sitzt sehr ästhetisch auf dem Rad, hat ein hohes Leistungsvermögen, ist taktisch clever. Da werden wir noch viel Spaß an dem Rennfahrer in den nächsten Jahren haben», sagte der Olympiasieger von 1988 der dpa zu Kämna. Vergleiche mit Ex-Toursieger Jan Ullrich seien nicht angebracht, trotzdem betonte Ludwig: «Wenn so ein junger Rennfahrer zweimal zum Ende hin so stabil und überzeugend fährt, gibt es noch Potenzial.»

Der gerade 24 Jahre alt gewordene Kämna gewann am Dienstag die Alpenetappe nach Villard-de-Lans. Erst am Freitag hatte er bei der Bergankunft auf dem Puy Mary Platz zwei belegt.

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