Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

US-Tennisverband: US Open sollen stattfinden

NEW YORK: Die US Open in New York sollen trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden. Die Verantwortlichen des amerikanischen Tennisverbandes (USTA) gaben einen Monat vor dem Start des Turniers am 31. August grünes Licht für die Durchführung. «Wir sind zuversichtlich, dass Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten garantiert werden können», schreibt die USTA am Freitag in einer Mitteilung. Das Grand-Slam-Turnier wird allerdings ohne Zuschauer stattfinden. Zuvor soll in Flushing Meadows das von Cincinnati nach New York verlegte Frauen- und Männerturnier ausgetragen werden. Das erste Spiel soll am 22. August ausgetragen werden.


Kameruns 90er WM-Kapitän Tataw gestorben

YAOUNDE: Stephen Tataw, Kapitän von Kameruns Fußball-Nationalmannschaft beim legendären WM-Viertelfinal-Einzug 1990, ist am Freitag im Alter von 57 Jahren gestorben. Wie der nationale Verband Fecafoot mitteilte, sei der einstige Außenverteidiger nach kurzer Krankheit gestorben. Tataw führte das Team um Superstar Roger Milla an, das 1990 bei der WM für Furore sorgte und erst im Viertelfinale unglücklich mit 2:3 nach Verlängerung an England scheiterte.


Young Boys Bern zum dritten Mal in Serie Schweizer Meister

BERN: Die Young Boys Bern haben zum dritten Mal in Serie und zum insgesamt 14. Mal die Schweizer Fußball-Meisterschaft gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane siegte am vorletzten Spieltag beim FC Sion 1:0 (1:0) und ist bei fünf Punkten Vorsprung von Verfolger FC St. Gallen nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. Den Siegtreffer vor den erlaubten 1000 Zuschauern erzielte am Freitag der luxemburgische Mittelfeldspieler Christopher Martins in der 14. Minute.

St. Gallen brachte der deutliche 6:0-Sieg gegen Neuchâtel Xamax nichts mehr, immerhin sicherte sich der Verfolger den zweiten Platz vor dem FC Basel.


Laut «Bild»: Ayhan zieht Klausel und verlässt Fortuna Düsseldorf

DÜSSELDORF: Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf muss offenbar Abwehrchef Kaan Ayhan ziehen lassen. Der 25-Jährige soll seine Ausstiegsklausel gezogen haben und steht demnach vor einem Wechsel nach Italien. «Ja, es stimmt! Ich habe die Ausstiegsklausel gezogen, bin auch schon bei meinem neuen Verein in Italien. Mehr Informationen in den nächsten Tagen. Ich möchte nur schon mal sagen: Ich bedanke mich für vier fantastische Jahre bei Fortuna», schrieb er demnach in einer WhatsApp-Nachricht an die «Bild»-Zeitung.


FC Bayern gewinnt Testspiel beim Süle-Comeback - 1:0 gegen Marseille

MÜNCHEN: Der FC Bayern hat beim Testspiel-Comeback von Niklas Süle einen Sieg erzielt. Der deutsche Fußball-Meister gewann eine gute Woche vor dem Champions-League-Duell gegen den FC Chelsea mit 1:0 (1:0) gegen Frankreichs Vize-Meister Olympique Marseille. Serge Gnabry (19. Minute) gelang am Freitag in München bei hochsommerlichen Temperaturen der frühe Siegtreffer. Süle lief erstmals seit seinem Kreuzbandriss aus dem Oktober wieder auf.


SPA-FRANCORCHAMPS: Die DTM wagt nach der Corona-Zwangspause den Neustart.

Mehr als drei Monate nach dem eigentlich geplanten Auftakt im belgischen Zolder wird wieder gefahren. Unter einem strengen Hygienekonzept findet auf dem Traditionskurs in Spa-Francorchamps am Samstag (13.33 Uhr) das erste Rennen der Notsaison statt. Am Sonntag (13.33 Uhr) wird der zweite Lauf auf dem Ardennen-Kurs ausgetragen. Auf insgesamt neun Events soll bis zum Saisonfinale am 8. November in Hockenheim der Champion ermittelt werden. Als Favorit auf den Gesamtsieg Audi-Pilot René Rast, der in der DTM schon 2017 und 2019 erfolgreich war.


Motorrad-WM 2020 ausschließlich in Europa

BARCELONA: In der Motorrad-WM-Serie wird es in diesem Jahr keine Überseerennen in der GP-Klasse geben. Das haben Promoter Dorna und Motorrad-Weltverband FIM am Freitag offiziell bestätigt. Somit findet die Saison erstmals seit 1986 ausschließlich in Europa statt.

Die Überseerennen in Malaysia, Thailand und Argentinien hätten nur mit Zuschauern ausgetragen werden können, um die Kosten für die Logistik zu decken. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist aber nicht absehbar, ob zu den Veranstaltungen Zuschauer zugelassen werden können. Deshalb entschieden die Verantwortlichen, diese WM-Läufe abzusagen.

Zu den bisher bestätigten Rennwochenenden in Europa könnte noch ein weiteres hinzukommen. Die Entscheidung fällt am 10. August. Der Termin für das optionale Rennen steht bereits fest: 22. November. Favorit für das finale Rennwochenende des Jahres ist Portimao in Portugal.


Werder einen Tag eher ins Trainingslager nach Österreich

BREMEN: Werder Bremen wird einen Tag früher als geplant ins Trainingslager nach Österreich aufbrechen.

Die Norddeutschen reisen nun schon am Freitag, 14. August, gegen Abend nach Zell am Ziller, wie der Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte. Dadurch gewinnen die Bremer einen kompletten Trainingstag. Trainer Florian Kohfeldt bereitet seine Mannschaft bis zum 25. August in Österreich auf die neue Saison vor. Geplant sind auch zwei Testspiele gegen den Linzer ASK (19. August) und Austria Lustenau (24. August).


Peter Stöger wird Trainer von Austria Wien

WIEN: Ex-Bundesliga-Trainer Peter Stöger wird neuer Trainer des österreichischen Fußball-Erstligisten Austria Wien. Stöger, der bereits seit einem Jahr Sportvorstand des Vereins ist, werde in der kommenden Saison gleichzeitig als Cheftrainer der ersten Mannschaft fungieren, teilte Austria Wien am Freitag mit. Die aktuelle Sitation sei unter anderem durch das überraschende Ausscheiden des bisherigen Coaches Christian Ilzer sowie die Corona-Pandemie «komplex und schwierig», erklärte Stöger. «Deswegen habe ich mich entschieden, in dieser schwierigen Phase, diese Position für ein Jahr zu übernehmen.»

Stöger war bereits vor einigen Jahren Trainer der Austria gewesen, im Jahr 2013 holte er mit der Mannschaft die Meisterschaft. Danach wechselte der gebürtige Wiener zum 1. FC Köln und später zu Borussia Dortmund. Dort lief sein Vertrag 2018 aus.


Hülkenberg hat zweiten Formel-1-Einsatz in Silverstone in Aussicht

SILVERSTONE: Teamchef Otmar Szafnauer hat dem deutschen Rennfahrer Nico Hülkenberg einen weiteren Formel-1-Einsatz bei Racing Point in Aussicht gestellt. Ob der 32-Jährige aus Emmerich auch in der kommenden Woche beim zweiten Rennen in Silverstone fahren wird, hängt von der Quarantäne-Dauer des Mexikaners Sergio Perez ab. Der Stammfahrer war am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden und Hülkenberg sprang kurzfristig ein. Noch ist nicht final geklärt, ob der 30-Jährige sieben oder zehn Tage isoliert werden muss. «Wenn es zehn Tage sind, wird Nico beide Rennen fahren», sagte Szafnauer am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Hülkenberg hatte am Freitag überraschend ein Blitz-Comeback gegeben und wird am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) beim Großen Preis von Großbritannien starten. Der Routinier hatte nach 177 Rennen Ende des vergangenen Jahres keinen neuen Vertrag bei Renault mehr erhalten. Für den Vorgänger-Rennstall von Racing Point war er bis 2016 mit Unterbrechung bereits vier Jahre gefahren.

Bei dem Team mit Sitz in Silverstone gib es derweil bislang keinen weiteren Corona-Fall. Zwei der Begleiter von Perez befinden sich aber vorsorglich ebenso in Quarantäne wie drei Teammitglieder. Dieses Trio hatten eine Einheit im Renn-Simulator mit Perez absolviert, dabei aber keinen direkten Kontakt zum WM-Sechsten gehabt.


Prominenter Corona-Fall in der Formel 1: Perez fehlt in Silverstone

SILVERSTONE: Der erste prominente Corona-Fall erschüttert die Formel 1. Der mexikanische Fahrer Sergio Perez wurde positiv auf das Virus getestet. Das teilten der Internationale Automobilverband Fia und die Rennserie am Donnerstagabend mit. Der 30-Jährige vom Team Racing Point darf nicht mehr am Großen Preis von Großbritannien am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) in Silverstone teilnehmen und muss in Quarantäne bleiben. Nach Medienberichten könnte Nico Hülkenberg durch diesen Fall ein überraschendes Formel-1-Comeback geben.


Ex-FIFA-Chef Blatter fordert Suspendierung von Infantino

ZÜRICH: Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter hat nach der Eröffnung des Strafverfahrens gegen den amtierenden Fußball-Weltverbandschef Gianni Infantino auch interne Ermittlungen und Konsequenzen gefordert. «Der Fall ist klar. Jetzt muss auch die FIFA-Ethikkommission ein Verfahren gegen Gianni Infantino einleiten und ihn suspendieren», sagte Blatter am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Infantino werden von der Schweizer Staatsanwaltschaft wegen geheimer Treffen mit dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, Anstiftung zum Amtsmissbrauch, Anstiftung zur Verletzung des Amtsgeheimnisses und Anstiftung zur Begünstigung vorgeworfen. Infantino und die FIFA weisen die Vorwürfe zurück.


Russland droht Ausschluss: Weltverband setzt Frist bis 15. August

MONTE CARLO: Der Leichtathletik-Weltverband will den russischen Verband RusAF ausschließen, wenn das Land nicht bis zum 15. August die verhängte Geldstrafe von 6,31 Millionen Dollar bezahlt hat. Dies teilte World Athletics am Donnerstag nach einer Videokonferenz des Councils mit. Russland hatte eine Frist zur Zahlung der hohen Geldbuße bis zum 1. Juli verstreichen lassen.


Bisheriger Vize Siegmund-Schultze zum neuen KSC-Präsidenten gewählt

KARLSRUHE: Holger Siegmund-Schultze ist neuer Präsident des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. Der bisherige Vizepräsident erhielt bei der außerordentlichen und wegen der Corona-Pandemie virtuell durchgeführten Mitgliederversammlung der Badener am Donnerstagabend 60,52 Prozent der Stimmen. Insgesamt stimmten 3012 online zugeschaltete Mitglieder ab.


Achter Pokalerfolg für IFK Göteborg in Schweden

GÖTEBORG: Der IFK Göteborg hat zum achten Mal den schwedischen Fußball-Pokal gewonnen. Alexander Farnerud erzielte am Donnerstag das 2:1-Siegtor in der Verlängerung des Cupfinals gegen Malmö FF. Der 36-jährige Mittelfeldspieler war in der 94. Minute vor heimischem Publikum erfolgreich. Ola Toivonen hatte Malmö nach 40 Minuten in Führung gebracht, Patrik Lagemyr gleich in der 86. Minute aus und erzwang die Verlängerung.


500 Fans beim nordirischen Pokalfinale zugelassen

BELFAST: Das Finale um den «Irish Cup» in Nordirland am Freitag zwischen Ballymena United und Glentoran Belfast soll zum Pilot-Projekt für die Rückkehr von Fußball-Fans in die britischen Stadien dienen. Zwar sind nur 500 Fans im 18.500 Besucher fassenden Windsor Park von Belfast zugelassen und Alkohol-Ausschank strikt untersagt, doch ist es das erste Spiel auf der britischen Insel bei dem erstmals seit vier Monaten wieder einige Besucher dabei sind.


PSG-Trainer Tuchel rechnet nicht mit Stürmer Mbappé gegen Bergamo

PARIS: Trainer Thomas Tuchel vom französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain rechnet nicht mit einem Einsatz von Weltmeister Kylian Mbappé im Champions-League-Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo. Er sehe nur eine «sehr, sehr kleine Chance» darauf, dass der 21 Jahre alte Angreifer am 12. August in Lissabon spielen könne, sagte Tuchel am Donnerstag in Paris. Mbappé hatte sich beim Pokal-Endspiel gegen AS Saint-Etienne (1:0) am vergangenen Freitag eine Verletzung am Knöchel und an den Bändern zugezogen.


RB Leipzig nur 1:1 im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg

LEIPZIG: Champions-League-Viertelfinalist RB Leipzig hat in einem Testspiel gegen Bundesliga-Kontrahent VfL Wolfsburg nur 1:1 (0:0) gespielt. Das Gästeteam von Oliver Glasner ging am Donnerstag im RB-Trainingszentrum in der für die Öffentlichkeit nicht zugelassenen Begegnung dank eines verwandelten Strafstoßes durch Renato Steffen ((71.) in Führung, ehe Patrik Schick zwei Minuten Später für RB ebenfalls vom Punkt ausgleichen konnte.


Cas lehnt Beschwerde von Trabzonspor gegen Europacup-Ausschluss ab

LAUSANNE: Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat die Entscheidung der Europäischen Fußball-Union UEFA zum Ausschluss des türkischen Clubs Trabzonspor aus dem Europacup bestätigt. Damit bleibt der türkische Vizemeister von der Teilnahme an den UEFA-Clubwettbewerben in den Jahren 2020/21 und 2021/22 ausgeschlossen. Die UEFA hatte mit dem Ausschluss Verstöße des türkischen Clubs gegen das Financial Fairplay geahndet. Trabzonspor hatte gegen die Strafe am 13. Juni 2020 Berufung beim Cas eingelegt.

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