Bis vor einem guten Jahr habe ich die nähere und weitere Umgebung unseres Hauses in Nong Khai, Hat Kam, auch als „Goldküste“ übersetzt, jeweils mit dem Fahrrad erkundet. Dummerweise hat mich dabei ein aggressiver Tempelhund zu Fall gebracht. Da ich eh RüÂckenprobleme mit anstehender Operation habe, meide ich das Velo deshalb momentan. Allerdings erkundige ich die sattgrünen Reisfelder nun einfach zu Fuß.

Bewaffnet mit einem Bambusstock ziehe ich zu Fuß los. Die Temperaturen sind jetzt gerade noch so kühl, dass solche Spaziergänge bis gegen Mittag problemlos möglich sind. Bald schon wird es dann aber wohl zu heiß, das kippt erfahrungsgemäß ganz rasch. Die Thai-Nachbarn kennen den alten, verrückten Farang schon und fragen Khun oder auch Lung Hans: „Pai nai?“ Schätzungsweise jeden dritten Tag stirbt hier jemand, oder es wird geheiratet. Da muss man natürlich aus Traurigkeit oder Glückseligkeit kräftig Alkohol zu sich nehmen: Das ist doch sonnenklar!
Pflanzliche Reise-Erinnerungen
Viele Pflanzen in meinem Garten stammen ursprünglich von meinen Reisen, wenn ich sie sehe, werden Erinnerungen daran wach. Zum Beispiel der riesige Baum da drüben kam als kleiner Same aus dem PeruÂanischen Amazonasgebiet, aus Iquitos. Unglaublich wie groß gewisse Bäume in einem Dutzend Jahren werden können!

Die auffällige Canna Indica mit den knallroten Samenbehältern stammt aus Caracas, Venezuela. Bei meinem Besuch lebte Hugo Chavez noch, seine unsägliche Misswirtschaft war aber schon an allen Ecken Enden spürbar. Maduro hat das idiotische System perpetuiert. Einen wie ihn könnte Trump von mir aus jeden Tag entführen, aber er kuscht eben vor richtig großen Verbrechern regelmäßig (siehe Iran).
Die Samenbehälter der Canna enthalten zahllose, harte, schwarze Samen und man kann sie so problemlos vermehren. Ich möchte sie rund um den Fischteich pflanzen, das dauert aber wohl ein Weilchen.
Die Baumwolle stammt ursprünglich aus dem Botanischen Garten in Zürich, wo ich sie erstmals gesehen habe. Es gäbe sie aber auch hier in Thailand, und für die Thais ist dieser Hibiskus mit der attraktiven Blüte nichts Besonderes, nur die ollen Farangs flippen mal wieder völlig aus.

Die eigentliche „Baumwolle“ setzt sich aus weißen Fasern zusammen, die die Samen umhüllen und ihnen die Flugfähigkeit verleihen, so dass sie denn zur Eroberung der Welt ansetzen können.
Brot ohne Gluten wird immer besser
Ich werde oft gefragt, ob wir denn Schlangen im Garten hätten. Selbstverständlich, ist meine Antwort. Wenn so ein großer Fischteich vorhanden ist, hat es Frösche, Mäuse und Ratten und deshalb auch Schlangen. Kobras, bringen meine Gärtner um, wenn sie sehen. Aber die agile grüne Baumschlange, die ich plötzlich wahrnehme, beobachte ich fasziniert wie sie auf den Papayas herumschleicht.
In der REHA von Seewis gab es mal ein Brot ohne Gluten von einem neuen Lieferanten. Das war so gut, ich zweifelte zunächst daran, dass es wirklich glutenfrei sei? Doch das stimmte. In der Schweiz bekommt man es bei der Migros.
Hier backe ich nun wieder mein eigenes, glutenfreies Brot. Es ist sehr knusprig, enthält etwa 30 Prozent Mandelmehl, was auch zu einer optisch angenehmen Bräunung beiträgt. Und es schmeckt einfach fantastisch!
Von diesem Brot esse ich manchmal sogar ein Stück ganz ohne Wurst.
Hans Fritschi, Jahrgang 1957, ist ehemaliger Journalist und Buchautor, er lebt seit 1991 in Thailand. Mehrere Monate des Jahres reist er in der Welt herum, den Rest verbringt der Hobbygärtner in Pattaya und Nong Khai. Falls Sie Fragen und Anregungen an unseren Gartenkolumnisten haben, oder seinen Garten mal anschauen möchten, schicken Sie ihm eine E-Mail an oder besuchen Sie die Dicovery Garden Webseite oder Facebook. Für unterhaltsame und interessante Gartengeschichten in Bild und Ton besuchen Sie Hans Fritschis YouTube-Kanal – Teilen, Liken & Abonnieren erwünscht!

Siehe Trump und AgD, die nur Politik für ihre reichen Kumpels machen, aber von einer Mehrheit eher (eben auch geistig) ARMER gewählt werden - weil schon frühere, meist konservative Regierungen an Bildung (vor allem politischer Bildung) sparten und so den Weg dafür bereiteten.
Ich kann mich erinnern, wie wir in jungen Jahren Schul- und Uni-Streiks gegen das Ansinnen zunehmender "Verschulung" akademischer Studiengänge organisierten, aber keine Chance hatten gegen die etablierten, politische Bildung wie der Teufel das Weihwasser fürchtenden Politiker hatten.