Freier Eintritt im Elefantencamp

Foto: Mae Sa Elephant Camp
Foto: Mae Sa Elephant Camp

CHIANG MAI: Mit einem neuen Konzept hat das Mae Sa Elephant Camp in der Provinz Chiang Mai den Schritt in die „neue Normalität“ gewagt: Der Eintritt ist frei, im Gegenzug werden aber auch keine Ritte oder Shows mit den Dickhäutern angeboten.

Ältere Tiere wurden zudem von ihren Ketten befreit und dürfen sich fortan frei bewegen. Mit der Neuausrichtung soll der Drahtseilakt vollzogen werden, trotz Massenarbeitslosigkeit in der thailändischen Bevölkerung und Einreisestopp für ausländische Touristen Einnahmen zu generieren, um die extrem hohen Futterkosten für die vom Hungertod bedrohten grauen Riesen zu decken.

„Wir wollen den Elefanten ihre Freiheit zurückgeben, deshalb haben wir damit aufgehört, ältere Elefantenweibchen in Ketten zu legen, die seit Ende 2019 frei herumlaufen dürfen. Diese Gruppe von Elefanten wurde in ein neues Gehege verlegt, das wir so natürlich wie möglich gestaltet haben. Die 31 Elefantenmännchen sind immer noch in Ketten, werden jetzt aber in einem Waldgebiet in der Nähe des Camps gehalten“, erklärte die Camp-Besitzerin Anchalee Kalmapijit der Presse.

Ihr Camp wurde – wie auch alle anderen Tierparks im Land – zur Unterdrückung der Ausbreitung des Coronavirus am 23. März geschlossen. Durch die angeordnete Schließung verlor das Elefantendorf seine Tageseinnahmen in Höhe von 200.000 Baht, wovon bis dahin der Großteil für die Fütterung der 78 Elefanten verwendet wurde. Statt durch Elefantenreiten und -shows sollen Einnahmen durch andere Aktivitäten mit den Tieren sowie durch den Verkauf von Speisen und Souvenirs erwirtschaftet werden. Zudem wird den Mahouts (Elefantenführern) die Möglichkeit geboten, Einnahmen durch den Verkauf lokaler Lebensmittel und Produkte zu erzielen.

Der Besuch im Elefantencamp setzt fortan die Beachtung der Corona-Vorschriften voraus, wie Temperaturkontrolle, Händewaschen mit Desinfektionsgel und Maskenpflicht. Weitere Infos findet man auf Facebook

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Markus Boos 29.06.20 13:22
Wow
Eine sehr gute Entscheidung, die hoffentlich landesweit Schule macht. Ich würde auch einen Eintrittspreis ok finden. Damit Futter für die Tiere Beschafft werden kann. Auf Shows kann ich gut verzichten.