SAMUI: Die Überfahrt auf die beliebten Urlaubsinseln im Golf von Thailand wird teurer. Ab dem 14. März 2026 gelten auf den Routen zwischen Don Sak, Koh Samui und Koh Phangan neue Tarife.
Laut Seatran Ferry sei dieser Schritt unumgänglich, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die weltweit massiv gestiegenen Energie- und Treibstoffpreise hätten die Betriebskosten der Flotte in den vergangenen Wochen deutlich in die Höhe getrieben.
Anpassung der Fahrzeugtarife
Für einen Personenkraftwagen inklusive Fahrer steigt der Preis von bisher rund 580 Baht auf bis zu 700 Baht pro Überfahrt. Auch Fußpassagiere müssen tiefer in die Tasche greifen, wobei die Einzeltickets nun bei etwa 210 Baht liegen, was einer Steigerung von rund 15 Prozent entspricht.
Hintergrund dieser Maßnahmen ist ein massiver Anstieg der Ölpreise am Weltmarkt, der die Logistikunternehmen in ganz Südostasien unter Druck setzt. Die thailändische Einwanderungsbehörde hat zudem die Kontrollen auf Koh Samui intensiviert, wobei der Fokus verstärkt auf der Überprüfung von Visastatus und Arbeitserlaubnissen liegt.
Infrastruktur und Stromversorgung
Um die Stromversorgung während der tourismusstarken Monate von März bis Juni zu sichern, planen die Behörden zudem den Einsatz zusätzlicher Generatoren auf der Insel. Langfristig soll ein 74 Milliarden Baht teures Autobahnprojekt inklusive einer Brücke zum Festland die Erreichbarkeit verbessern, dessen Fertigstellung jedoch erst für das Jahr 2033 prognostiziert wird.
Hintergrund für die Brückenplanung ist die Forderung der lokalen Wirtschaft nach einer wetterunabhängigen Anbindung, da Fährverbindungen bei Monsunstürmen regelmäßig eingestellt werden müssen. Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat in ähnlichen Fällen von Umweltprüfungen bei Großprojekten bereits strenge ökologische Auflagen für solche Bauvorhaben in sensiblen Meeresregionen bestätigt.
Die Tourismusbranche auf Koh Samui beobachtet die Preisentwicklung bei den Treibstoffen und Flugtickets weiterhin genau, um gegebenenfalls mit neuen Reisepaketen auf die veränderte Marktsituation zu reagieren.