Erschreckendes Ausmaß an Armut

An einigen Lebensmittelausgabetagen betrug die Warteschlangenlänge fast zwei Kilometer. Foto: The Thaiger
An einigen Lebensmittelausgabetagen betrug die Warteschlangenlänge fast zwei Kilometer. Foto: The Thaiger


CHIANG MAI: Wie auch in anderen Touristengebieten im Land ist in Chiang Mai die Armut in der Bevölkerung groß, eine der vielen negativen Folgen der Coronavirus-Krise, die unzählige Menschen in der Nord-Metropole um ihren Job gebracht hat.

Um ihnen zu helfen und damit gleichzeitig die wohlwollende Gesinnung gegenüber ihren Mitmenschen zum Ausdruck zu bringen, eine der grundlegenden Traditionen des traditionellen Songkranfestes, das in diesem Jahr landesweit wegen der COVID-19-Gefahr abgesagt wurde, organisierte eine Gruppe von Freiwilligen eine für Chiang Mai beispiellose Hilfsaktion im Herzen der Innenstadt. Eine Woche lang wurden nahe dem Thapae Gate kistenweise gespendete Nahrungsmittel, darunter Reis, Nudeln, Speiseöl, Fischkonserven, Eier und Fertiggerichte sowie Trinkwasser, an die notleidende Bevölkerung verteilt. Zu Spitzenzeiten bildete sich vor dem Ausgabeort der Lebensmittel eine mehr als zwei Kilometer lange Warteschlange entlang des Stadtgrabens, die unmissverständlich aufzeigte, wie viele Einwohner Chiang Mais in Coronazeiten unterhalb des Existenzminimums ihr Leben bestreiten.

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