DFB-Stimme für Ausrichter von WM 2026 offen

Keine Europa-Blockwahl

DFB-Präsident Reinhard Grindel. Foto: epa/Felipe Trueba
DFB-Präsident Reinhard Grindel. Foto: epa/Felipe Trueba

MOSKAU (dpa) - Der Deutsche Fußball-Bund will sich vor seiner Stimmzusage für einen Ausrichter der WM 2026 noch mit den anderen deutschsprachigen Verbänden absprechen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel erklärte nach einem Mitgliedstreffen der Europäischen Fußball-Union, dass die Entscheidung erst am Dienstagabend oder Mittwochmorgen bekanntgegeben werden soll. Der FIFA-Kongress wählt am Mittwoch in Moskau aus den Kandidaturen des Dreierbunds USA, Mexiko und Kanada (United 2026) sowie Außenseiter Marokko den Gastgeber der Weltmeisterschaft in acht Jahren.

Das Bewerberkomitee aus Marokko habe in seiner Präsentation vor den UEFA-Mitgliedern unter anderem die Entwicklungsmöglichkeiten für Afrika betonte. «Die großen Vorteile des United Bid sind, was die Nachhaltigkeitsfrage angeht, dass sie alle Stadien und die Infrastruktur haben», sagte Grindel. Zudem seien die «größeren wirtschaftlichen Perspektiven für die FIFA» aufgezeigt worden. Das Amerika-Trio rechnet mit 14,3 Milliarden Euro Einnahmen - fast doppelt so viel wie Marokko.

Die europäischen Verbände werden nicht per Blockwahl abstimmen, wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sagte. «Die Basis der Demokratie ist, dass jeder so wählen darf wie er sich fühlt.» Beispielsweise hat sich Frankreich bereits für Marokko ausgesprochen.

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