Der Garten in Nong Khai ist wunderbar!

Vieles ist stark gewachsen, anderes dümpelt vor sich hin, Hunde bleiben draußen

Wirkliche Zwergbananen der Sorte Cavendish, also Chiquita, einfach klein. Fotos: hf
Wirkliche Zwergbananen der Sorte Cavendish, also Chiquita, einfach klein. Fotos: hf

Herrlich kühl ist es momentan in Nong Khai, das ist jetzt die beste Zeit des Jahres. Und es gibt glücklicherweise wieder Flüge von U-Tapao nach Udon Thani, Thai Lion Air fliegt die Strecke alle zwei Tage. Hoffentlich bleibt das so, lohnt sich das für die Fluglinie: Mein Flug war jedenfalls halbleer…

Delikate erste Nudelsuppe 2026.
Delikate erste Nudelsuppe 2026.

Nach der großen Renovation des Hauses konnte ich in Nong Khai auch den Garten ziemlich neu anlegen und gestalten. Inzwischen ist ein gutes halbes Jahr vergangen, und das kann in den Tropen eine Ewigkeit sein. Das Haus ist immer noch prächtig, und ich bin nicht wenig stolz auf meine umfassende und gute Arbeit, die nur möglich wurde durch die vielen guten Handwerker vor Ort! Die gingen mir zwar öfters ziemlich auf den Sack, aber insgesamt hat die Sache gut hingehauen. Doch der Garten?

Zwerge? Eher schon: „Scheinzwerge“

Etwa ein Dutzend von Kraft strotzende, veredelte Avocados habe ich vor meiner Abreise in die Schweiz gepflanzt. Davon haben nur wenige überlebt und die Überlebenden sehen schwächlich aus: Eindeutig ein Misserfolg und beileibe nicht der erste mit Avocados, sowohl in Nong Khai als auch Pattaya. Versuche ich es noch einmal? Vielleicht!

Die Sicht zum Teich ist hier frei.
Die Sicht zum Teich ist hier frei.

Rund um die Terrasse habe ich – an exponierten Stellen – schnell wachsende Pflanzen gegen die Morgensonne gepflanzt. Die erfüllen ihren Zweck voll und ganz. Andernorts, etwa an Orten, wo es mir wichtig war, die prachtvolle Sicht auf den Fischteich zu erhalten, waren etwa Cavendish-Zwergbananen meine Wahl: Sie hat voll funktioniert, die Zwergbananen sind ein Blickfang, lassen aber den Blick frei auf den Teich, wo die Seerosen allerdings verschwunden sind, wahrscheinlich von den Fischen vertilgt wurden.

Betrogen worden bin ich von den Händlern, die mir die Zwergpapayas verkauft haben, das waren offenbar „Scheinzwerge“. Sie sind nicht klein geblieben, sondern drei bis vier Meter hoch geworden und tragen zum Teil riesige Früchte, beeinträchtigen aber eben auch meine Aussicht! Kein riesenhaftes Problem! Allerdings, wenn die Früchte gegessen sind, werden sie kurzerhand gefällt.

Lahme Nussbäume aus Südamerika

An diversen Stellen habe ich Pachira aquatica, Nussbäume aus Südamerika mit umwerfenden Blüten, gepflanzt. In Pattaya sind die auf miesen Böden rekordmäßig gewachsen. Anders in Nong Khai, in einem halben Jahr kaum die Spur, kaum ein Hauch von Wachstum! Dabei sollten sie als rasche Schattenspender fungieren, wo Schatten in der heißen Zeit dringend erwünscht wäre…

In diesem Teil des Gartens müssen wir zurückstutzen.
In diesem Teil des Gartens müssen wir zurückstutzen.

Toll verwurzelt, gewachsen und vermehrt hat sich der Goldene Bambus am Fischteich. Nur knapp daneben serbelt der Schwarze Bambus anämisch dahin…

Bananen wachsen an vielen Stellen im Garten fantastisch schnell, an anderen Stellen hingegen kränklich und lahm: Ich kann es nicht wirklich erklären?

Der Neffe in Nong Khai möchte schon lange ein paar Gänse. Gerne würde ich ihm einige schenken, habe aber schon lange zwei Vorbedingungen gehabt: Das Gelände muss hundesicher gemacht werden, was lediglich zwei Tore benötigt. Und er muss einen Gänse-Stall für die Nacht bauen.

Natürlich ging jetzt Jahre lang nichts.

Doch nun sind die zwei simplen, aber effektiven Tore – zu meiner großen Überraschung – plötzlich da…

Das hat aber weniger mit Gänsen zu tun, sondern mit dem Fakt, dass immer wieder Hunde eindrangen und 12 seiner Hähne gekillt haben.

Dass da bald ein Gänse-Stall folgt, glaube ich dann, wenn ich ihn sehe.


Hans Fritschi, Jahrgang 1957, ist ehemaliger Journalist und Buchautor, er lebt seit 1991 in Thailand. Mehrere Monate des Jahres reist er in der Welt herum, den Rest verbringt der Hobbygärtner in Pattaya und Nong Khai. Falls Sie Fragen und Anregungen an unseren Gartenkolumnisten haben, oder seinen Garten mal anschauen möchten, schicken Sie ihm eine E-Mail an oder besuchen Sie die Dicovery Garden Webseite oder Facebook. Für unterhaltsame und interessante Gartengeschichten in Bild und Ton besuchen Sie Hans Fritschis YouTube-Kanal – Teilen, Liken & Abonnieren erwünscht!

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Guenter Scharf 19.01.26 14:17
Nachtrag zu Schwarzem Bambus
Es liegt wohl an zu wenig Kalk. Der hat ja eine alkalische Wirkung, d. h. trägt zur Neutralisation/Entsäuerung des Bodens bei und erhöht den ph-Wert, was wiederum die Eisenaufnahme von Pflanzen erleichtert.
Guenter Scharf 18.01.26 10:44
Schwarzer Bambus anämisch
Der schwarze Bambus bekommt wohl zu wenig Eisen. Der ph-Wert ist schlecht und das hat was mit dem Kalk zu tun.

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