CHIANG MAI: Nach der erfolgreichen Aufnahme des Wat Phra Mahathat Woramahawihan in der Provinz Nakhon Si Thammarat in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes will Thailand nun sieben historische Tempel in der Altstadt von Chiang Mai für den begehrten Status nominieren. Das kündigte Umweltminister Suchart Chomklin an.
Der Minister bezeichnete die Anerkennung des Wat Phra Mahathat Woramahawihan, die am vergangenen Samstag (25. Juli 2026) auf der 48. Sitzung des Welterbekomitees im südkoreanischen Busan beschlossen wurde, als bedeutenden kulturellen Erfolg und als Grund zum nationalen Stolz. Gleichzeitig betonte er, dass die Auszeichnung das Ergebnis jahrelanger Arbeit mehrerer aufeinanderfolgender Regierungen sei und nicht einer einzelnen Regierung zugeschrieben werden könne.
Fünf Regierungen bis zum Welterbe Status
Nach Angaben Sucharts begann das Nominierungsverfahren für den Tempel bereits im Jahr 2019 und erstreckte sich über fünf Regierungen – von der Amtszeit des damaligen Premierministers Prayut Chan-o-cha bis zu den Regierungen von Srettha Thavisin, Paetongtarn Shinawatra sowie der ersten und zweiten Amtszeit des heutigen Premierministers Anutin Charnvirakul.
Für die Bewerbung musste Thailand umfangreiche Unterlagen einreichen. Dazu gehörten unter anderem Fotos sämtlicher rund 32.000 im Tempel aufbewahrten Kulturgüter. Die Geschichte des Wat Phra Mahathat Woramahawihan reicht nach Angaben der Behörden rund 1.500 Jahre zurück.
Nächste Welterbe-Bewerbung startet
Als nächstes soll die Bewerbung für sieben Tempel innerhalb der historischen Altstadt von Chiang Mai eingereicht werden. Das Vorhaben orientiert sich am erfolgreichen UNESCO-Welterbe-Modell der Altstadt von Luang Prabang in Laos und wartet derzeit auf eine Inspektionsmission der UNESCO.
Suchart betonte, dass erfolgreiche Welterbe-Bewerbungen nur mit der Unterstützung der lokalen Bevölkerung, regionaler Entscheidungsträger und staatlicher Behörden möglich seien. Zugleich appellierte er an Kritiker, den Erfolg nicht zu politisieren. Die Anerkennung sei das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen über mehrere Regierungsperioden hinweg und komme dem gesamten Land zugute