Brachte er das ‚Bombenauto‘ auf die Insel Samui?

Video-Foto des mutmaßlichen Fahrers eines Mazdas aus Yala. Er soll mit Komplizen das Auto auf der Raja-Fähre am Morgen des Tattages nach Koh Samui gebracht haben.
Video-Foto des mutmaßlichen Fahrers eines Mazdas aus Yala. Er soll mit Komplizen das Auto auf der Raja-Fähre am Morgen des Tattages nach Koh Samui gebracht haben.

KOH SAMUI: Die Polizei hat bei Auswertungen von Überwachungskameras an der Raja-Fähre dieses Foto eines Mannes herausgefiltert. Er soll den Mazda mit einem Kennzeichen der südlichen Provinz Yala nach Koh Samui gebracht haben.

Der Wagen war – wie mehrfach berichtet – am Freitag, 10. April, um 22.30 Uhr in der Tiefgarage des Einkaufszentrums ‚CentralFestival Samui‘ zur Explosion gebracht worden. Dabei wurden sieben Personen verletzt, es entstand Schaden in Höhe mehrerer Millionen Baht. Vier Tage nach dem Anschlag grenzen die Ermittler ihre Suche auf Mitglieder regierungsfeindlicher Oppositioneller ein, die Hilfskräfte aus Südthailand für den Gewaltakt angeheuert haben sollen.

Vorübergehend festgenommen worden sind drei Sicherheitskräfte des Kaufhauses CentralFestival. Sie waren für die Parkplatzüberwachung zuständig und wurden anhand von Videoaufnahmen und Zeugenaussagen ermittelt. Bei ihrer Befragung hätten die drei widersprüchliche und verdächtige Aussagen gemacht, sagte Generalmajor Somchai Nittayaborwornkul, stellvertretender Polizeichef der Region 8 für vier südliche Provinzen in Thailand.

Bei der Durchsuchung der Unterkünfte der verdächtigten Sicherheitskräfte seien weitere Indizien sichergestellt worden, darunter detaillierte Pläne des ‚CentralFestival Samui‘. Weitere vier Tatverdächtige befänden sich auf der Flucht, seien der Polizei aber mittlerweile namentlich bekannt, so Generalmajor Somchai Nittayaborwornkul. Ein Großteil der insgesamt 123 Überwachungskameras im Bereich des CentralFestival sei mittlerweile ausgewertet worden.

Thailands stellvertretender Verteidigungsminister, General Udomdej Sitabutr, bekräftigte die Position der Landesregierung, wonach es sich bei diesem Bombenattentat „nicht um einen Anschlag südlicher Separatisten gehandelt hat“. Die Art der Ausführung sei nicht identisch mit den Gewalttaten im Süden Thailands, betonte Sitabutr. Es werde aber auch eine mögliche Involvierung lokaler Kräfte im Bereich Koh Samuis und Surat Thanis geprüft.

Foto: Polizei
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