CHIANG MAI: Angesichts anhaltender Waldbrände hat die Provinz Chiang Mai drei weitere Bezirke zu Katastrophengebieten erklärt. Betroffen sind die Bezirke Chom Thong, Hang Dong und Galyani Vadhana mit insgesamt mehreren Tambons, wie der stellvertretende Gouverneur Siwakorn Buapong am Mittwoch (8. April 2026) mitteilte.
Damit erhöht sich die Zahl der als Waldbrand-Katastrophenzonen ausgewiesenen Bezirke auf neun von insgesamt 25. Bereits zuvor waren unter anderem Hot, Samoeng, Chiang Dao, Doi Saket, Mae Taeng und Mae Wang betroffen, wodurch sich die Maßnahmen auf insgesamt 38 Tambons, 324 Dörfer und 27 Gemeinden erstrecken.
Brände halten an und belasten die Luft
Die Brände halten weiter an und verschärfen die Rauch- und Feinstaubbelastung in der Region erheblich. Am Mittwochmorgen registrierten die Behörden 61 sogenannte Hotspots in 13 Bezirken, was auf anhaltende Brandherde trotz laufender Eindämmungsmaßnahmen hindeutet. Mit der Ausrufung weiterer Katastrophengebiete können lokale Verwaltungsorganisationen sowie staatliche Stellen umgehend Haushaltsmittel, Personal und Ausrüstung mobilisieren, um die Feuer zu bekämpfen und betroffene Einwohner zu unterstützen.
Zur Koordinierung der Maßnahmen reisten Verteidigungsminister Lt Gen Adul Boonthamcharoen sowie hochrangige Vertreter am Mittwoch nach Chiang Mai, wo sie auf dem Gelände des Luftwaffenstützpunkts Wing 41 die laufenden Einsätze zur Brandbekämpfung und zur Reduzierung der Luftverschmutzung überprüften.
Flugbetrieb trotz Smog weiter stabil
Trotz der starken Rauchentwicklung blieb der Flugverkehr in der Region weiterhin stabil. Nach Angaben von Surachai Nuprom, Vizepräsident von Aeronautical Radio of Thailand (Aerothai), lagen die durch Feinstaub (PM2.5) verursachten Sichtbehinderungen weiterhin innerhalb sicherer Betriebsgrenzen. Am Flughafen Chiang Mai sank die Sichtweite zeitweise auf 1.200 Meter, während sie im Tagesverlauf durchschnittlich zwischen sechs und sieben Kilometern lag und damit über dem für Landungen mit Instrumentenlandesystem der Kategorie 1 erforderlichen Mindestwert von 800 Metern blieb.