CHIANG MAI: Thailands geschäftsführender Premierminister Phumtham Wechayachai hat den Kampf gegen illegale Drogen zur nationalen Priorität erklärt und zu einer umfassenden Zusammenarbeit aller staatlichen und gesellschaftlichen Akteure aufgerufen.
Am Mittwoch (20. August 2025) stellte er während eines Besuchs auf dem Militärflugplatz Wing 41 in Chiang Mai die Kampagne „No Drugs, No Dealers: Toward Zero Drugs Thailand“ vor und betonte, dass der Drogenmissbrauch eine ernste Bedrohung für Familien und soziale Stabilität darstellt.
Polizei beschlagnahmt Drogen in Rekordhöhe
Im Anschluss informierte Phumtham bei einem Briefing in der Polizeiregion 5 über aktuelle Ermittlungsergebnisse. Laut Pol Maj Gen Thanarat Chumsawat wurden zwischen dem 1. Oktober 2024 und dem 18. August dieses Jahres 222 Millionen Methamphetamin-Pillen, 11,4 Tonnen Crystal Meth, 1,8 Tonnen Ketamin, knapp 200 Kilogramm Heroin und 155 Kilogramm Opium beschlagnahmt. Insgesamt wurden 22.467 Drogendelikte registriert, über 20.000 Verdächtige festgenommen und 984 Haftbefehle vollstreckt.
Beweisverzögerungen erschweren Drogenprozesse
Ein zentrales Problem sei laut Thanarat die Verzögerung bei der Beweisverarbeitung: Bei größeren Fällen mit mehr als einer Million Meth-Pillen müssen die Beweismittel an das Office of the Narcotics Control Board in Bangkok geschickt werden, was die Gerichtsverfahren erheblich verzögern könne.
Phumtham fordert enge Kooperation aller Behörden
Phumtham stellte klar, dass eine wirksame Drogenbekämpfung nur im Schulterschluss aller Behörden möglich sei. Neben Innen- und Verteidigungsministerium seien auch Polizei, Provinzverwaltungen, Bezirkschefs und lokale Freiwillige eingebunden. Gleichzeitig setzt die Regierung verstärkt auf moderne Technologie, darunter fünf neue mobile Röntgenfahrzeuge zur Drogenerkennung, die noch unter der Regierung des ehemaligen Premierministers Srettha Thavisin genehmigt wurden. Weitere Einheiten seien bereits in Planung.
Regierung verstärkt Kontrollen und Prävention
Besonderes Augenmerk legt die Regierung auf die Überwachung von Unterhaltungsstätten sowie auf die Bekämpfung von Netzwerken einflussreicher Hintermänner. Parallel dazu sollen Präventionsmaßnahmen und Rehabilitationsprogramme ausgeweitet werden. Nach Regierungsangaben wurden bislang 16.800 registrierte Drogendealer verhaftet, während etwa 4.000 Verdächtige noch flüchtig sind. Zudem haben sich über 140.000 Betroffene landesweit freiwillig in Therapie begeben.
„Statistiken sind wichtig, aber das Vertrauen der Bevölkerung ist der wahre Maßstab“, betonte Phumtham. „Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass Drogen verschwinden und die Gemeinden sicherer werden, ist das unser größter Erfolg.“
Wer will Drogen verbieten? Ev. diejenigen die profitieren. Die Kosten der Bekaempfung sind doch nicht normal.