BANGKOK: Thailand will im Jahr 2022 die Verwendung von sehr dünnen Einweg-Plastiktüten verbieten, gefolgt von Einweg-Plastikbechern und Plastikhalmen drei Jahre später. Diesen Plan verfolgt die Behörde zur Kontrolle der Umweltverschmutzung. In den nächsten 20 Jahren soll der Einsatz von dickeren Plastiktüten, wie sie beispielsweise in Kaufhäusern Kunden mitgegeben werden, um 70 Prozent reduziert werden. Außerdem sollen Flaschenverschlüsse aus Kunststoff und giftige Chemikalien in Kunststoffen, die in Lebensmittelbehältern verwendet werden, verboten werden. Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen, den zunehmenden Einsatz von Wegwerfkunststoffen einzudämmen und die Ablagerung von Kunststoffabfällen in den Meeren zu reduzieren.
Sie sind auch Teil eines Aktionsplans, der von einem Unterausschuss für die Entsorgung von Kunststoffabfällen vom Ministerium für Naturressourcen und Umwelt für die Jahre 2018 bis 2037 erarbeitet wurde. Laut dem Staatssekretär Wijarn Simachaya hat das Gremium klare Anweisungen gegeben, wie der Plastikverbrauch im Land, insbesondere Einweg-Plastiktüten, reduziert werden kann. "Dieser Plan steht im Einklang mit dem nationalen Strategieplan der Regierung für die kommenden 20 Jahre zur Entsorgung von Plastikmüll. Er steht auch im Einklang mit den für 2030 gesetzten globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung, um eine bessere Umwelt zu schaffen", zitiert die „Bangkok Post“ den Staatssekretär
Nach groben Schätzungen fallen in Thailand 3,2 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr an. Das Land produziert jährlich 4,4 Milliarden Plastikwasserflaschen, von denen 60 Prozent mit Kunststoffkappen verschlossen sind.