Thailand reduziert Einweg-Plastik

Foto: epa/Diego Azubel
Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Thailand will im Jahr 2022 die Verwendung von sehr dünnen Einweg-Plastiktüten verbieten, gefolgt von Einweg-Plastikbechern und Plastikhalmen drei Jahre später. Diesen Plan verfolgt die Behörde zur Kontrolle der Umweltverschmutzung. In den nächsten 20 Jahren soll der Einsatz von dickeren Plastiktüten, wie sie beispielsweise in Kaufhäusern Kunden mitgegeben werden, um 70 Prozent reduziert werden. Außerdem sollen Flaschenverschlüsse aus Kunststoff und giftige Chemikalien in Kunststoffen, die in Lebensmittelbehältern verwendet werden, verboten werden. Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen, den zunehmenden Einsatz von Wegwerfkunststoffen einzudämmen und die Ablagerung von Kunststoffabfällen in den Meeren zu reduzieren.

Sie sind auch Teil eines Aktionsplans, der von einem Unterausschuss für die Entsorgung von Kunststoffabfällen vom Ministerium für Naturressourcen und Umwelt für die Jahre 2018 bis 2037 erarbeitet wurde. Laut dem Staatssekretär Wijarn Simachaya hat das Gremium klare Anweisungen gegeben, wie der Plastikverbrauch im Land, insbesondere Einweg-Plastiktüten, reduziert werden kann. "Dieser Plan steht im Einklang mit dem nationalen Strategieplan der Regierung für die kommenden 20 Jahre zur Entsorgung von Plastikmüll. Er steht auch im Einklang mit den für 2030 gesetzten globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung, um eine bessere Umwelt zu schaffen", zitiert die „Bangkok Post“ den Staatssekretär

Nach groben Schätzungen fallen in Thailand 3,2 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr an. Das Land produziert jährlich 4,4 Milliarden Plastikwasserflaschen, von denen 60 Prozent mit Kunststoffkappen verschlossen sind.

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Dracomir Pires 30.12.18 15:11
Und was ist die Alternative ...
… zu den "sehr dünnen Einweg-Plastiktüten"? Dies würde uns brennend interessieren.
Jürgen Steinhoff 30.12.18 01:17
Das eilt doch nicht
Warum schom im Jahr 2022? 2033 ist doch auch eine schöne Zahl oder darf es auch etwas später sein?
Aber wir können alle etwas sofort tun. In Supermärkten oder 7/11 sage ich grundsätzich laut und deutlich: no plastic, thank you und gebrauche meine mitgebrachten Einkaufstaschen. Wenn der Eiskaffescooter vor unserem Condo hält, nehme ich die gespülten "alten" Becher mit usw. Es gibt genug Möglichkeiten wie wir heute schon Umweltschutz im kleinen anfangen können und ein Vorbild für andere zu sein - auch für Thaier!
Renato Bumann 29.12.18 15:42
2020
Die Umstellung dauert wie immer viel zu lange. Thailand ist jetzt schon eine einzige Müllkippe. Nur schon um die immensen Müllberge abzutragen und zu verbrennen, brauchte es 5 bis 10 Jahre.
Mike Dong 29.12.18 15:41
SNAFU
After all is said and done, more is said than done.
leuebips 29.12.18 15:41
Plastikmüll
Ich halte mich daran und nehme seit langem meine eigenen Tragtaschen mit. So, wie ich es aus Europa gewohnt bin. Ich bin erstaunt, dass sicher noch etwa 98% der Kunden Ihre Waren immer noch in die Gratis-Plastikbeutel einpacken lassen. Warum wird nicht einfach SOFORT so gestartet, dass pro Plastikbeutel THB 1.-- oder 2.--- belastet wird? Es geht wohl nur effizient, wenn es etwas kostet.
Markus Lichtenstein 29.12.18 11:34
Plastikmüll
Dass in Thailand etwas getan wird, ist schon mal lobenswert.
2022 ist noch lange, und dieser Termin schiebt sich bestimmt
auch noch raus.
Wenn ich alleine diese Plastiktüten in dem Supermärkten sehe,
ein Wahnsinn. Da werden nur wenige Artikel in eine grüne
Plastiktüte gesteckt, und schon kommt sie Nächste dran.
Würden da die Verkäuferinen ordentlich packen, könnte man
alleine dort den Müll schlagartig halbieren !!!
Naja, warten wir mal die nächsten Jahre ab, und schauen was sich
verändert.

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