Thailand, eine Liebeserklärung

Ingo (l.) und Jen (r.) vor ihrem Eigenheim in Nakhon Ratchasima. In der Nordostprovinz haben sie ihr Paradies gefunden.
Ingo (l.) und Jen (r.) vor ihrem Eigenheim in Nakhon Ratchasima. In der Nordostprovinz haben sie ihr Paradies gefunden.

Ein Leser beschreibt, was er an seiner neuen Wahlheimat zu schätzen weiß:

Südostasien, der Begriff war in meiner Jugend etwas Mysteriöses, etwas Exotisches und vor allen Dingen, sehr, sehr weit weg. Dennoch, es hatte eine gewisse Anziehungskraft, dieses Wort, wahrscheinlich, weil man sich alles und nichts darunter vorstellen konnte außer, unbekannte Welt und der Frage, ob man so etwas jemals zu sehen bekam.

Nun, Thailand ist zweifelsohne Südostasien und es enspricht in weiten Teilen dem, was ich in der Jugend so geträumt habe. Es hat dieses exotischen Flair, das ich schon vermutet hatte.

Jetzt lebe ich seit über 10 Jahren in Thailand und darf sagen, dass ich es als ein Privileg erachte, in diesem wunderschönen Land leben zu dürfen.

Die Menschen sind immer freundlich, es wird sehr viel gelacht, man ist, egal wohin man kommt, immer hilfsbereit und es findet sich immer ein Weg, sich zu verständigen, obschon die sprachlichen Unterschiede sehr groß sind.

Das Land hat phantastische und traumhafte Strände, tolle Hotels und Resorts, wo man herrlich entspannen kann. Die Straßen sind gut ausgebaut und man kommt schnell überall hin. Egal, ob mit eigenem Auto oder mit einem der Überlandbusse, die jeden Winkel des Landes ansteuern.

Dagegen gibt es im Landesinneren eine herrliche Berglandschaft mit Obstplantagen und zudem wunderbar angelegte Nationalparks. Selbst an den Stauseen gibt es Resorts und fast überall auch an der Staumauer eine kleine Sehenswürdigkeit mit Park, Restaurants und Aussichtsplattformen. Nicht unerwähnt sollten die imposanten Flüsse sein, wie Mekong, Kwai, Chao Praya, die das Land mit großen Wassermassen durchqueren und an deren Ufern sich viele kleine reizvolle Orte niedergelassen haben sowie auch große Städte und die riesige Stadt Bangkok, die Hauptstadt des schönen Landes.

Überhaupt bietet das Land eine Unmenge an Abwechslung, egal ob am Meer oder im Landesinneren. Zwar ist die Sprache nicht einfach und die Schrift noch komplizierter, man findet dennoch einen Weg der Komunikation untereinander, wenn sich Thais und Ausländer, die sie  „Farangs“ nennen, treffen. Es ist ein tolles Leben, das Land, Leute und thailändische Kultur dem Farang zu bieten haben und man kann sich nie satt sehen an den vielen Dingen, die jeden Tag auf einen zukommen, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht.

Seitdem ich in Thailand lebe, kann ich nur schwärmen, wie schön, ruhig und angenehm das Leben ist und welche Lebensvielfalt das Land einem bietet. All diese Naturschönheiten locken auch jedes Jahr viele Touristen an und lassen sie einen mehr oder weniger kurzen oder langen Urlaub hier verbringen. Wer genügend Zeit hat, überwintert auch gerne in Thailand, da das Klima immer schön warm ist und älteren Menschen guttut, statt in der Kälte in Europa zu sitzen.

Thailand, ein Traumland, in dem auch die Farangs glücklich leben können, da die Thais mit ihrer lebensbejahenden Art und Fröhlichkeit jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sobald man zusammensitzt und sich trifft. Es gibt bei den Thais keine Ressentiments gegenüber dem Farang, man wird mit offenen Armen empfangen, und so freuen sich beide Seiten, dass sie wieder etwas Neues, etwas Menschliches und Entgegenkommendes kennenlernen.

Wenn man einige Jahre in Thailand lebt, schnappt man natürlich auch etwas von der Sprache auf. Man gewöhnt sich an viele alltägliche Dinge, hat herausgefunden was man möchte, was Essen und Trinken anbelangt, trotzdem bleibt die Kultur und die thailändische Seele dem Farang ein Rätsel. Nichts davon möchte ich jemals in meinem Leben mehr missen.

Ingo Kerp & Samroeng (Jen) Chalaemklang, Korat,

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Leserkommentare

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Michael Meier 10.07.18 13:28
@ Ingo Kerp
Es freut mich dass du die " Villa Germania " verlassen hast und in Thailand angekommen bist . Im Gegesatz zu den Anderen, hast du da wirklich nicht reingepaßt !
Jürgen Franke 10.07.18 10:56
Herr Frank, jeder Mensch hat
zu den Kommentaren seine eigene Meinung und interpretiert sie entsprechend. Soviel Toleranz sollte vorausgesetzt und nicht als Häme bezeichnet werden. Nicht jedem Farang gelingt es, alle Schwachstellen, wie das Verkehrschaos, Müllprobleme etc. einfach auszublenden, denn sie gehören zur bedauerlichen Realität in Thailand, neben dem Erfreulichen, was das Land auch zu bieten hat. Persönlich habe ich die Realität akzeptiert und genieße trotzdem hier meinen Lebensabend.
Khun Frank 10.07.18 05:07
Herr Gruber,
es ist so einfach: Herr Kerp ist schlicht und ergreifend nur glücklich, über das, was er gefunden hat, und in seinem ganz eigenen Glück geht ihm das Herz über. Wir kennen ihn doch aus vielen Leserbriefen, und er hat sich dabei nicht unbedingt als Naivling offenbart, dem man mit Häme begegnen muß: wer in der Sonne steht, weiß, wann er sich eine Mütze aufsetzen muß. Und wer seine Mütze nicht mehr findet, läuft Gefahr, von der Sonne derart geblendet zu werden, daß ihm seine eigenen Litaneien gar nicht mehr auffallen. Warum sollte ausgerechnet die Sonne nicht über zwei Seiten verfügen? Herr Kerp, ich freue mich mit Ihnen und mit Ihrer Frau und darüber, daß Sie ein Empfinden für den Augenblick haben - alles Gute!
Mike Dong 09.07.18 21:28
@Hr.Gruber / Wetterbericht
Die Strassen sind wirklich gut ausgebaut, wenn sie nicht gerade überflutet oder mit Schlaglöchern verziert sind.
Norbert Kurt Leupi 09.07.18 13:17
Liebeserklärung an Land und Leute...
zu einer Zeit ,wo sich Katastrophe an Katastrophe reiht und es den Menschen eher zum Weinen als zum Lächeln ist ! Hier zeigt sich wieder deutlich die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit ! Mit der " wahren Liebe " (nicht die Money-Love) ,verhält es sich wie mit Geistererscheinungen , alle Welt redet darüber , aber nur wenige haben sie gesehen ! Das zeigen auch die diversen Kommentare über " Sein oder eben Schein " ! (Am deutlichsten hat es wieder Herr L.de Ruiter und Herr Hansruedi Bütler geschafft ,die Realität darzustellen ! Chapeau !)