Thai-Experten helfen im Höhlendrama in Laos

Sieben Goldsucher sitzen fest / Freiwillige Rettungsteams aus Thailand eingetroffen

Thai-Rettungsteams beteiligten sich an der Rettungsmission für sieben laotische Männer, die seit dem 19. Mai 2026 in einer überfluteten Goldminenhöhle in Laos eingeschlossen sind. Foto: epa/Metta Tham Kalasin Rescue
Thai-Rettungsteams beteiligten sich an der Rettungsmission für sieben laotische Männer, die seit dem 19. Mai 2026 in einer überfluteten Goldminenhöhle in Laos eingeschlossen sind. Foto: epa/Metta Tham Kalasin Rescue

VIENTIANE/BANGKOK: Bei einem dramatischen Rettungseinsatz für sieben eingeschlossene Goldsucher in einer überfluteten Höhle in Laos gibt es neue Hoffnung: Die Retter haben sich nach eigenen Angaben bis auf weniger als 20 Meter an den vermuteten Aufenthaltsort der Männer vorgearbeitet. Die Wasserstände in der Höhle seien inzwischen deutlich gesunken, zitierte das Nachrichtenportal «Thai Enquirer» den thailändischen Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong.

Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten – auch wegen der Erfahrung thailändischer Einsatzkräfte bei der international beachteten Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018.

Rettungsteams aus dem Nachbarland waren am Wochenende am Unglücksort in der nördlichen Provinz Xaisomboun eingetroffen. Auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und sein thailändischer Kollege Norrased Palasing, die bereits an der spektakulären Rettung in Tham Luang beteiligt waren, unterstützen die Mission. 

Retter kriechen und tauchen

Derweil arbeiteten sich die Spezialkräfte weiter durch enge und teils komplett überflutete Tunnel vor. Teilweise müssten die Taucher auf dem Bauch oder auf den Knien kriechen und durch schmale Unterwasserpassagen tauchen, sagte Kengkaj.

Ein von Metta Tham Kalasin Rescue veröffentlichtes Foto zeigt eine Thai-Rettungskraft bei einer Mission zur Befreiung von sieben Laoten, die in einer überfluteten Höhle in der laotischen Provinz Xaysomboun eingeschlossen sind. Foto: epa/Metta Tham Kalasin Rescue
Ein von Metta Tham Kalasin Rescue veröffentlichtes Foto zeigt eine Thai-Rettungskraft bei einer Mission zur Befreiung von sieben Laoten, die in einer überfluteten Höhle in der laotischen Provinz Xaysomboun eingeschlossen sind. Foto: epa/Metta Tham Kalasin Rescue

Die sieben Männer sitzen seit mehr als einer Woche in der Höhle im Bezirk Longchaeng fest. Das Gebiet ist durch schroffe Berge und dichten Dschungel geprägt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane. 

Ein von Metta Tham Kalasin Rescue veröffentlichtes Foto zeigt den finnischen Tauchexperten Mikko Paasi (M.), der bei seiner Ankunft zur Unterstützung der Rettungsmission von thailändischen Einsatzkräften begrüßt wird. Foto: epa/Metta Tham Kalasin Rescue
Ein von Metta Tham Kalasin Rescue veröffentlichtes Foto zeigt den finnischen Tauchexperten Mikko Paasi (M.), der bei seiner Ankunft zur Unterstützung der Rettungsmission von thailändischen Einsatzkräften begrüßt wird. Foto: epa/Metta Tham Kalasin Rescue

Insgesamt waren zehn Dorfbewohner in das Höhlensystem vorgedrungen, um dort nach Gold zu graben. Drei konnten entkommen, sieben wurden nach heftigen Regenfällen und einem Erdrutsch eingeschlossen.

Erinnerungen an die Rettungsaktion in Thailand

Die Rettungsaktion erinnert viele an das Drama um die Tham-Luang-Höhle in Nordtthailand vor acht Jahren. Damals waren zwölf Jugendliche und ihr Fußballtrainer nach starken Regenfällen mehr als zwei Wochen lang in der überfluteten Höhle eingeschlossen und wurden in einer weltweit beachteten Rettungsmission von internationalen Höhlentauchern und Spezialkräften befreit.

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