BANGKOK: Das thailändische Department of Disease Control (DDC) hat mitgeteilt, dass es derzeit keine Hinweise darauf gibt, dass die Covid-19-Variante NB.1.8.1 schwerere Krankheitsverläufe verursacht als zuvor zirkulierende Varianten. Dennoch beobachten die Gesundheitsbehörden ihre Ausbreitung weiterhin aufmerksam. Nach Angaben des Department of Medical Sciences ist NB.1.8.1 inzwischen die dominierende Covid-19-Variante in Thailand.
DDC-Generaldirektor Dr. Montien Kanasawat erklärte, dass Überwachungsdaten aus dem Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 23. April 2026 zeigen, dass NB.1.8.1 mit 50,95 Prozent aller nachgewiesenen Fälle die häufigste Variante ist. Dahinter folgen JN.1 mit 24,97 Prozent und XEC mit 9,14 Prozent. Die Variante NB.1.8.1 zirkuliert bereits seit Mitte 2025 in Thailand. Zwar scheint sie leichter übertragbar zu sein und bestehender Immunität besser ausweichen zu können, doch nach aktuellem epidemiologischem und klinischem Kenntnisstand besteht kein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankungen oder Todesfälle.
Covid-Fallzahlen unter Fünfjahresschnitt
Laut dem digitalen Krankheitsüberwachungssystem wurden in Thailand bis zum 2. Juni insgesamt 4.156 Covid-19-Fälle und ein Todesfall registriert. Die meisten Infektionen traten in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen auf, gefolgt von Menschen ab 60 Jahren sowie den 20- bis 29-Jährigen. Die Behörden weisen darauf hin, dass die Fallzahlen in den vergangenen Wochen zwar saisonbedingt gestiegen sind, jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegen.
Keine erhöhte Gefahr durch NB.1.8.1
Die meisten Erkrankten zeigen nach wie vor typische Symptome einer Atemwegsinfektion wie Fieber, Husten, Halsschmerzen und eine laufende Nase. Das DDC empfiehlt daher weiterhin grundlegende Schutzmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, das Tragen einer Maske in Menschenansammlungen oder bei Krankheitssymptomen sowie die Vermeidung engen Kontakts mit besonders gefährdeten Personen, darunter ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Schwangere. Insgesamt sehen die Behörden derzeit keinen Anlass zur besonderen Besorgnis, beobachten die Entwicklung der Variante jedoch weiterhin genau.