BANGKOK: Thailand plant eine Reform des Schulsystems. Künftig sollen die Fächer Thai-Sprache, Geschichte und staatsbürgerliche Bildung stärker betont werden. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler ihre kulturellen Wurzeln besser verstehen und gleichzeitig wichtige Fähigkeiten für die Zukunft entwickeln.
Der Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation, Yodchanan Wongsawat, erklärte, dass der Geschichtsunterricht nicht mehr nur auf Auswendiglernen beruhen soll. Stattdessen sollen die Jugendlichen lernen, historische Ereignisse zu analysieren und die Entwicklung ihres Landes besser zu verstehen. Auch die Rolle der Monarchie als Teil der thailändischen Geschichte soll vermittelt werden.
Staatsbürgerkunde wird ausgebaut
Im Bereich der staatsbürgerlichen Bildung sollen kritisches Denken, Teamarbeit, Führungsqualitäten und ehrenamtliches Engagement gefördert werden. Die Regierung ist überzeugt, dass Menschen, die ihre Geschichte kennen, besser zur Entwicklung ihres Landes beitragen können.
Mehr Gewicht für die Thai-Sprache
Der Bildungsminister Prasert Jantararuangtong betonte außerdem die Bedeutung der thailändischen Sprache. Besonders an internationalen Schulen sollen thailändische Schülerinnen und Schüler ihre Muttersprache stärker nutzen können, ohne dass die internationalen Lehrpläne verändert werden.
Die geplanten Änderungen wurden bereits den Schulen mitgeteilt. In den kommenden Tagen sollen weitere Gespräche über die notwendigen Gesetzesänderungen stattfinden.