Bolt sperrt Fahrer nach Angriff

Japanischer Fahrgast nach Streit in Bangkok attackiert

Der Fahrdienstvermittler Bolt hat den beschuldigten Fahrer nach dem Vorfall in Bangkok dauerhaft von seiner Plattform ausgeschlossen. Foto: Chansom Pantip/Adobe Stock
Der Fahrdienstvermittler Bolt hat den beschuldigten Fahrer nach dem Vorfall in Bangkok dauerhaft von seiner Plattform ausgeschlossen. Foto: Chansom Pantip/Adobe Stock

BANGKOK: Der Fahrdienstvermittler Bolt Thailand hat einen Fahrer, der beschuldigt wird, einen japanischen Fahrgast in Bangkok angegriffen zu haben, dauerhaft von seiner Plattform ausgeschlossen. Das Unternehmen teilte am Mittwoch (3. Juni 2026) mit, dass das Benutzerkonto des Fahrers gesperrt und ein lebenslanges Nutzungsverbot verhängt worden sei.

Zugleich erklärte Bolt, dem betroffenen Fahrgast umfassende Unterstützung zu leisten. Das Unternehmen zeigte sich tief betroffen über den Vorfall, der sich im Sukhumvit-Gebiet ereignet hatte, und betonte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt oder unangemessenem Verhalten von Fahrern auf der Plattform.

Nach Angaben von Bolt wurde der Vorfall untersucht und eng mit den zuständigen Behörden zusammengearbeitet. Die Unterstützung für den Fahrgast werde fortgesetzt.

Fahrer beendet Fahrt vorzeitig

Auslöser des Falls war eine Anzeige eines 52-jährigen japanischen Restaurantbetreibers. Er hatte bei der Polizei angegeben, am 28. Mai 2026 im Asok-Viertel von Bangkok von einem Fahrer eines Fahrdienstvermittlers angegriffen worden zu sein. Hintergrund sei ein Streit über den zuvor vereinbarten Fahrpreis gewesen. Nach Angaben des Japaners habe der Fahrer die Fahrt vorzeitig beendet und erklärt, für den vereinbarten Preis nicht weiterfahren zu wollen. Als der Fahrgast widersprochen habe, sei es zu dem Angriff gekommen.

Der Vorfall wurde am Montag (1. Juni 2026) auf einer bekannten Facebook-Seite veröffentlicht und verbreitete sich innerhalb kurzer Zeit in den sozialen Medien.

Entschuldigung wird abgelehnt

Bolt teilte weiter mit, dass der Fahrer den Wunsch geäußert habe, sich bei dem Fahrgast zu entschuldigen und die Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Die Entscheidung des Betroffenen, ein persönliches Treffen abzulehnen, werde respektiert.

Entgegen früheren Berichten habe der Fahrer sein eigenes Bolt-Konto genutzt und nicht das Benutzerkonto einer anderen Person. Zudem sei er bereit, sich dem laufenden Gerichtsverfahren zu stellen.

Unternehmen verurteilt Vorfall

Das Unternehmen bekräftigte, dass ein solches Verhalten nicht akzeptabel sei und gegen die Sicherheits- und Servicestandards von Bolt verstoße. Die Sicherheit der Fahrgäste habe weiterhin höchste Priorität.

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