Schwere Sommerstürme treffen Chiang Mai

Hunderte Haushalte betroffen, mehrere leichte Verletzungen

Starke Böen deckten Teile eines Wohnhauses im Bezirk Phrao ab und hinterließen erhebliche Schäden an der Dachkonstruktion. Bild: PR Chiangmai
Starke Böen deckten Teile eines Wohnhauses im Bezirk Phrao ab und hinterließen erhebliche Schäden an der Dachkonstruktion. Bild: PR Chiangmai

CHIANG MAI: Mehrere schwere Sommerstürme haben in den vergangenen Tagen in der Provinz Chiang Mai Schäden an Häusern, Infrastruktur und Fahrzeugen verursacht. Nach Angaben lokaler Behörden wurden zahlreiche Gemeinden in den Bezirken Chom Thong, Doi Lo, Phrao und Mae Wang betroffen. Es wurden mehrere leichte Verletzungen gemeldet.

Im Bezirk Chom Thong berichteten lokale Beobachter von zwei aufeinanderfolgenden Sturmereignissen am Freitag- und Samstagabend (20.–21. Februar 2026).

Sturmschäden in vier Tambon gemeldet

Betroffen waren vier Tambon mit insgesamt zehn Dörfern und rund 470 Haushalten, darunter Ban Luang, Khuang Pao, Doi Kaeo sowie Sop Tia. Starke Windböen rissen Dachziegel ab, Bäume stürzten auf Straßen und ein Strommast brach. Aufnahmen aus der Bevölkerung zeigten heftigen Regen und starke Böen, die Zelte sowie Dächer von Geschäften und Wohnhäusern beschädigten. Auch ein Vordach am Chom Thong Hospital wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Nach dem Sturm räumen Anwohner Trümmerteile auf dem Gelände einer Tempelanlage im Bezirk Phrao beiseite, während beschädigte Konstruktionen im Hintergrund liegen. Bild: PR Chiangmai
Nach dem Sturm räumen Anwohner Trümmerteile auf dem Gelände einer Tempelanlage im Bezirk Phrao beiseite, während beschädigte Konstruktionen im Hintergrund liegen. Bild: PR Chiangmai

Ein Video aus dem japanischen Restaurant Tsuneki Izakaya dokumentierte, wie am Freitag gegen 21.00 Uhr starke Windböen die Glasfront des Lokals zerstörten. Während Gäste im Restaurant saßen, wurden Glassplitter und Gegenstände durch den Innenraum geweht, Tische und Stühle verschoben sich. Mehrere Besucher erlitten Schnittverletzungen. Das Restaurant erklärte, dass das Personal ruhig reagiert und die Gäste in Sicherheit gebracht habe.

Schadensaufnahme nach Sturm in Doi Lo

Auch im Bezirk Doi Lo kam es am Samstag zu Schäden. Nach einer Meldung der Tambon-Verwaltungsorganisation wurden rund 20 Haushalte in mehreren Dörfern beschädigt. Vor allem starke Winde hoben Dachteile an, lockerten Ziegel und beschädigten Gebäudeteile. Die lokale Verwaltung verteilte umgehend Dachziegel für erste Reparaturen. Gleichzeitig ordnete der Bezirkschef eine detaillierte Schadensaufnahme und weitere Hilfsmaßnahmen an.

Ein eingestürztes Carportdach begrub im Bezirk Phrao mehrere abgestellte Fahrzeuge unter verbogenen Metallteilen und Trümmern. Bild: PR Chiangmai
Ein eingestürztes Carportdach begrub im Bezirk Phrao mehrere abgestellte Fahrzeuge unter verbogenen Metallteilen und Trümmern. Bild: PR Chiangmai

Im Bezirk Phrao traf ein weiterer Sturm am Samstagabend die Tambon San Sai, Pa Nai und Ban Pong. Neben Wohnhäusern wurde auch der Tempel Wat Ban Tha Makhiang beschädigt. Ein eingestürztes Carportdach beschädigte mehrere dort abgestellte Autos und Motorräder.

Hagelsturm trifft Bezirk Mae Wang

Bereits am Nachmittag desselben Tages hatte ein Sommersturm mit Hagel den Bezirk Mae Wang getroffen. Im Dorf Ban Hua Fai im Tambon Ban Kad fielen Hagelkörner mit einer Größe von etwa ein bis zwei Zentimetern. Die Schäden werden weiterhin erfasst.

Eine Bewohnerin steht vor ihrem Haus im Bezirk Doi Lo, dessen Dach durch den Sommersturm teilweise zerstört wurde. Bild: PR Chiangmai
Eine Bewohnerin steht vor ihrem Haus im Bezirk Doi Lo, dessen Dach durch den Sommersturm teilweise zerstört wurde. Bild: PR Chiangmai

Die Behörden warnen, dass die Provinz Chiang Mai sowie weitere Teile Nordthailands zwischen kommenden Montag und Mittwoch (23.–25. Februar 2026) weiterhin mit Sommerstürmen rechnen müssen. Prognostiziert werden Gewitter, starke Windböen, Blitzschlag und örtlich Hagel, ausgelöst durch eine westliche Tiefdruckrinne über dem Norden und Nordosten, während die Temperaturen landesweit hoch bleiben.

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