Papst betet für Erdbebenopfer in Venezuela
ROM: Papst Leo XIV sendet Trost und Dank Richtung Venezuela: Dort kämpfen nach dem schweren Doppelbeben Helfer weiter gegen die Zeit.
Papst Leo XIV hat sich in die internationale Anteilnahme für die Betroffenen der Erdbebenkatastrophe in Venezuela eingereiht. «Zu Gott für die ewige Ruhe der Verstorbenen betend, erneuere ich meine spirituelle Solidarität mit ihren Familien, den Verletzten, und allen, die von dieser Tragödie erschüttert wurden», hieß es einem Beitrag auf den spanisch- und englischsprachigen X-Kanälen des Pontifex. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach zudem jenen seinen Dank aus, die sich an den Rettungseinsätzen und Hilfeleistungen in dem südamerikanischen Land beteiligten.
Der Norden und das Zentrum Venezuelas waren am frühen Mittwochabend (Ortszeit) von einem schweren Doppelbeben erschüttert worden. Bislang wurden 1.430 Tote gezählt. Es wird befürchtet, dass es Tausende Verschüttete unter den Trümmern eingestürzter Häuser gibt.
Sturm zerstört Haube historischer Windmühle in Niederlanden
VELDHOVEN: Windstöße von 90 km/h lassen die Haube einer Windmühle aus dem Jahr 1858 einstürzen. Zum Glück wird niemand verletzt. Der Besitzer will das Familienerbe retten - wenn die Kosten tragbar sind.
Bei einem schweren nächtlichen Sturm in den Niederlanden ist eine historische Windmühle in Veldhoven teilweise eingestürzt. Die Haube der denkmalgeschützten Mühle aus dem Jahr 1858 stürzte mitsamt der Flügel herunter, wobei Häuser und Autos in der Umgebung beschädigt wurden, berichtete der Sender Omroep Brabant. Menschen kamen nicht zu Schaden. In der Region im Süden des Landes wurden bei dem Unwetter Windstöße von 90 Kilometern pro Stunde gemessen.
«Hier ging es richtig zur Sache. Als ich nach draußen kam und sah, dass die Haube weg war, dachte ich: Wo ist sie denn geblieben? Dann stellte sich heraus, dass sie hinten lag. Die ganze Haube ist weggeweht worden, mitsamt dem Rotorkreuz und allem», sagte der Eigentümer der Mühle, Janus Kerkhofs, am Sonntagmorgen. Er will die Mühle wieder restaurieren.
«Sie wird sicher wieder aufgebaut, zumindest wenn es bezahlbar ist», meinte er. Seit 1912 befindet sich die Mühle in Familienbesitz. Auch Bürgermeister Marcel Delhez, der morgens ungläubig auf die zerstörte Mühle blickte, hofft auf einen Wiederaufbau, wie er dem Sender sagte.
Übersterblichkeit während Hitzewelle
PARIS: Die außergewöhnliche Hitzewelle in Frankreich geht zu Ende. Seit Mittwoch wurden rund 1.000 Todesfälle mehr als üblich registriert. Die Zahlen sind vorläufig, die Bilanz könnte noch steigen.
Während der extremen Hitzewelle in Frankreich sind nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde rund 1.000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt registriert worden. Die seit Mittwoch erhobenen Daten seien vorläufig und noch nicht abschließend ausgewertet, teilte Santé publique France mit. Rund 85 Prozent der registrierten Todesfälle entfielen demnach auf Menschen ab 65 Jahren.
Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in Privathaushalten, der um rund 40 Prozent höher liege als üblich. Dies betreffe insbesondere die Region Île-de-France - also den Großraum Paris.
Die Behörde verwies darauf, dass die Auswertung auf elektronischen Todesbescheinigungen beruhe, die nur einen Teil der landesweiten Sterblichkeit erfassten. Die tatsächlichen Zahlen dürften daher höher liegen. Zudem träten gesundheitliche Folgen extremer Hitze häufig erst zeitverzögert auf.
Nach Tagen außergewöhnlicher Hitze gingen die Temperaturen in weiten Teilen Frankreichs am Sonntag wieder zurück.