Neues aus dem Ausland am Freitag

Foto: Pixabay/12019
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Zwischen Fuchs und Ritter: Auch das ist die britische Wahl

WIGAN: Der britische Humor ist weltberühmt - und hat immer mal wieder offensichtliche Auswirkungen auf die Politik. Bei der bedeutenden Wahl in Makerfield stehen skurrile Figuren auf der Bühne.

Die britische Politik ist durchaus bekannt für schräge Eigenarten - und doch kommt es immer wieder zu Überraschungen. Als Labour-Politiker Andy Burnham in den frühen Morgenstunden zum Sieger der Nachwahl im Bezirk Makerfield erklärt wurde, stand der 56 Jahre alte potenzielle Herausforderer von Premierminister Keir Starmer zwischen zwei Kostümierten: einem Fuchs und einer Art Mülleimerritter.

Die beiden, Robert Pownall im Tierkostüm und der Comedian Jonathan David Harvey als «Count Binface», waren ebenfalls angetreten, um den Sitz im britischen Parlament zu ergattern. Pownall störte sogar kurz die Siegerrede von Burnham, um für Tierschutz zu demonstrieren.

Die beiden Kandidaten hatten bei der Wahl allerdings auch etwas Zuspruch bekommen - der Fuchs erhielt 18 Stimmen, der Mülleimerritter 95. Zum Vergleich: Burnham gewann die Wahl mit 24.927 Stimmen.


Premier Starmer gratuliert Parteirivalen Burnham zu Wahlsieg

LONDON: Andy Burnham gewinnt die Nachwahl im Bezirk Makerfield und dürfte sehr bald Premierminister Starmer herausfordern. Dieser wendet sich indes mit nur wenigen Worten an seinen Rivalen.

Mit erst einmal nur knappen Worten hat der britische Premierminister Keir Starmer seinem innerparteilichen Rivalen Andy Burnham zum Wahlsieg gratuliert. Die Wähler hätten sich für «Hoffnung und Optimismus» und nicht für «Spaltung und Hass» entschieden, schrieb der kriselnde Premier in einem Beitrag auf der Plattform X.

Burnham hat in der Nacht den vakanten Parlamentssitz des Bezirks Makerfield gewonnen. Als «MP» (Member of Parliament) kann er nun den Premierminister in eine Führungswahl zwingen - und mit dem Rückhalt der Regierungspartei Labour ablösen. Starmer steht damit nun massiv unter Druck.

Burnham holte in dem kleinen Wahlkreis, der normalerweise wenig mit der großen Politik in Westminster zu tun hat, 24.927 Stimmen und damit knapp 10.000 Stimmen mehr als der Kandidat der rechtspopulistischen Partei Reform UK, Robert Kenyon (15.696). Sein Sieg könnte der «Wendepunkt» sein, sagte Burnham in seiner Rede am frühen Morgen.

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