Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Blick über den Bosporus auf die Hügel Istanbuls mit der imposanten Çamlıca-Moschee, der Bosporus-Brücke und der riesigen türkischen Flagge. Foto: Unsplash/Oskar Kadaksoo
Blick über den Bosporus auf die Hügel Istanbuls mit der imposanten Çamlıca-Moschee, der Bosporus-Brücke und der riesigen türkischen Flagge. Foto: Unsplash/Oskar Kadaksoo

Deutsche Bahn: Technischer Tausch löste Betriebsstillstand aus

BERLIN: Tausende Reisende strandeten nachts, weil der digitale Zugfunk der Bahn Probleme bereitet hat. Nun nennt der Konzern eine konkrete Ursache, lässt Details aber offen.

Ursache für den deutschlandweiten Ausfall im Schienenverkehr in der Nacht war aus Sicht der Deutschen Bahn der planmäßige Tausch einer technischen Komponente beim Zugfunksystem GSM-R.

«Wie es dadurch genau zu der Störung kam, analysieren wir nun mit höchster Priorität», teilte der Chef der für die Infrastruktur zuständigen DB InfraGo, Philipp Nagl, mit. Weitere Details, etwa zur Art der technischen Komponente, wurden zunächst nicht bekannt.

«Wir entschuldigen uns in aller Form bei unseren Kundinnen und Kunden für die Einschränkungen», betonte Nagl.

Die landesweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R hatte bei der Bahn am späten Dienstagabend zu rund zwei Stunden Stillstand geführt. Es waren etliche Reisende betroffen. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. Danach lief der Verkehr am frühen Morgen nach Angaben der Bahn Schritt für Schritt wieder an.


Hitze : Tausende Haushalte ohne Strom

QUIMPER: Die Hitzewelle in Frankreich setzt sich fort und lässt die Menschen nicht nur schwitzen. In der Bretagne sind etliche Haushalte nach einer hitzebedingten Panne an einem Transformator ohne Strom da.

Während die Hitze weiter über Frankreich brütet, sind Zehntausende Haushalte im Nordwesten des Landes vom Strom abgeschnitten. 68.000 Haushalte seien betroffen, teilte die bretonische Präfektur Finistère mit Sitz in Quimper mit. Grund ist demnach ein Vorfall an einem Transformator am Dienstag, der mit den hohen Temperaturen in Verbindung steht. Frühestens am Abend könnten die Haushalte wieder ans Netz angeschlossen werden.

Für insgesamt 58 französische Départements gilt aktuell die höchste Hitze-Warnstufe Rot, darunter auch Finistère. Der französische Wetterdienst Météo France spricht von einer ungewohnt intensiven Hitzewelle. Temperaturrekorde könnten im Tagesverlauf gebrochen werden. Bereits um 05.00 Uhr morgens kratzte das westfranzösische La Rochelle fast an der 30-Grad-Marke. In Bordeaux zeigte das Thermometer 27 Grad Celsius und in Paris 26 Grad Celsius.


Waldbrand in Utah breitet sich aus

SALT LAKE CITY: Kurz vor Beginn der Feriensaison bedrohen Flammen Häuser und Campingplätze in Utah. Bislang verhindern Trockenheit und Nadelbäume eine schnelle Eindämmung.

Ein Waldbrand im US-Bundesstaat Utah hat sich auf eine Größe von rund 12.500 Hektar ausgeweitet. Eine Eindämmung des seit Montag wütenden «Cottonwood»-Feuers ist laut Informationen der Feuerwehr von Utah nicht gelungen.

Der Brand betrifft eine Fläche von 125 Quadratkilometern - also so groß, dass man darin eine ganze Großstadt unterbringen könnte. Die Behörden haben die Evakuierung von Häusern und Campingplätzen angewiesen und die Autobahn in der bergigen Gegend geschlossen, wie der US-Sender ABC berichtet. Die Gegend nahe der Stadt Beaver ist ein beliebtes Urlaubsziel.

Eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, trockenes Brennmaterial und die derzeit ruhende Vegetation begünstige die Ausbreitung des Feuers in der von leicht entflammbaren Nadelbäumen geprägten Gegend, berichtet der Lokalsender KUTV. In Utah sind derzeit sechs weitere Waldbrände aktiv, die bereits eine Fläche von rund 38.000 Hektar erfasst haben.


Nach Zugfunk-Ausfall: Fehlersuche bei der Deutschen Bahn

BERLIN: Nach dem bundesweiten Zugfunk-Ausfall suchen IT- und Sicherheitsexperten nach der Ursache. Ein Angriff gilt bisher als unwahrscheinlich. Im Fokus steht ein fehlerhaftes Update.

Nach der bundesweiten Störung im Bahnverkehr durch Probleme mit dem digitalen Bahnfunk sind Sicherheits- und IT-Experten auf Fehlersuche. Ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sagte auf Anfrage, das BSI und die Deutsche Bahn stünden seit Dienstagabend in engem Austausch zu dem Vorfall. Nähere Angaben machte er nicht.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass ein fehlerhaftes Software-Update das Problem verursacht hat. Hinweise auf einen Cyberangriff als Ursache wurden nach dpa-Informationen nicht festgestellt. Die Deutsche Bahn habe einen Angriff schon relativ früh für sehr unwahrscheinlich gehalten, hieß es.

Auch nach rbb-Informationen gehen Sicherheitsbehörden nicht von Sabotage aus. Als Ursache werde ein fehlerhaftes Update der Deutschen Bahn vermutet. Von einem solchen Software-Update berichteten Bahnmitarbeitende auch dem SWR. Bei der Bahn hieß es zunächst, die Untersuchung zur Ursache dauere an.

Eine deutschlandweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R hatte bei der Deutschen Bahn (DB) am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder.


Bienenalarm in Texas nach Laster-Unfall

ORANGE COUNTY: Ein umgekippter Lastwagen setzt in einen kleinen Ort in Texas etliche Bienen frei. Einsatzkräfte und Freiwillige versuchen die Tiere zu retten.

Im US-Bundesstaat Texas haben Millionen von Honigbienen für eine Ausnahmesituation gesorgt. Die Insekten waren Transportgut eines Lastwagens, der in der Ortschaft Mauriceville umgekippt war, wie mehrere US-Medien berichteten.

Auf Videos von vor Ort ist zu sehen, wie die Bienen in dichten Schwärme in Bäumen hingen und den Boden bedeckten.

US-Medien zufolge hatte der Laster rund 400 Bienenvölker geladen. Lokale Behörden riefen Anwohner dazu auf, ihre Häuser zunächst nicht zu verlassen und andere, die Gegend zu meiden. Die aufgescheuchten Bienen machten auch vor Journalisten nicht Halt, wie gestochene Reporter berichteten. Welchen Schaden die Bienenvölker durch den Unfall genommen haben, war zunächst nicht klar.

Einsatzkräfte unterstützt von Freiwilligen in Schutzanzügen verluden die Bienen laut Berichten auf andere Lastwagen, um sie dann auf Honigfarmen in der Nähe zu verteilen. Wem die Bienen ursprünglich gehörten, war zunächst nicht klar. Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntag.

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