Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Foto: Pixabay/Marci Marc
Foto: Pixabay/Marci Marc

Starmer sieht Parteirivalen Burnham in britischer Regierung

LONDON: Keir Starmer deutet an, er könne seinem innerparteilichen Rivalen Burnham nach einem Wahlerfolg einen Kabinettsposten anbieten. Ob er damit sein Amt retten kann, gilt als zweifelhaft.

Der britische Premierminister könnte seinem größten innerparteilichen Rivalen, Andy Burnham, im Falle eines Wahlerfolgs einen Posten im Kabinett anbieten. «Ja, ich möchte, dass er eine große Rolle in der Regierung spielt», sagte der Labour-Politiker der Sky-Journalistin Beth Rigby auf die Frage, ob er Burnham einen Posten anbieten würde. Ob er damit im Amt bleiben oder sich zumindest Zeit erkaufen kann, gilt aber als fraglich.

Der populäre Burnham, der derzeit noch Bürgermeister von Manchester ist, wird bereits als potenzieller Nachfolger des glücklosen und unbeliebten Starmers gehandelt. Am Donnerstag findet im Wahlkreis Makerfield eine Nachwahl für einen Sitz im Parlament statt, bei der Burnham für Labour ins Rennen geht. Es gilt als so gut wie sicher, dass Burnham Starmer im Falle eines Wahlerfolgs um den Parteivorsitz herausfordern will - doch dafür braucht er zunächst ein Mandat im Parlament.

Nach dem Wochenende wolle er mit Burnham sprechen, sagte Starmer, das habe er in den vergangenen Wochen ohnehin oft getan. «Er ist eine große Bereicherung, er war ein fantastischer Bürgermeister in Manchester», betonte der ins Straucheln geratene Premier. Burnham sei «eine fantastische Bereicherung für unsere Partei und für unser Land».

Keir Starmer steckt in einer schier aussichtslosen Krise. Seit Monaten steht er parteiintern unter Druck, mehrere Minister kehrten ihm jüngst den Rücken. Zuletzt fuhr die Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen in England, Schottland und Wales eine krachende Niederlage ein und verzeichnete zugunsten der Rechtspopulisten von Reform UK herbe Verluste. Sollte Starmer nicht selbst seinen Rücktritt ankündigen, dürfte es zu einem Sturzversuch in der Fraktion kommen.


Hightech-Kontrollen an Griechenlands Stränden geplant

ATHEN: Drohnen und Satelliten im Einsatz gegen Liegestuhl-Chaos: Wie Griechenland seine Strände schützen will - und welche Strafen bei Regelverstößen drohen.

Griechenland will bei der Kontrolle von Stränden künftig verstärkt auf Drohnen und Satellitenbilder setzen. Dem Parlament in Athen liegt ein Gesetzentwurf vor, der vorsieht, dass Verstöße wie das illegale Aufstellen von Liegen und Sonnenschirmen auch anhand von Bildmaterial aus der Ferne festgestellt werden können, berichtet die Zeitung «To Proto Thema».

Grundsätzlich gibt es in Griechenland keine Privatstrände - die Bürger haben zu allen Stränden Zugang. Auch darf laut einem Gesetz aus dem Jahr 2024 maximal ein Drittel eines Strandes mit Liegestühlen zur kommerziellen Nutzung belegt sein. Angesichts der unzähligen Strände des Landes ist die Kontrolle vor Ort durch die Behörden jedoch kaum möglich, weshalb nun Technik genutzt werden soll.

Bei Verstößen sind teils empfindliche Strafen vorgesehen - etwa hohe Geldbußen. Zudem drohen bei schweren oder wiederholten Verstößen zeitweise Betriebsschließungen sowie der Ausschluss bei der künftigen Vergabe von Strandkonzessionen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.