Bereits mehr als 100 Ebola-Tote im Kongo
KINSHASA/BUNIA: Seit Wochen verbreitet sich im Nordosten des Kongo das hochgefährliche Ebola-Virus. Nun ist die Zahl der bestätigten Todesfälle auf mehr als 100 gestiegen.
In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Todesfälle auf 101 gestiegen. Wie das Informationsministerium des zentralafrikanischen Staates auf der Plattform X mitteilte, waren bis Sonntag insgesamt 550 Krankheitsfälle bestätigt. 309 Menschen befanden sich den Angaben zufolge im Krankenhaus oder in Isolation. 19 Patientinnen und Patienten seien auf dem Weg der Besserung, hieß es.
Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.
Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten. Derzeit liegt die Kontaktverfolgung nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa bei rund 64 Prozent.
In der nordostkongolesischen Region Ituri, wo das Zentrum des derzeitigen Ausbruchs liegt, ist die vorhandene medizinische Infrastruktur schon unter normalen Umständen schwach. Zusätzliche Herausforderung für Helfer ist die Unsicherheit in der Konfliktregion, in der mehrere bewaffnete Gruppen aktiv sind.
Kampfjet-Eskorte für Steinmeier in den Niederlanden
AMSTERDAM: Mit militärischen Ehren und Kampfjet als Eskorte wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Amsterdam empfangen. Grund ist die besondere Form seines Besuchs.
Bei seinem Besuch in den Niederlanden ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schon im Anflug von der niederländischen Luftwaffe begrüßt worden. Zwei F-35-Kampfjets eskortierten den Regierungsflieger des deutschen Staatsoberhaupts und seiner Delegation bei seinem Anflug auf den Flughafen Amsterdam. Steinmeier reist wie bei deutschen Spitzenpolitikern üblich mit einer Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr.
Steinmeier ist das erste deutsche Staatsoberhaupt, das seit neunzehn Jahren zu einem Staatsbesuch in den Niederlanden empfangen wird. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Besuch wird der Gast bei einem Staatsbesuch mit protokollarischen Ehren empfangen, unter anderem mit militärischen Ehren. Für den Montagabend ist ein Staatsbankett mit dem Königspaar Willem-Alexander und Máxima geplant.
Schon vor Steinmeiers Landung feuerte eine Kanone 21 Salutschüsse ab. Die Herkunft dieser Tradition kann laut Bundeswehr nicht genau geklärt werden. Eine Theorie besagt, dass Kriegsschiffe vor einigen Jahrhunderten ständig geladene Kanonen hatten. Diese seien vor dem Einlaufen in den Hafen abgefeuert worden, um die friedliche Gesinnung zu signalisieren.
«La Vanguardia»: Papst-Reise ein voller Erfolg
BARCELONA: Die spanische Zeitung «La Vanguardia» kommentiert am Dienstag die Reise von Papst Leo XIV. nach Spanien:
«Der Papst trifft heute in Barcelona im sicheren Wissen ein, dass seine Reise sowohl beim Publikum als auch bei Kritikern ein voller Erfolg ist. Er erreicht ein großes Publikum und genießt den Respekt von Katholiken ebenso wie von Nichtkatholiken, die seine direkten und mutigen Botschaften in diesen entmenschlichten Zeiten schätzen.
Hört man Leo XIV. zu, hat man nicht den Eindruck, eine Predigt oder einen Tadel von der Kanzel zu hören, sondern vielmehr eine ruhige und subtile Einladung, über diese Gesellschaft nachzudenken, die sich in der Krise befindet - oder, wenn man so will, im ständigen Wandel.
Der Papst bittet uns nicht, uns seiner Sache anzuschließen. Das hat er nicht nötig. Er bittet uns lediglich, Gutes zu tun und fruchtlose Konfrontationen untereinander zu vermeiden.»