Jeder Fünfte kann sich keinen Urlaub leisten
WIESBADEN: Eine Woche Strand oder Berge? Für viele Menschen bleibt das unerreichbar. Eine Bevölkerungsgruppe muss besonders häufig zurückstecken.
Sommerurlaub ist für viele Menschen in Deutschland unbezahlbar: Wie 2024 lebte auch 2025 gut jede fünfte Person (21 Prozent) hierzulande in einem Haushalt, der sich nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise leisten konnte. Insgesamt waren das 17,3 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Besonders häufig fehlt demnach Alleinerziehenden das Geld (39 Prozent).
Anteilig können sich jedoch deutlich mehr Menschen aus Deutschland einen Urlaub leisten als im Durchschnitt aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union: EU-weit lebte nach Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Bevölkerung in Haushalten, die sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten konnten.
Am häufigsten fehlte den Menschen in Rumänien (61 Prozent) das Geld für den Urlaub. Relativ groß war die Gruppe auch in Griechenland (47 Prozent) sowie in Bulgarien und Ungarn (jeweils 39 Prozent). Am seltensten war Geldmangel in Luxemburg (11 Prozent), Schweden (12 Prozent) und den Niederlanden (13 Prozent) ein Hinderungsgrund für eine Woche Urlaub.
Briten brauchen neuen Premierminister: So geht es weiter
LONDON: Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat seinen Rücktritt angekündigt. Ein Nachfolger steht bereit. Noch sind aber viele Details und Formalien offen.
Nach der Rücktrittsankündigung des britischen Premierministers Keir Starmer braucht Großbritannien einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. Zwar steht in dem früheren Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, bereits ein Kandidat bereit - noch sind aber mehrere Details zu klären. So geht es in Westminster weiter:
* Laut Starmer soll die Nominierungsphase für den Vorsitz der Labour-Partei am 9. Juli beginnen und bis zur Sommerpause des Parlamentes am 16. Juli abgeschlossen sein. * Bewerberinnen und Bewerber für die vakante Position des Parteivorsitzes benötigen die Unterstützung von 20 Prozent der Labour-Abgeordneten (81 Parlamentsmitglieder) sowie die Nominierung aus einzelnen Ortsverbänden und angeschlossenen Gewerkschaften, um antreten zu können. * Sollte Burnham der einzige Kandidat bleiben, würde er ohne Urabstimmung der Labour-Mitglieder zum Vorsitzenden erklärt. Formal könnte er von König Charles III. dann auch schnell zum Premierminister ernannt werden - der Nachrichtenagentur PA zufolge bereits am 17. oder 18. Juli. * Sollte es weitere Bewerbungen geben, die die Voraussetzungen erfüllen, gäbe es eine Abstimmung unter den Labour-Mitgliedern. Der gesamte Prozess soll bis zum Ende der Sommerpause am 1. September abgeschlossen sein. * König Charles III. wird in beiden Fällen die neue Parteichefin oder den neuen Parteichef formell mit der Regierungsbildung beauftragen. Wer auch immer es wird - der Monarch nimmt diese Aufgabe nach Rishi Sunak und Starmer zum dritten Mal in seiner Regentschaft wahr. * In die Zeit des Umbruchs fallen wichtige internationale Termine: Beim Nato-Gipfel am 7. Juli wird britischen Medien zufolge noch Starmer als Vertreter Großbritanniens erwartet. Auch das für diesen Mittwoch geplante Treffen in Berlin von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und Italien als Teil der Vorbereitung wird nicht infrage gestellt. Das ursprünglich für den 22. Juli geplante britisch-europäische Gipfeltreffen in Brüssel wurde indes wegen der Lage in London verschoben.