Neues aus dem Ausland am Montag

Herbstlicher Blick durch den Arc de Triomf in Barcelona mit Laubbäumen, Taxis, Rollern und moderner Hochhaus-Silhouette im Hintergrund. Foto: Unsplash/Quick Ps
Herbstlicher Blick durch den Arc de Triomf in Barcelona mit Laubbäumen, Taxis, Rollern und moderner Hochhaus-Silhouette im Hintergrund. Foto: Unsplash/Quick Ps

LGBT-Verbot : lange Haft für drei Menschen

ORENBURG: Die russische Justiz geht hart gegen die queere Community vor. Nun verhängt ein Gericht lange Haftstrafen für Personal einer Bar.

Ein Gericht in der russischen Stadt Orenburg hat drei Mitarbeiter einer Bar wegen Beteiligung an der als extremistisch eingestuften sogenannten LGBT-Bewegung zu langen Haftstrafen verurteilt. Demnach müssen der künstlerische Leiter, die Geschäftsführerin und der Inhaber zwischen zwei Jahren und drei Monaten und bis zu sieben Jahren in eine Strafkolonie, wie russische Medien unter Berufung auf das Gericht meldeten.

Den drei Beschuldigten wurde den Angaben zufolge vorgeworfen, trotz Kenntnis des Verbots der sogenannten internationalen LGBT-Bewegung in Russland Veranstaltungen organisiert zu haben, um die Aktivitäten dieser angeblichen Organisation fortzusetzen. Medienberichten zufolge waren die drei bereits im März 2024 nach einer Razzia in der Bar festgenommen worden. Das Gericht sprach jetzt von dem russlandweit ersten Strafverfahren nach der neuen Gesetzeslage von 2023.

Russland geht massiv gegen die LGBTQI+-Szene vor. Der Oberste Gerichtshof des flächenmäßig größten Landes der Erde hatte 2023 entschieden, «die internationale öffentliche LGBT-Bewegung als extremistische Organisation anzuerkennen und ihre Aktivitäten in Russland zu verbieten». Schon seit 2013 gilt in Russland ein Verbot für die «Propaganda von LGBT». Viele Betroffene haben Russland aus Angst um ihr Leben verlassen.

Die englische Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen - und das Pluszeichen ist ein Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.


Drogendealer nach 22 Jahren in Reisebus erwischt

DÜSSELDORF/PASSAU: Ein Reisebus, zwei Festnahmen: Nach Jahrzehnten auf der Flucht landet ein Dealer im Gefängnis - doch er ist nicht der Einzige, der bei der Kontrolle auffliegt.

Ein zu vier Jahren Haft verurteilter Drogendealer ist nach fast 22 Jahren Fahndung in einem Reisebus an der deutsch-österreichischen Grenze erwischt worden.

Der 67-Jährige sei wegen Drogenverkaufs an Minderjährige 2004 vom Düsseldorfer Landgericht schuldig gesprochen worden und habe sich abgesetzt, teilte die deutsche Bundespolizei mit. 2031 wäre die Strafe verjährt, nun sitzt der Mann hinter Gittern. Bundespolizisten hatten den Bus an der Autobahn A3 im Landkreis Passau kontrolliert.

Bei der Kontrolle hätten die Fahnder im selben Bus einen weiteren Mann festgenommen. Der 22-Jährige sei wegen des Verdachts eines schweren Raubes seit Mai mit einem Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Köln gesucht worden. Außerdem sei der Mann bereits mehrfach wegen Gewalt-, Eigentums- und Sexualdelikten in Erscheinung getreten. Er wurde nach einem Zwischenstopp beim Haftrichter ebenfalls in ein Gefängnis gebracht.


Fünf Tote bei Schüssen in Stade

STADE: Fünf Menschen sterben in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade - mehrere Menschen werden zudem verletzt. Die Polizei nimmt zwei Verdächtige fest, darunter den mutmaßlichen Schützen.

In Stade westlich von Hamburg sind fünf erwachsene Menschen durch Schüsse gestorben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. «Es gibt mehrere Menschen, die zum Teil schwer verletzt wurden», sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Details zu den Opfern, auch den Verletzten, lagen zunächst nicht vor. Zwei Tatverdächtige, darunter der mutmaßliche Schütze, wurden festgenommen.

Zu dem Tötungsdelikt kam es nach Polizeiangaben in einer Jugendhilfeeinrichtung. Dort sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht. Die Hintergründe des Gewaltverbrechens waren zunächst völlig unklar, ebenso der Tatablauf. Zuvor hatten Medien über den Fall berichtet.

«Meidet den Bereich weiträumig!», postete die Polizeidirektion Lüneburg bei X. Auf Bildern waren zahlreiche Einsatzkräfte, Rettungswagen und Polizeiautos zu sehen. Am Straßenrand standen auch Frauen mit Babys in Tragen. Gefahr für die Bevölkerung nach den Schüssen bestand nach Polizeiangaben nicht.

Stade gehört zur Metropolregion Hamburg und ist auch als westliches Tor zum Alten Land bekannt, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands. Die Hansestadt mit rund 50.000 Einwohnern liegt rund 40 Kilometer von Hamburg entfernt.

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