Neue Zuckerregeln für Getränkeketten

Neuer Standard senkt Süße um 50 Prozent zur Vorbeugung von Fettleibigkeit

Neuer Standard für Getränkesüße: In teilnehmenden Caféketten bedeutet „normale Süße“ künftig automatisch 50 Prozent weniger Zucker als bisher. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Neuer Standard für Getränkesüße: In teilnehmenden Caféketten bedeutet „normale Süße“ künftig automatisch 50 Prozent weniger Zucker als bisher. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Das Department of Health hat gemeinsam mit neun großen Getränkeketten einen neuen Standard für die Süße von Getränken eingeführt, um den Zuckerkonsum zu senken und das Risiko von Fettleibigkeit sowie nichtübertragbaren Krankheiten zu reduzieren.

Seit Mittwoch (11. Februar 2026) bedeutet die Bestellung mit „normaler Süße“ automatisch eine um 50 Prozent reduzierte Zuckermenge im Vergleich zur bisherigen Rezeptur. Zu den teilnehmenden Marken zählen unter anderem Café Amazon, Inthanin, All Café, Black Canyon, Punthai und Chao Doi.

Weniger Zucker durch neue Standardwerte

Nach den neuen Vorgaben enthält ein 16-Unzen-Kaffee statt bislang rund 7,3 Teelöffeln Zucker künftig etwa 3,7 Teelöffel. Bei Eistee oder Milchtee sinkt der Wert von etwa 6,6 auf 3,3 Teelöffel. Die Maßnahme basiert auf Ansätzen der Verhaltensökonomie, bei denen die voreingestellte Zuckermenge bewusst an gesundheitlichen Empfehlungen ausgerichtet wird.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, die tägliche Zuckeraufnahme auf maximal sechs Teelöffel zu begrenzen. Nach Angaben der Behörden sollen Tee- und Kaffeegetränke durch die Anpassung künftig häufiger innerhalb dieser empfohlenen Grenzen liegen.

Positive Effekte durch reduzierte Süße

Gesundheitsexperten verweisen zudem auf mögliche positive Effekte wie eine bessere Hautgesundheit, geringere Anzeichen vorzeitiger Alterung, verbesserte Konzentration, weniger Müdigkeit sowie ein reduziertes Risiko für Fettleber und Diabetes. Eine geringere Zuckeraufnahme könne zudem den Geschmackssinn langfristig verändern und natürliche Aromen stärker hervorheben.

Vertreter der Branche erklärten, dass sich die Vorlieben vieler Konsumenten bereits in Richtung weniger süßer oder zuckerfreier Getränke entwickelten. Das Department of Health betonte, die Initiative solle nicht nur das Risiko nichtübertragbarer Krankheiten verringern, sondern auch langfristiges Wohlbefinden fördern und Thailand als Vorreiter innovativer Gesundheitsmaßnahmen positionieren.

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michael cremer 18.02.26 09:42
Versteckter Süßstoff
Seit einigen Jahren sind in fast allen Limonaden Süßstoffe, und wird mit Less sugar beworben. Warum das weltweit so gehandhabt wird, ist hier die Frage. Selbst EST in thailand ,hat sich dem angepasst. Nun machen es alle Kaffee ketten ebenso. Die angebliche Rezeptur, hat nicht weniger süße, sondern wird zur Hälfte mit Süßstoff ersetzt. Langsam aber stetig werden unsere Nahrungsmittel immer giftiger, und die USA, ist der größte Antreiber. Und nicht eine Regierung weltweit, erhebt sich dagegen. Obwohl man sehr gut weiss, wie gefährlich Süßstoffe sind.
Chris Jomtien 12.02.26 17:09
Umrechnung
Weiß jemand warum diese Maßangaben in US-amerikanischen Einheiten verschwurbelt sind?
In Thailand gilt, wie fast überall auf der Welt das metrische System (Gramm, Liter, Meter, ...). Daher wundert es mich warum hier die Zuckermengen in Teelöffel pro Unze angegeben sind.
Den Eistee habe ich (gerundet) umgerechnet: Vorher 60 Gramm pro Liter, in Zukunft 30 Gramm Zucker pro Liter Tee. Dem Haftungsausschluss halber: Meine Berechnung ist ohne Gewähr auf Richtigkeit.

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