BANGKOK: Das Department of Health hat gemeinsam mit neun großen Getränkeketten einen neuen Standard für die Süße von Getränken eingeführt, um den Zuckerkonsum zu senken und das Risiko von Fettleibigkeit sowie nichtübertragbaren Krankheiten zu reduzieren.
Seit Mittwoch (11. Februar 2026) bedeutet die Bestellung mit „normaler Süße“ automatisch eine um 50 Prozent reduzierte Zuckermenge im Vergleich zur bisherigen Rezeptur. Zu den teilnehmenden Marken zählen unter anderem Café Amazon, Inthanin, All Café, Black Canyon, Punthai und Chao Doi.
Weniger Zucker durch neue Standardwerte
Nach den neuen Vorgaben enthält ein 16-Unzen-Kaffee statt bislang rund 7,3 Teelöffeln Zucker künftig etwa 3,7 Teelöffel. Bei Eistee oder Milchtee sinkt der Wert von etwa 6,6 auf 3,3 Teelöffel. Die Maßnahme basiert auf Ansätzen der Verhaltensökonomie, bei denen die voreingestellte Zuckermenge bewusst an gesundheitlichen Empfehlungen ausgerichtet wird.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, die tägliche Zuckeraufnahme auf maximal sechs Teelöffel zu begrenzen. Nach Angaben der Behörden sollen Tee- und Kaffeegetränke durch die Anpassung künftig häufiger innerhalb dieser empfohlenen Grenzen liegen.
Positive Effekte durch reduzierte Süße
Gesundheitsexperten verweisen zudem auf mögliche positive Effekte wie eine bessere Hautgesundheit, geringere Anzeichen vorzeitiger Alterung, verbesserte Konzentration, weniger Müdigkeit sowie ein reduziertes Risiko für Fettleber und Diabetes. Eine geringere Zuckeraufnahme könne zudem den Geschmackssinn langfristig verändern und natürliche Aromen stärker hervorheben.
Vertreter der Branche erklärten, dass sich die Vorlieben vieler Konsumenten bereits in Richtung weniger süßer oder zuckerfreier Getränke entwickelten. Das Department of Health betonte, die Initiative solle nicht nur das Risiko nichtübertragbarer Krankheiten verringern, sondern auch langfristiges Wohlbefinden fördern und Thailand als Vorreiter innovativer Gesundheitsmaßnahmen positionieren.