Nachrichten aus der Sportwelt am Samstag

Foto: epa/Zoltan Balogh
Foto: epa/Zoltan Balogh

Beachvolleyball-EM: Damen-Duo Behrens/Tillmann steht im Finale

JURMALA: Kim Behrens und Cinja Tillmann haben bei der Beachvolleyball-EM in Lettland das Finale erreicht. Das Duo aus Münster setzte sich am Samstag in Jurmala in der Vorschlussrunde mit 2:0 (21:19, 21:17) gegen Nadeschda Makrogusowa und Swetlana Cholomina aus Russland durch. Das einzige im Wettbewerb verbliebene deutsche Damen-Team überzeugte im eigens am Ostseestrand errichteten Stadion durch ein starkes Spiel. Im Endspiel treffen Behrens und Tillmann nun entweder auf die Tschechinnen Barbora Hermannova und Marketa Slukova oder Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré aus der Schweiz. Für die anderen deutschen Damen-Duos war die EM im Viertelfinale beendet.


Neues Technik-Reglement soll DTM-Zukunft retten

BERLIN: Das Deutsche Tourenwagen Masters will mit einer grundlegenden Reform seine Zukunft sichern. Nach dem bereits angekündigten Ausstieg von Audi wird auch BMW sein Werks-Engagement in der Rennserie zum Saisonende beenden, ein verändertes technisches Reglement auf der Basis der GT3-Sportwagen soll aber den Fortbestand der DTM mit privaten Teams sichern. Dies sei eine «perfekte Lösung», sagte DTM-Chef Gerhard Berger am Samstag. Der frühere Formel-1-Pilot aus Österreich werde nach dem Ausscheiden der beiden Autobauer aus der Betreibergesellschaft ITR die alleinige wirtschaftliche Verantwortung für die Rennserie übernehmen.


Werth geschlagen: Von Bredow-Werndl siegt bei Dressur-DM

BALVE: Jessica von Bredow-Werndl hat bei den deutschen Dressur-Meisterschaften erstmals eine Gold-Medaille gewonnen. Die 34 Jahre alte Reiterin aus Tuntenhausen holte sich am Samstag in Balve den Titel im Grand Prix Special mit ihrer Stute Dalera. Für den Siegritt erhielt sie 83,549 Prozent. Einen weiteren Titel kann von Bredow-Werndl am Sonntag in der Kür gewinnen. Auf Platz zwei kam Isabell Werth. Die Rekordreiterin musste sich nach ihrem Ritt mit Weihegold, für den sie 82,569 Prozent erhielt, geschlagen geben. Dritte wurde Dorothee Schneider (51) aus Framersheim mit Faustus (78,706).


Koepfer scheitert im Viertelfinale in Rom an Djokovic

ROM: Tennisprofi Dominik Koepfer ist beim ATP-Turnier in Rom nach einer starken Leistung gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic ausgeschieden. Der 26 Jahre alte Davis-Cup-Profi aus Donaueschingen unterlag dem Serben am Samstag 3:6, 6:4, 3:6. Koepfer hatte sich bei dem Sandplatzturnier als Qualifikant überraschend als einziger deutscher Profi bis ins Viertelfinale gekämpft und dabei auch den an Nummer fünf gesetzten Franzosen Gael Monfils besiegt.


DFB-Elf übernimmt mit 3:0 gegen Irland Spitze der EM-Qualifikation

ESSEN: Die deutschen Fußballerinnen haben auch ihr fünftes EM-Qualifikationsspiel gewonnen und Kurs auf die Europameisterschaft 2022 in England genommen. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg besiegte am Samstag in Essen Irland mit 3:0 (3:0) und setzte sich mit nun 15 Punkten an die Spitze der EM-Qualifikationsgruppe I. Die ehemaligen Essenerinnen Marina Hegering (8. Minute) und Lea Schüller (41.) sowie Dzsenifer Marozsan (39.) mit dem zwischenzeitlichen 2:0 stellten den nie gefährdeten Erfolg sicher. Am Dienstag (16.00 Uhr/ARD) kann die DFB-Auswahl ihre Tabellenführung mit einem Sieg in Montenegro ausbauen.


Pogacar nach Sensation vor Gesamtsieg bei Tour de France

LA PLANCHE DES BELLES FILLES: Der junge Slowene Tadej Pogacar hat völlig überraschend im Bergzeitfahren der 107. Tour de France seinen Landsmann Primoz Roglic noch an der Spitze der Gesamtwertung abgelöst und steht vor dem Gesamtsieg. Der 21-Jährige gewann am Samstag nach einer beeindruckenden Fahrt den Kampf gegen die Uhr über 36,2 Kilometer von Lure nach La Planche des Belles Filles und ließ Roglic 1:56 Minuten hinter sich. Pogacar geht mit einem Vorsprung von gut einer Minute auf die letzte Etappe nach Paris, wo das Gelbe Trikot traditionsgemäß nicht mehr angegriffen wird.


Aufsteiger Stuttgart verliert zum Start - Hertha stark in Bremen

BERLIN: Aufsteiger VfB Stuttgart hat einen Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga erwischt. Bei der Rückkehr der Zuschauer in die Stadien verloren die Schwaben am Samstag mit 2:3 (0:2) gegen den SC Freiburg. Als zweiter Aufsteiger erkämpfte sich Arminia Bielefeld ein 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt. Hertha BSC legte einen starken Auftakt in die Spielzeit hin und setzte sich mit 4:1 (2:0) bei Werder Bremen durch. Der Berliner Stadtrivale 1. FC Union verlor gegen den FC Augsburg mit 1:3 (0:1). Wie bei der 8:0-Gala des FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 waren in Köln keine Zuschauer zugelassen, der 1. FC unterlag gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:3 (1:2).


Frijns gewinnt auch elften DTM-Saisonlauf - Müller nur Fünfter

NÜRBURG: Audi-Pilot Robin Frijns hat sich mit einer starken Vorstellung den Sieg im elften Saisonrennen des Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Nürburgring gesichert. Sechs Tage nach seinem Erfolg an gleicher Stelle setzte sich der 29 Jahre alte Niederländer am Samstag auch auf der kürzeren Sprintstrecke durch und rückte im Gesamtklassement bis auf 13 Punkte an Spitzenreiter Nico Müller (Schweiz/Audi) heran. Zweiter wurde sein von der Pole Position gestarteter Markenkollege René Rast, der Frijns auch mit einer Attacke auf der letzten Runde nicht mehr abfangen konnte.


Udinese verpflichtet Ex-Junioren-Nationalspieler Arslan

UDINE: Der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler Tolgay Arslan wechselt zu Udinese Calcio in die italienische Serie A. Der gebürtige Paderborner unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis Ende Juni 2022, wie der Fußball-Club am Freitagabend mitteilte. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte nach seiner fußballerischen Ausbildung, die er unter anderem bei Borussia Dortmund absolvierte, in der Bundesliga lange für den Hamburger SV gespielt. Zuletzt stand er in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul unter Vertrag. Für die deutsche U21-Nationalmannschaft absolvierte Arslan drei Spiele.


Aus für Golfstars Kaymer und Woods bei US Open - Jäger überrascht

NEW YORK: Für Deutschlands Golfstar Martin Kaymer und Superstar Tiger Woods sind die 120. US Open bereits nach dem zweiten Tag beendet. Kaymer spielte am Freitag (Ortszeit) nur eine 76er-Runde auf dem schwierigen Par-70-Platz des Winged Foot Golf Clubs und scheiterte mit insgesamt 147 Schlägen um einen Schlag am Cut. Der 35-Jährige aus Mettmann hatte die US Open 2014 gewonnen. Seitdem wartet der zweimalige Major-Champion auf einen weiteren Turniersieg. Noch schlimmer erging es dem 15-maligen Major-Sieger Woods. Der 44-jährige Kalifornier benötigte bei der mit 12,5 Millionen US-Dollar dotierten Veranstaltung 77 Schläge für seine zweite Runde und verpasste mit 150 Schlägen deutlich die Qualifikation für die beiden entscheidenden Runden am Wochenende.


Rios Bürgermeister kündigt Rückkehr der Zuschauer ins Maracanã an

RIO DE JANEIRO: Inmitten der Corona-Pandemie will die Stadtverwaltung der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro wieder Fußball-Zuschauer ins berühmte Maracanã-Stadion lassen. «Am 4. Oktober werden wir das erste Spiel der brasilianischen Meisterschaft nach der Pandemie mit Fans haben», sagte Rios Bürgermeister Marcelo Crivella in einer Pressekonferenz am Freitag (Ortszeit). Laut Spielplan findet an dem Tag die Partie zwischen Flamengo Rio de Janeiro und Athletico Paranaense statt. Bürgermeister Crivella zufolge sollen 20.000 Zuschauer, ein Drittel der vollen Auslastung des Maracanã, zugelassen werden. Der Brasilianische Fußballverband (CBF) muss noch zustimmen. Brasilien ist zusammen mit den USA und Indien eines der von Corona am stärksten betroffenen Länder.


Los Angeles Lakers gewinnen ihr erstes Halbfinalspiel in der NBA

ORLANDO: Die Los Angeles Lakers sind mit einem Sieg in das Finale der Western Conference gestartet. Das Basketball-Team um Superstar LeBron James gewann am Freitag (Ortszeit) mit 126:114 gegen die Denver Nuggets. Die Mannschaft, die vier Spiele für sich entscheidet, zieht in das Endspiel der nordamerikanischen Profiliga NBA ein. Dort warten dann die Miami Heat oder die Boston Celtics, bei denen der deutsche Nationalspieler Daniel Theis unter Vertrag steht.


Emilia Romagna erlaubt Zuschauer - 13.000 Fans bei Formel 1 möglich

IMOLA: Beim Formel-1-Rennen im italienischen Imola Anfang November könnten 13.147 Zuschauer dabei sein. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung unterschrieb der Präsident der Emilia Romagna, Stefano Bonaccini, am Freitagabend laut Nachrichtenagentur Ansa. Zuvor hatte Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora bekanntgegeben, dass ab sofort bei Sportveranstaltungen im Freien wieder Zuschauer erlaubt sind. Auch die Serie-A-Partien in der Emilia-Romagna können demnach ab sofort wieder vor bis zu 1000 Zuschauern stattfinden.


Eine Million weniger TV-Zuschauer bei Bundesliga-Eröffnungsspiel

BERLIN: Das Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga am Freitagabend hat deutlich weniger Fernseh-Zuschauer gehabt als der Saisonauftakt im Vorjahr. 6,68 Millionen Menschen sahen den 8:0-Sieg des FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 im ZDF und sorgten nach Angaben des Senders für einen Marktanteil von 24 Prozent. 2019 schauten noch 7,73 Millionen (Marktanteil 29,2 %) das erste Saisonspiel zwischen Bayern und Hertha BSC (2:2). Sinkende Fußball-Quoten gab es nach der Corona-Pause sowohl bei der «Sportschau» der ARD als auch bei den Live-Übertragungen von Spielen der Nationalmannschaft.


DFL: «Im direkten Gespräch» mit Bayern über Funktionäre auf Tribüne

MÜNCHEN: Die Deutsche Fußball Liga thematisiert mit dem FC Bayern das Verhalten der Funktionäre auf der Tribüne beim Bundesliga-Eröffnungsspiel der Münchner gegen den FC Schalke 04. «Die DFL ist hierzu im direkten Gespräch mit dem FC Bayern», teilte ein DFL-Sprecher am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Vertreter beider Clubs saßen beim 8:0-Sieg der Münchner jeweils direkt nebeneinander auf der Tribüne und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Bayern-Vorstand Oliver Kahn berief sich auf offizielle Vorgaben, durch die gedeckt gewesen sei, dass die Funktionäre ohne Maske direkt nebeneinander saßen.


Große zum Eisschnelllauf-Präsidenten gewählt

FRANKFURT: Claudia Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große ist am Samstag mit großer Mehrheit zum Präsidenten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft gewählt worden. Bei der Mitgliederversammlung der DESG in Frankfurt am Main erhielt der 52 Jahre alte Immobilien-Unternehmer aus Berlin 80,45 Prozent der Stimmen. Vor der Wahl hatte Alfons Hörmann als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes für einen Neuanfang im finanziell angeschlagenen Eisschnelllauf-Verband geworben. Die einstmalige DESG-Präsidentin Stefanie Teeuwen war im vergangenen November zurückgetreten.


Nadal mit Verständnis für Zuschauer-Entscheidung bei French Open

PARIS/ROM: Der Tennis-Weltranglistenzweite Rafael Nadal kann die Entscheidung für eine erneute Zuschauer-Reduzierung bei den French Open nachvollziehen. «Ich bin nicht überrascht. Die Situation ist, wie sie ist. Sehr schwierig, unvorhersehbar. Es ist normal, dass sich die Dinge schnell ändern», sagte der 34 Jahre alte Spanier am Freitagabend in Rom. Es sei derzeit nicht vorhersehbar, «wie sich die Pandemie entwickelt. Die Situation kann sich von Tag zu Tag ändern.»

Zuvor hatten die Organisatoren der am 27. September beginnenden French Open bekanntgegeben, dass statt der zuletzt geplanten 11.500 Menschen pro Tag nur noch 5000 Zuschauer auf die Anlage dürfen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hatte in Frankreich zuletzt die 10.000er-Marke überstiegen. Die Weltranglistenzweite Simona Halep findet die Entscheidung ebenfalls richtig. «Es ist noch eine Woche, natürlich wird sich noch etwas ändern. Die Sicherheit ist wirklich das Wichtigste für jeden», sagte die 28 Jahre alte Rumänin in Rom.

In Italien dagegen entschied die Regierung am Freitag, entgegen der ursprünglichen Planung bei dem Sandplatzturnier in Rom während der Halbfinals und Finals am Sonntag und Montag je 1000 Zuschauer zuzulassen. «1000 Zuschauer sind besser als keine Zuschauer. Wir vermissen alle die Fans, es ist Teil unseres Sports, vor ihnen und für sie zu spielen. Ich bin froh, dass das passieren wird», sagte der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Auch Nadal sagte: «Das ist großartig. Wenn es sicher genug ist, ist das fantastisch.»

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