Nachrichten aus der Sportwelt am Mittwoch

Die Eckfahne mit dem Logo des FC Bayern München. Foto: epa/Lukas Barth
Die Eckfahne mit dem Logo des FC Bayern München. Foto: epa/Lukas Barth

FC Bayern München plant wieder Winter-Trainingslager in Katar

MÜNCHEN/DOHA: Der FC Bayern München plant für Anfang Januar wieder ein Winter-Trainingslager in Katar. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann soll sich in Doha auf den zweiten Teil der Bundesliga-Saison vorbereiten, die nach der WM-Pause für die Münchner am 20. Januar mit einem Spiel bei RB Leipzig wieder beginnt. Zuerst hatte die «Sport Bild» darüber berichtet. Der Planungsstand deckt sich mit dpa-Informationen.


Ein Jahr Stadionverbot für Platzsturm oder Pyro in Premier League

LONDON: Nach mehreren Platzstürmen in englischen Fußballstadien haben die Clubs der Premier League sich auf Mindeststrafen für Regelbrecher geeinigt. Zuschauer, die auf das Spielfeld rennen oder Pyrotechnik zünden, werden mindestens ein Jahr aus den Stadien der höchsten Liga ausgeschlossen, wie die Premier League nach einer Sitzung am Mittwoch in London ankündigte. Darauf hätten sich die Vereine geeinigt. Wenn Kinder oder Jugendliche sich daran beteiligten, gelte die Strafe auch für Erwachsene oder Begleitpersonen. Die Regelung tritt sofort in Kraft.


Nach Debatte um Suns-Besitzer: Sarver kündigt Verkauf an

PHOENIX: Eigentümer Robert Sarver hat am Mittwoch den Verkauf der Phoenix Suns und Phoenix Mercury angekündigt. Dieser Schritt erfolgt nur acht Tage, nachdem er von der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA für ein Jahr gesperrt und mit einer Geldstrafe in Höhe von zehn Millionen US-Dollar belegt wurde. Sarver soll über Jahre rassistische und sexistische Kommentare abgegeben sowie Mitarbeiter des Basketball-Teams unprofessionell behandelt haben. Der Verkauf sei «die beste Lösung», obwohl er ursprünglich gehofft hatte, die Kontrolle über die Franchises behalten zu können, erklärte Sarver.


Kiels Handballer kassieren 36:38-Pleite bei RK Celje

KIEL: Der THW Kiel hat den ersten Rückschlag in der Handball-Champions-League hinnehmen müssen. Am zweiten Vorrundenspieltag unterlagen die Norddeutschen am Mittwoch beim slowenischen Meister RK Celje nach einer schwachen Leistung mit 36:38 (14:17). Bester THW-Werfer war Patrick Wiencek mit zehn Treffern. Für Celje war Aleks Vlah ebenfalls zehnmal erfolgreich.


Medien: Dänischer Club FC Kopenhagen an Kohfeldt interessiert

KOPENHAGEN: Der kriselnde dänische Champions-League-Teilnehmer FC Kopenhagen ist Medienberichten zufolge am derzeit vereinslosen Trainer Florian Kohfeldt interessiert. Wie der Sender «Sky» am Mittwochabend berichtete, ist der 39-Jährige in den Fokus des Clubs bei der Suche nach einem Nachfolger für Jess Thorup gerückt. In der heimischen Superliga liegt der Meister derzeit nur auf dem neunten Platz. Zwei Wochen nach der 0:3-Niederlage bei Borussia Dortmund hatte sich Kopenhagen von Thorup getrennt. Seinen Posten übernahm der bisherige Co-Trainer Jacob Neestrup.


Erste Niederlage in Nations League: Ukraine verliert in Schottland

GLASGOW: Die Fußballer der Ukraine haben in der Nations League ihre erste Niederlage erlitten und dadurch die Tabellenführung in der Gruppe 1 der B-Liga eingebüßt. In der Neuauflage des Playoff-Halbfinals zur Weltmeisterschaft in Katar verlor das Team um den ehemaligen Dortmunder Bundesliga-Spieler Andrej Jarmolenko in Schottland mit 0:3 (0:0). John McGuinn (70. Minute) und der eingewechselte Lyndon Dykes (80./87.) mit einem Doppelpack schossen die Schotten im Glasgower Hampden Park zum Sieg und an die Tabellenspitze. Im Playoff-Halbfinale hatte die Ukraine am 1. Juni an gleicher Stelle noch mit 3:1 gewonnen.


Ski-Weltverband plant umfangreiche Reform der Nordischen Kombination

KRANJSKA GORA: Mit einer umfangreichen Reform der Nordischen Kombination will der Ski-Weltverband Fis den olympischen Fortbestand der Sportart sowie die Aufnahme der Frauen in das olympische Programm 2030 ermöglichen. Das gab Lasse Ottesen, Wettkampfdirektor der Kombinierer, am Mittwoch in Kranjska Gora bekannt. Man arbeite daran, die Sportart attraktiver zu machen. Die Ablehnung der Aufnahme der Frauen-Kombination ins Olympia-Programm 2026 durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Mai sei ein Schock gewesen. Zu den Vorschlägen, die das IOC der Fis gemacht hat, gehört für die Spiele 2026 eine Reduzierung der Athletenzahl von 55 auf 36.


U21-Neuling Früchtl liebäugelt weiter mit Rolle als Neuer-Nachfolger

WOLFSBURG/MAGDEBURG: Der langjährige Bayern-Torhüter Christian Früchtl liebäugelt auch nach seinem Wechsel zu Austria Wien immer noch damit, eines Tages auf Manuel Neuer im Münchner Tor zu folgen. «Das will ich immer noch. Aber ich glaube, das will jeder andere auch, dass er bei Bayern München im Tor stehen und auf höchstem Niveau spielen kann», sagte Früchtl am Mittwoch bei einer Presserunde der U21. Für die deutsche U21-Nationalmannschaft stehen am Freitag (18.15 Uhr/ProSiebenMaxx) in Magdeburg gegen Frankreich und am Dienstag (20.45 Uhr/ProSiebenMaxx) in Sheffield gegen England die ersten Aufgaben in der EM-Saison an.


Ex-Weltfußballer Cannavaro neuer Trainer in italienischer Serie B

BENEVENTO: Der frühere Weltmeister und Weltfußballer Fabio Cannavaro tritt seinen ersten Trainerjob in Europa an. Der Italiener übernimmt den heimischen Zweitligisten Benevento Calcio, wie der Verein aus der Region Kampanien am Mittwoch bestätigte. Der 49-Jährige wird beim Serie-B-Team Nachfolger von Fabio Caserta. Der ehemalige Abwehrspieler wurde 2006 mit Italien Weltmeister. Als Cheftrainer war Cannavaro bislang nur in China und Saudi-Arabien aktiv.


Positive Corona-Tests: Neuer und Goretzka verpassen WM-Generalprobe

FRANKFURT/MAIN: Hansi Flick muss bei der WM-Generalprobe der Fußball-Nationalmannschaft auf Kapitän Manuel Neuer und dessen Bayern-Kollegen Leon Goretzka verzichten. Die Münchner Profis wurden am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet, wie der DFB mitteilte. Beide Spieler sind symptomfrei, wurden aber umgehend isoliert und verließen gemeinsam in einem blauen Wagen das Teamhotel in Gravenbruch bei Frankfurt. Neuer und Goretzka fehlen somit in den letzten Gruppenspielen der Nations League am Freitag (20.45 Uhr/ZDF) in Leipzig gegen Ungarn und am Montag (20.45 Uhr/RTL) in London gegen England. Auch der Dortmunder Julian Brandt reiste am Mittwoch ab, allerdings wegen eines grippalen Infekts. Für Neuer wurde der Hoffenheimer Oliver Baumann nachnominiert. Zudem rückt nachträglich auch der Wolfsburger Mittelfeldspieler Maximilian Arnold ins Aufgebot.


OSZE kritisiert neue Regeln für Fußball-Interviews in Spanien

WIEN: Eine führende Beobachterin für Medienfreiheit in Europa hat neue Regeln für Fußball-Übertragungen in Spanien als unzumutbar bezeichnet. Teresa Ribeiro, die als Beauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien tätig ist, kritisierte am Mittwoch, dass unangenehme Journalistenfragen an Spieler und Manager der höchsten Spielklasse LaLiga offenbar nicht mehr erwünscht seien.

Der spanische Fußballverband hatte im Dezember die Übertragungsrechte für die Spiele der ersten Liga für 4,95 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre an Telefónica und DAZN vergeben. Der Vertrag, der ab der aktuellen Saison 2022/23 gilt, enthält Klauseln für Sportjournalisten, die die Spiele übertragen. Darin heißt es, es sollten «Imageschäden für Wettbewerbe, Vereine, Spieler, Trainer und die Öffentlichkeit» vermieden werden. Kritik der spanischen Journalistenverbände wurde von LaLiga-Chef Javier Tebas zurückgewiesen. Laut Tebas sollten unmittelbar nach dem Schlusspfiff nur Fragen zum Match gestellt werden, andere Themen sollten in Pressekonferenzen angesprochen werden.

«Die neuen Klauseln schränken die Medienfreiheit und das Recht auf Information in unzumutbarer Weise ein», sagte Ribeiro in einer Stellungnahme. Es handle sich dabei um einen allgemeinen Trend im Fußball. Sie betonte, dass der Staat die Pflicht habe, die Freiheit der Medien zu schützen.

Schutz von demokratischen Rechten und Konfliktprävention zählen zu den Kernaufgaben der OSZE. Spanien ist Mitglied der Organisation.


Zum Karriereende: Roger Federer bereut nicht wirklich etwas

LONDON: Tennisstar Roger Federer hat zum Karriereende keine wirkliche Reue über getroffene Entscheidungen. «Natürlich bereut man manches ein wenig, aber nie wirklich, weil ich glaube, dass die Dinge einen Sinn hatten», sagte Federer bei einer Pressekonferenz zum Ende seiner Laufbahn in London am Mittwoch.

Er habe von Fehlern und falschen Entscheidungen wahrscheinlich auch profitiert, erklärte der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger. «Ich bin wahrscheinlich auch bekannt dafür, ein paar schwere Niederlagen erlitten zu haben - aber auch dafür, mit ihnen umzugehen und es als Möglichkeit zu begreifen, besser zu werden und daran zu wachsen», sagte der 41-Jährige.

Dankbar sei er dafür, keine «Flashbacks» an schwere Momente zu haben. Wenn er auf seine Karriere zurückblicke, sehe er eher das Glücklichsein, das Gewinnen von Trophäen und Momente des Triumphs.

Er bereue manchmal lediglich, dass er nicht früher in seiner Karriere professioneller gewesen sei, sagte Federer weiter und schränkte sofort ein: «Das hätte sich aber wahrscheinlich auch schwer gerächt, weil ich dann wohl meinen Hunger und mein Feuer sehr viel früher verloren hätte.»


Südafrika plant Bewerbung um die Fußball-WM der Frauen 2027

JOHANNESBURG: Der südafrikanische Fußball-Verband will sich als Veranstalter für die WM der Frauen 2027 bewerben. Der Geschäftsführer des südafrikanischen Fußball-Verbands Safa bestätigte der dpa, dass die Entscheidung bereits bei einer Sitzung des Verbands am Wochenende getroffen wurde.


Radstar van Aert verlängert Vertrag bei Jumbo-Visma-Team bis 2026

WOLLONGONG: Der belgische Radstar Wout van Aert hat seinen Vertrag beim niederländischen Jumbo-Visma-Rennstall vorzeitig um zwei Jahre bis 2026 verlängert. Der 28-Jährige zählt zu den großen Stars im Radsport. Im Sommer gewann er drei Etappen und das Grüne Trikot des Punktbesten bei der Tour de France.


BBC: Pilot des verunglückten Fußballers Sala wusste von Problemen

LONDON: Der Pilot des vor drei Jahren beim Absturz eines Privatflugzeugs ums Leben gekommenen argentinischen Fußball-Profis Emiliano Sala war sich über Mängel an der Maschine bewusst. Das geht aus einem aufgezeichneten Telefonat hervor, das der britische Sender BBC am Mittwoch veröffentlichte. Darin sprach der ebenfalls bei dem Unfall über dem Ärmelkanal gestorbene Pilot David Ibbotson am Tag vor dem Unfall über erhebliche Mängel an dem Flieger.


Handball-Coach Fuhr nicht mehr für deutschen Nachwuchs zuständig

DORTMUND: Der von seinem Verein Borussia Dortmund freigestellte Trainer André Fuhr wird künftig nicht mehr für den Deutschen Handballbund tätig sein. Fuhr habe den DHB darüber informiert, «dass er aufgrund der aktuellen Diskussionen um seine Person nicht für den Aufbau der neuen U19/20-Nationalmannschaft zur Verfügung steht», hieß es am Mittwoch in einer Verbandsmitteilung. Der 51-Jährige war seit 2019 auf Honorarbasis für diese Altersklasse zuständig. Der DHB würde dem Wunsch des Trainers entsprechen. Am Montag hatte der Bundesligist aus Dortmund Konsequenzen aus den Geschehnissen um die Kündigungen zweier Nationalspielerinnen gezogen und Fuhr mit sofortiger Wirkung freigestellt.


Wimbledon-Halbfinalistin Maria beim Turnier in Seoul im Viertelfinale

SEOUL: Wimbledon-Halbfinalistin Tatjana Maria steht beim Tennis-Turnier in Seoul im Viertelfinale. Die 35-Jährige gewann am Mittwoch ihre Achtelfinal-Partie gegen die Australierin Kimberly Birrell klar mit 6:0, 6:3. Im Duell um den Einzug ins Halbfinale bekommt Maria es nun mit der Chinesin Zhu Lin zu tun.


Erster Dämpfer für Zeidler bei Ruder-WM: Rang zwei im Viertelfinale

RACICE: Die deutsche Einer-Hoffnung Oliver Zeidler steuert bei der Ruder-WM weiter auf Finalkurs, musste aber einen ersten Dämpfer hinnehmen. Im Viertelfinale der Titelkämpfe in Racice kam der Weltmeister von 2019 am Mittwoch nicht über Rang zwei hinter dem niederländischen Europameister Melvin Twellaar hinaus.


«Abendblatt»: Hamburger Parteien wollen HSV keine Bürgschaft geben

HAMBURG: Nach den Vorwürfen gegen den aktuellen Vorstand Thomas Wüstefeld und dem Finanzgebaren in den vergangenen Jahren ist der Vertrauensverlust des Hamburger SV offenbar so groß, dass der Fußball-Zweitligist in der drängenden Frage der Stadionsanierung nicht mit einer Bürgschaft der Stadt rechnen darf. Das berichtete das «Hamburger Abendblatt» in seiner Mittwochausgabe.


DFB-Präsident Neuendorf: Können Zulauf bei Mädchen nicht auffangen

DÜSSELDORF: Der Boom im Frauen- und Mädchenfußball stellt den Deutschen Fußball-Bund vor ungeahnte Probleme. «Wir registrieren nach der EM einen Zulauf bei Mädchen und Frauen, aber wir können ihn gar nicht auffangen», sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf am Mittwoch auf dem Sportbusinesskongress SpoBis. «Wir haben einfach zu wenig Plätze und Kapazitäten, um die Flut an Neuanmeldungen zu bedienen», erklärte Neuendorf: «Deshalb haben wir die Situation, dass Kinder und Jugendliche - gerade in Ballungsräumen - abgewiesen werden.» Dann müsse man sich aber «nicht wundern, wenn man irgendwann Probleme in der Spitze bekommt», sagte Neuendorf: «Deshalb ist das Thema Infrastruktur ein großes, dass wir angehen und mit der Politik besprechen müssen.»


Straßenrad-WM: Deutsches Team verpasst Medaille im Mixed-Zeitfahren

WOLLONGONG: Titelverteidiger Deutschland hat bei der Straßenrad-WM im australischen Wollongong im Mixed-Teamzeitfahren eine Medaille knapp verpasst. Miguel Heidemann, Jannik Steimle, Nikias Arndt, Liane Lippert, Mieke Kröger und Romy Kasper belegten am Mittwoch nach 28,2 Kilometern mit einem Rückstand von 45,89 Sekunden auf das siegreiche Schweizer Team den vierten Platz. Silber und Bronze gingen an Italien und Australien.


Emir von Katar betont vor UN: Alle Fans bei Fußball-WM willkommen

NEW YORK: Katars Emir Tamim Bin Hamad Al Thani hat in einer Rede bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen erneut betont, dass alle Fans bei der anstehenden Fußball-WM ohne Diskriminierung willkommen seien. «Die Menschen aus Katar werden Fußball-Fans aus allen Gesellschaftsschichten mit offenen Armen empfangen», sagte er am Dienstag (Ortszeit) in New York. Kurz zuvor hatte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch homosexuelle Fußballfans vor der Reise zur WM in den Golf-Staat gewarnt.


Neuer trägt bei WM in Katar Kapitänsbinde gegen Diskriminierung

FRANKFURT/MAIN: Nationaltorhüter Manuel Neuer wird die deutsche Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar als Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt mit einer speziellen Kapitänsbinde anführen. Diese ziere «ein Herz in bunten Farben, die für Vielfalt stehen, sowie die Aufschrift 'One Love'», wie der DFB am Mittwoch mitteilte. Die Premiere der Kapitänsbinde wird es bei den anstehenden Nations-League-Partien am Freitag in Leipzig gegen Ungarn sowie drei Tage später in England geben. Dann ist Thomas Müller erster Vertreter von Neuer als Spielführer, da der Schlussmann wegen eines positiven Corona-Tests ausfällt.


Roger Federer: Aggressiver auftreten lag mir nicht

LONDON: Roger Federer, der oft auch als «Gentleman des Tennis» bezeichnet wurde, hat über vergebliche Versuche gesprochen, aggressiver auf dem Platz aufzutreten. «Viele Leute haben zu mir gesagt: 'Du musst härter sein und nicht so nett'», erzählte Federer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in London zum Anlass seines Karriereendes. Man habe ihm geraten, «mehr zu schwitzen, mehr zu schreien und aggressiver zu meinem Gegner zu sein».

Er habe es auch versucht, aber es habe sich alles aufgesetzt angefühlt, erklärte der 41-jährige Schweizer. Schließlich habe er beschlossen, einfach weiter nett zu sein. Er habe sich gesagt: «Mal sehen, wie weit ich damit komme, einfach normal zu sein, ich selbst zu sein», sagte Federer weiter. Inzwischen sei er sehr glücklich darüber, so lange authentisch und er selbst geblieben zu sein. Deswegen habe es ihm auch so viel Spaß gemacht, auf der Tour zu sein.

Federer wird am Wochenende beim Laver Cup in London sein letztes offizielles Tennismatch bestreiten. Geplant ist, dass er am Freitagabend im Doppel antritt. In der vergangenen Woche hatte Federer verkündet, dass er danach seine Karriere nach drei Knieoperationen beenden wird. Beim Laver Cup tritt ein Europa-Team gegen eine Auswahl mit Spielern aus dem Rest der Welt an.


Roger Federer: Noch keine Pläne für künftige Rolle im Tennis

LONDON: Roger Federer hat noch keine konkreten Pläne für seine künftige Rolle im Tennis. Das sagte der Gewinner von 20 Grand-Slam-Turnieren bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in London anlässlich seines Karriereendes. Er wolle nun erst einmal viel lesen und im Fernsehen schauen, was über ihn geschrieben und gesagt worden sei. Dazu sei er bisher kaum gekommen, so der 41-jährige Schweizer. Außerdem wolle er Zeit mit seiner Familie verbringen.

Mit der Ankündigung vergangene Woche, trotz des Abschieds als Profi auch weiter im Tennis engagiert zu sein, habe er seinen Fans mitteilen wollen, dass er «kein Geist» sein werde. Aber konkrete Pläne als Trainer oder auf der Managementebene beispielsweise gebe es keine.

Federer wird am Wochenende beim Laver Cup in London sein letztes offizielles Tennismatch bestreiten. Geplant ist, dass er am Freitagabend im Doppel antritt. In der vergangenen Woche hatte Federer verkündet, dass er danach seine Karriere nach drei Knieoperationen beenden wird. Beim Laver Cup tritt ein Europa-Team gegen eine Auswahl mit Spielern aus dem Rest der Welt an.


Federer hofft auf letztes Doppel mit Nadal: «Wäre spezieller Moment»

LONDON: Tennisstar Roger Federer wünscht sich im letzten Match seiner eindrucksvollen Karriere Rafael Nadal an seiner Seite. «Natürlich würde ich gerne mit Rafa spielen», sagte Federer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in London. «Das wäre ein spezieller Moment.» Beim von Freitag bis Sonntag in der britischen Hauptstadt stattfindenden Laver Cup wird der 41 Jahre alte Schweizer zum letzten Mal auf dem Platz stehen. Geplant ist, dass Federer am Freitag ein Doppel bestreitet, ehe er seine Laufbahn wegen Kniebeschwerden beendet.

Federer war im August des Vorjahres zum dritten Mal am rechten Knie operiert worden. Zuletzt stand er beim Viertelfinal-Aus in Wimbledon im Juli 2021 bei einem Match auf dem Tennisplatz. In der vergangenen Woche hatte der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger angekündigt, seine Karriere nach dem Laver Cup zu beenden.

Mit Nadal verbindet Federer eine jahrelange sportliche Rivalität, abseits der Platzes sind die beiden Superstars und ihre Familien aber eng befreundet. «Das ist eine große Botschaft an den Sport», sagte Federer über die besondere Beziehung zu Nadal. Gemeinsam haben die beiden 42 Grand-Slam-Titel gewonnen.


Ski-Weltverband hält Weltcup-Absagen wegen Energiekrise für möglich

KRANJSKA GORA: Die Energiekrise könnte im kommenden Winter zu zahlreichen Ausfällen von Weltcups im nordischen und alpinen Skisport führen. Damit rechnet der Weltverband Fis, wie Generalsekretär Michel Vion am Mittwoch beim Forum Nordicum der internationalen Skisport-Journalisten im slowenischen Kranjska Gora einräumte. Die Fis habe gegenwärtig keinen Plan B. Man wisse um die Problematik in Bezug auf Schneeproduktion und Flutlichtveranstaltungen. Es sei nicht einfach, wenn die Menschen Wasser und Strom sparen müssten, nebenan aber Wettbewerbe vorbereitet und durchgeführt würden. Man sei aber optimistisch, dies händeln zu können.


Ski-Weltverband: WM-Teilnahme von Russland und Belarus vorstellbar

KRANJSKA GORA: Eine Teilnahme von Sportlern aus Russland und Belarus an den Ski-Weltmeisterschaften 2023 ist nicht ausgeschlossen. Das sagte Michel Vion, Generalsekretär des Ski-Weltverbandes Fis, am Mittwoch beim Forum Nordicum der internationalen Skisport-Journalisten in Kranjska Gora in Slowenien.

Man richte sich dabei nach dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Dessen Präsident Thomas Bach denke darüber nach, den wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine derzeit international gesperrten Athleten eine kleine Tür zu öffnen. Der Sport sollte unabhängig von der Politik sein, sagte Vion.

Eine Rückkehr von russischen und belarussischen Sportlern auf die internationale Bühne sei aber noch nicht zum Saisonstart im Oktober zu erwarten. «Vielleicht geht es im Dezember, dann könnten beide Nationen - natürlich ohne nationale Flagge und Hymne - eventuell auch an den Weltmeisterschaften teilnehmen», sagte Vion. Im slowenischen Planica findet im kommenden Jahr die nordische Ski-WM statt, in Courchevel und Méribel in Frankreich die Alpin-WM.


Nach Saisonfehlstart: FC Zürich stellt Trainer Foda frei

ZÜRICH: Der Schweizer Fußball-Meister FC Zürich hat sich nach dem Fehlstart in die Saison von seinem deutschen Trainer Franco Foda getrennt. Das gab der Club am Mittwoch bekannt. Der 56-jährige Foda hatte den Posten erst am 1. Juli als Nachfolger des zur TSG 1899 Hoffenheim gewechselten André Breitenreiter angetreten. Der bis zum 30. Juni 2024 laufende Vertrag wird aufgelöst.

Der FC Zürich belegt nach acht sieglosen Spielen den vorletzten Platz in der nationalen Liga. In der Gruppenphase der Europa League gab es bislang zwei Niederlagen gegen den FC Arsenal (1:2) und Bodö/Glimt aus Norwegen (1:2). Am Sonntag folgte mit dem 2:3 nach Verlängerung das Aus des Schweizer Meisters im Pokal beim Zweitligisten FC Lausanne-Sport. Der FC Zürich will die Nationalmannschaftspause nutzen, um nach einem Nachfolger Fodas zu suchen.


Tennis-Star Federer: Knieverletzung ist «Privatsache»

LONDON: Roger Federer will auch über das Ende seiner Tennis-Karriere am kommenden Wochenende hinaus öffentlich nicht über Art und Schwere seiner Knieverletzung sprechen. Er werde es wahrscheinlich nie tun, sagte der 41-jährige Superstar in einem Interview der Nachrichtenagentur sda. «Das ist Privatsache, manches weiß ich auch selber gar nicht genau», erklärte er.

Im August des Vorjahres war er zum dritten Mal am rechten Knie operiert worden. Zuletzt stand er beim Viertelfinal-Aus in Wimbledon im Juli 2021 bei einem Match auf dem Tennisplatz. Das Viertelfinale sei eigentlich schon unglaublich gewesen, sagte Federer vor seinem letzten Turnier an diesem Wochenende beim Laver Cup in London. «Der letzte Satz gegen (Hubert) Hurkacz, als ich merkte, es geht nicht mehr, aus, fertig, waren vielleicht die schlimmsten Stunden meiner Karriere», gestand der langjährige Weltranglistenerste.

Bis zum diesjährigen Turnier in Wimbledon hatte der Schweizer noch an ein Comeback geglaubt. «Anfang Sommer war ich wieder bereit, athletische Sachen zu machen. Irgendwann wurde es zu viel für das Knie. Ich merkte, uiuiui, es geht zu lang, jetzt wird's schwierig», berichtete der 20-malige Grand-Slam-Sieger. Im Alltag bereite ihm das Knie keine Probleme, da sei alles okay. «Ziel ist es natürlich, dass ich wieder Skifahren und Fußball spielen kann. Das ist ja nicht wie Velo fahren oder schwimmen. Wir werden sehen», meinte Federer.


Sportmarketing-Experte: Sport braucht Vorgaben für Nachhaltigkeit

BERLIN: Sportmarketing-Experte Dirk Klingenberg hält beim Thema Nachhaltigkeit im Sport Vorgaben wie zum Beispiel durch die Deutsche Fußball Liga bei der Lizenzvergabe für unerlässlich. Die DFL habe den ersten Schritt gemacht, indem Lizenzen künftig nur noch vergeben würden, wenn Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit erfüllt werden, sagte der frühere Wasserball-Nationalspieler im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). «Für den gesamten Sport von ganz groß bis ganz klein gilt: Wenn ich Sponsoren, Partner, Veranstaltungen, Wettbewerbe erst bekomme, wenn ich Auflagen aus dem Bereich Nachhaltigkeit erfülle, muss ich mich damit beschäftigen. Dann bekommt es Relevanz», sagte der 53-jährige Unternehmensberater und Kurzzeit-Leistungssportdirektor im Deutschen Schwimm-Verband.

Nach Ansicht der Nachhaltigkeitsexpertin Christina Gossel brauchen Verbände ebenso wie Vereine Hilfe bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen. Für den Sport und gerade Sportvereine gelte: Wenn etwas verpflichtend sein solle, müsse auch Unterstützung und Förderung angeboten werden, sagte sie der «FAZ». «Es gibt verschiedene Förderprogramme auf Bundes- und EU-Ebene, die nachhaltiges Engagement finanziell unterstützen, so auch für Sportvereine, -verbände und Sportstätten», erklärte Gossel.

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