Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Der Dänische Fahrer Mads Pedersen vom Team Trek-Segafredo feiert seinen Sieg. Foto: epa/Javier Lizon
Der Dänische Fahrer Mads Pedersen vom Team Trek-Segafredo feiert seinen Sieg. Foto: epa/Javier Lizon

Radprofi Pedersen mit drittem Vuelta-Tagessieg

TALAVERA DE LA REINA: Der Däne Mads Pedersen hat seinen dritten Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt gefeiert. Damit baute der Ex-Weltmeister vom Team Trek-Segafredo seine Führung in der Punktwertung weiter aus. Nach gut 138 Kilometern rund um Talavera de la Reina war Pedersen im Sprint einer großen Kopfgruppe nicht zu bezwingen. Bester Deutscher auf der 19. Etappe am Freitag war als Sechster Jonas Koch von der Mannschaft Bora-hansgrohe. Der Belgier Remco Evenepoel erreichte mit der ersten Gruppe das Ziel und kam dem Gesamtsieg einen Schritt näher.


Verschuldeter FC Barcelona darf deutlich mehr Geld ausgeben

BARCELONA: Der hoch verschuldete FC Barcelona darf nach dem Verkauf zahlreicher Vermögenswerte in dieser Saison überraschend viel Geld ausgeben. Die spanische Liga hat das Ausgabenlimit der Katalanen für die aktuelle Spielzeit deutlich angehoben, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Demnach wurde Barça erlaubt, 656 Millionen Euro für Spieler und Mitarbeiter einschließlich der Gehälter auszugeben. Das ist ein gewaltiger Sprung, nachdem die Ausgabengrenze des Clubs angesichts massiver Schulden im letzten Winter noch im negativen Bereich gelegen hatte.


Titelverteidiger Salisbury/Ram gewinnen US Open im Doppel

NEW YORK: Die Tennisspieler Joe Salisbury und Rajeev Ram haben ihren Titel im Doppel-Wettbewerb der US Open erfolgreich verteidigt. Der Brite Salisbury und der US-Amerikaner Ram setzten sich im Finale am Freitag gegen Wesley Koolhof (Niederlande)/Neal Skupski (Großbritannien) mit 7:6 (7:4), 7:5 durch. Schon im Vorjahr hatte das Duo Salisbury/Ram beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres im Arthur Ashe Stadium triumphiert.


HSV nach 3:2 in Kiel Tabellenführer - Nürnberg gewinnt

KIEL: Der Hamburger SV hat seine Negativserie gegen Holstein Kiel in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Im neunten Versuch seit dem Abstieg 2018 gelang dem HSV am Freitag mit dem 3:2 (1:0) der erste Sieg gegen den Nord-Nachbarn. Das Team des Ex-Kieler Trainers Tim Walter übernahm bis mindestens Samstag die Tabellenführung. Der 1. FC Nürnberg gewann das Duell der Bundesliga-Rekordaufsteiger gegen Arminia Bielefeld mit 1:0 (0:0). Die Franken verbesserten sich mit dem dritten Saisonsieg erstmal auf den zehnten Tabellenplatz. Die Arminia kassierte unter ihrem neuen Trainer Daniel Scherning die erste Niederlage und ist weiter 15.


Augsburg gewinnt in Bremen und verlässt Relegationsplatz

BREMEN: Der FC Augsburg hat den Abstiegsrelegationsplatz der Fußball-Bundesliga wieder verlassen. Das Team des zuletzt nach drei Niederlagen in Folge in der Kritik stehenden Trainers Enrico Maaßen gewann am Freitagabend mit 1:0 (0:0) bei Werder Bremen und rückte vor den weiteren Partien des Wochenendes auf Platz elf vor. Ermedin Demirovic (63.) traf für Augsburg. In der Nachspielzeit hielt Torwart Rafal Gikiewicz einen Handelfmeter von Marvin Ducksch. Bremen rutschte auf Platz neun ab.


Menschenrechte mehr berücksichtigen: IOC verabschiedet Rahmenplan

LAUSANNE: Das Internationale Olympische Komitee will den Aspekt der Menschenrechte bei Entscheidungen wie Olympia-Vergaben noch stärker einbeziehen. Dazu hat das IOC-Exekutivkomitee am Freitag einen «Strategischen Rahmenplan zu den Menschenrechten» verabschiedet. Dieser Plan solle unter anderem Auswirkungen haben auf Entscheidungen der IOC-Verwaltung zur Gastgeberauswahl, der Durchführung der Spiele sowie Lieferketten.

«Dieser Rahmen wird die Arbeitspraktiken des IOC, der Olympischen Spiele und der Olympischen Bewegung grundlegend beeinflussen und sicherstellen, dass die Menschenrechte in unseren jeweiligen Aufgabenbereichen geachtet werden», sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Die übergreifende Aufgabe der Olympischen Bewegung bestehe darin, dass der Sport zu einer besseren Welt beitrage. «Die Menschenrechte sind in der Tat bereits in der Olympischen Charta verankert. Mit diesem Rahmen werden wir den Menschenrechtsaspekt in der Olympischen Charta weiter stärken», betonte Bach.

Zuletzt war es vor und während der Olympischen Winterspiele im Februar in Peking bei Themen wie den Menschenrechten, der Einschränkung der Meinungsfreiheit sowie der Unterdrückung der muslimischen Minderheit in China, den Uiguren, zu großer Kritik und Diskussionen gekommen.


Leclerc will im Ferrari-Land die Pole holen

MONZA: Charles Leclerc hat große Chancen auf die Pole Position bei der Qualifikation zum Formel-1-Heimrennen seines Ferrari-Rennstalls. Weil unter anderen Weltmeister und WM-Spitzenreiter Max Verstappen im Red Bull und Monza-Rekordsieger Lewis Hamilton im Mercedes in der Startaufstellung strafversetzt werden, ist die Konkurrenz an diesem Samstag (16.00 Uhr/Sky) für den 24 Jahre alten Monegassen eingeschränkt.

Auch Ferrari-Teamkollege Carlos Sainz muss weiter nach hinten, weil in seinem Auto wie in den Wagen der anderen neue Teile eingebaut wurden, die die erlaubte Anzahl pro Saison übertreffen. Im Klassement hat Leclerc, der 2019 das Rennen im Autodromo Nazionale di Monza gewann, allerdings bereits 109 Punkte Rückstand auf Verstappen.

Zum letzten Mal bei einer Qualifikation in Monza wird Sebastian Vettel antreten. 2008 hatte der mittlerweile 35-Jährige an selber Stelle zum ersten Mal eine Pole geholt, 56 weitere folgten insgesamt noch. Nach dieser Saison im Aston Martin wird Vettel seine Karriere beenden, während Landsmann Mick Schumacher weiter auf einen neuen Vertrag hofft. Zuletzt in Zandvoort hatte er in der Qualifikation den achten Platz belegt, ein erneuter Top-Ten-Platz würde seine Verhandlungsposition mit Arbeitgeber Haas weiter stärken.


Davis Cup kostenfrei bei ServusTV und gegen Bezahlung bei DAZN

ISMANING: Die deutschen Spiele beim Davis Cup sind kostenfrei bei ServusTV zu sehen. Der Nischensender zeigt den wichtigsten Wettbewerb für Nationalmannschaften im Herrentennis vom 13. bis 18. September täglich ab 14.00 Uhr. Die Übertragungen können nach Angaben des Senders ohne Zusatzkosten auch im Internet geschaut werden. Zudem hat sich der Streaminganbieter DAZN für den deutschen und österreichischen Markt die Übertragungsrechte gesichert. DAZN werde die Gruppenspiele der deutschen Mannschaft um Topstar Alexander Zverev vom 14. bis 18. September am Hamburger Rothenbaum zeigen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.


Bayerischer Landes-Sportverband: Olympia in Bayern möglich machen

MÜNCHEN: Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) hat sich im Nachgang der European Championships in München für eine bayerische Bewerbung für die Olympischen Spiele stark gemacht. «Die Begeisterung, die von diesem Sport- und Volksfest ausging, gilt es nun zu bewahren und zu nutzen, eine baldige Rückkehr der Olympischen Spiele nach Bayern möglich zu machen», äußerte BLSV-Präsident Jörg Ammon in einer Verbandsmitteilung vom Freitag.

Serienweise sind deutsche Bewerbungen seit 1986 ohne Erfolg geblieben, auch weil die Bürger dagegen waren - etwa beim Bemühen um die Winterspiele für 2022 mit München und um die Sommerspiele für 2024 mit Hamburg. Die European Championships, in deren Rahmen im August Europameisterschaften in neun Sportarten ausgetragen wurden, entfachten die Debatte um eine Bewerbung neu.

«Eine bessere Werbung für unseren Sport mit all seinen Emotionen, seinen packendenden Wettbewerben, seiner tollen Atmosphäre, für Teamgeist und Völkerverständigung kann man sich nicht wünschen», befand Ammon. «Die European Championships 2022 haben bewiesen, dass Sportgroßveranstaltungen nachhaltig organsiert werden».

Letztmals fanden Olympische Spiele in Deutschland 1972 in München statt. Die kommenden Sommerspiele wurden für 2024 an Paris, für 2028 an Los Angeles und für 2032 an das australischen Brisbane statt. Nächste Winter-Gastgeber sind 2026 Mailand und Cortina d'Ampezzo.


Verwunderung im Box-Weltverband nach IOC-Vorwürfen

HAMBURG: Nach den neuerlichen Vorwürfen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegen den Box-Weltverband IBA hat dieser in einem langen Statement seine Enttäuschung und Verwunderung ausgedrückt. Während das IOC der IBA «keine klar ersichtlichen Bemühungen» bei Reformen unterstellte, behauptete der Boxverband am Freitag das Gegenteil.

Beim Verfahren zur Einsetzung von Kampfrichtern, der Urteilsfindung bei Kämpfen sowie bei Transparenz und demokratischen Strukturen spricht die IBA von deutlichen Fortschritten und stützt sich auf internationale Experten wie den als Doping-Ermittler bekannten Richard McLaren und den an der Universität Zürich tätigen deutschen Rechtswissenschaftler Ulrich Haas. Beide haben sich für neue Strukturen in der IBA engagiert. «Die gefühlte Doppelmoral in Bezug auf die gemeinsame Bewertung im Bereich der technischen Offiziellen bleibt äußerst enttäuschend», hielt die IBA dem IOC vor.

Das IOC beklagt vor allem fehlenden Reformwillen im Finanzwesen. Die IBA ist weiterhin vom Geld des russischen Energieriesen Gazprom abhängig und hat keinerlei Alternativen. Vor vier Monaten ist zudem der Russe Umar Kremlew als Verbandspräsident wiedergewählt worden. «Die Organisation hat einen neuen, demokratisch gewählten Vorstand und ist eine völlig neue Einheit. Fairness und Transparenz sind Worte, die im täglichen Arbeitsumfeld der IBA häufig verwendet werden», entgegnete die IBA.

Das IOC hält an seiner Drohung fest, Boxen nicht ins olympische Programm der Spiele 2028 in Los Angeles aufzunehmen. Bei den Spielen in Paris 2024 übernimmt das IOC wie schon für Olympia in Tokio die Qualifikation und die Organisation der olympischen Wettkämpfe. Dabei ist sie allerdings auf technische Offizielle der IBA angewiesen. Der Weltverband ist seit 2019 vom IOC suspendiert und wird von ihm nicht mehr finanziell unterstützt.


Reichlich Strafversetzungen: Auch Verstappen und Hamilton betroffen

MONZA: WM-Spitzenreiter Max Verstappen wird in der Startaufstellung zum Großen Preis von Italien strafversetzt. Im Red-Bull-Rennwagen des 24 Jahre alten Formel-1-Titelverteidigers musste ein Teil der sogenannten Power Unit gewechselt werden. Weil bereits das fünfte neue Element in dieser Saison zum Einsatz kommen wird bei drei erlaubten, muss er fünf Plätze nach hinten, wie die Rennleitung nach dem ersten Freien Training am Freitag präzisierte.

Verstappens Teamkollege Sergio Perez wird 10 Startpositionen nach hinten rücken müssen, Carlos Sainz im Ferrari beim Heimrennen der Scuderia um 15 Plätze, ebenso wie Valtteri Bottas im Alfa Romeo.

Der fünfmalige Monza-Gewinner und siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton wird von ganz hinten loslegen. Da in seinem Mercedes gleich mehrere Teile gewechselt wurden, wird er an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky) vom Ende des Feldes starten. Das gilt auch für den japanischen Alpha-Tauri-Piloten Yuki Tsunoda.


Ferrari wieder vorn: Sainz mit Bestzeit im zweiten Freien Training

MONZA: Auch im zweiten Freien Training zum Großen Preis von Italien hat Ferrari seinen Fans auf den schon gut gefüllten Tribünen Freude gemacht. Carlos Sainz drehte am Freitag auf dem Autodromo Nationale di Monza die schnellste Runde. Der Spanier verwies Formel-1-Weltmeister Max Verstappen auf den zweiten Platz. Dritter wurde in der einstündigen Einheit auf dem knapp sechs Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs Sainz' Teamkollege Charles Leclerc. Der Monza-Sieger von 2019 hatte im ersten Freien Training die Bestzeit aufgestellt.


Auch Verstappen wird beim Monza-Rennstart strafversetzt

MONZA: WM-Spitzenreiter Max Verstappen wird in der Startaufstellung zum Großen Preis von Italien strafversetzt. Im Red-Bull-Rennwagen des 24 Jahre alten Formel-1-Titelverteidigers musste der Motor gewechselt werden. Weil bereits der insgesamt fünfte in dieser Saison zum Einsatz kommen wird, muss er voraussichtlich zehn Plätze nach hinten.

Neben Verstappen, der bisher noch nie in Monza gewinnen konnte, muss unter anderen auch der fünfmalige Monza-Gewinner und siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton nach hinten rücken. Da in seinem Mercedes gleich mehrere Teile gewechselt wurden, wird er an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky) vom Ende des Feldes starten müssen.


Schweigeminute vor Nations-League-Spiel des DFB in England

LONDON: In Gedenken an Queen Elizabeth II. wird es vor dem Nations-League-Spiel der Fußball-Nationalmannschaft Ende des Monats in London gegen England eine Schweigeminute geben. Die Auswahl der Three Lions wird zudem mit Trauerflor spielen, wie die englische Football Association (FA) am Freitag britischen Medien bestätigte. Die Partie wird am 26. September um 20.45 Uhr angepfiffen. Die Queen war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben. Präsident der FA ist Prinz William, der Sohn des neuen Königs Charles III.


Lewis Hamilton: Königin Elizabeth II. war ein Symbol der Hoffnung

MONZA: Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat mit emotionalen Worten der gestorbenen britischen Königin Elizabeth II.

gedacht. «Sie war wirklich wie niemand anderes und ich bin dankbar, während ihrer Zeit gelebt zu haben», schrieb der 37-Jährige am Freitag bei Instagram: «Sie war ein Symbol der Hoffnung für so viele und sie hat ihrem Land mit Würde, Hingabe und Freundlichkeit gedient.» Die britische Königin, deren Sohn und Nachfolger auf dem Thron, Prinz Charles, Ende vergangenen Jahres Mercedes-Pilot Hamilton zum Ritter geschlagen hatte, war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorben.


IOC-Präsident Bach zum Tod der Queen: Große Unterstützerin des Sports

LONDON: IOC-Präsident Thomas Bach hat die gestorbene britische Königin Elisabeth II. als «eine große Unterstützerin des Sports und der Olympischen Bewegung» gewürdigt. Ihre Majestät sei das einzige Staatsoberhaupt gewesen, das zwei Olympische Spiele eröffnet habe, die von 1976 in Montréal und 2012 in London, außerdem sei sie bereits bei den Sommerspielen 1948 in London dabei gewesen, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag bei einer Exekutivkomiteesitzung in Lausanne. Am IOC-Hauptquartier wurde die Olympische Fahne auf halbmast gesetzt.

«Als Schirmherrin der British Olympic Association stand sie der olympischen Gemeinschaft mit unschätzbarem Rat und Hilfe zur Seite», sagte Bach. «Wann immer man sie bei einer Sportveranstaltung sah, konnte man ihre Wertschätzung für den Sport spüren und wie viel Freude er ihr bereitete. Sie war selbst eine versierte Reiterin.»

Diese Freude am Sport und ihr wunderbarer Sinn für Humor seien auch bei ihrem Auftritt bei der Olympia-Eröffnungsfeier in London 2012 deutlich zum Ausdruck gekommen. In einem weltberühmt gewordenen Video-Sketch wurde Elizabeth II. vom damaligen James-Bond-Darsteller Daniel Craig im Buckingham Palace abgeholt und sprang - vermeintlich gemeinsam mit ihm - mit einem Fallschirm über dem Olympiastadion ab.

Die Queen war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben.


Premiere misslingt: Rugby-Männer verlieren bei 7er-WM gegen Chile

KAPSTADT: Die deutschen Rugby-Männer haben ihr Auftaktspiel bei der 7er-Weltmeisterschaft im südafrikanischen Kapstadt verloren. Bei ihrer ersten WM-Teilnahme überhaupt verlor die Mannschaft am Freitag gegen Chile trotz einer 12:0-Führung zur Halbzeit noch mit 12:15 nach Verlängerung. In der Trostrunde um die Plätze 17 bis 24 geht es nun am Samstagmorgen zunächst gegen Portugal weiter.


Dallas Mavericks und Maxi Kleber einigen sich auf neuen NBA-Vertrag

DALLAS: Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber hat bei den Dallas Mavericks einen neuen NBA-Vertrag unterschrieben. Das teilte das Team aus Texas am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Details gaben die Mavericks keine bekannt, laut «The Athletic» einigten sich das ehemalige Team von Dirk Nowitzki und Kleber auf weitere drei Jahre. Kleber soll demnach in dieser Zeit 33 Millionen US-Dollar verdienen. Der 30 Jahre alte Würzburger, der auf die derzeit laufende Basketball-EM in Deutschland verzichtete, spielt seit fünf Jahren in Texas und kommt in dieser Zeit auf im Schnitt 7,1 Punkte, 4,8 Rebounds und 1,1 Vorlagen je Partie.


NFL-Favorit Buffalo Bills holt Auftaktsieg bei Titelverteidiger Rams

LOS ANGELES: Die Buffalo Bills haben zum Start in die NFL-Saison einen Auswärtssieg bei Super-Bowl-Sieger Los Angeles Rams geholt und sind ihrer Rolle als Titelfavorit gerecht geworden. Das von Experten und Wettanbietern am höchsten gehandelte Team der National Football League um Quarterback Josh Allen holte am Donnerstagabend (Ortszeit) ein deutliches 31:10. Den Rams verdarben sie damit das erste Heimspiel im SoFi Stadium seit dem Sieg im Super Bowl im gleichen Stadion im Februar. Noch vor der Partie war das Banner für den Titel enthüllt und bejubelt worden.


Swiatek und Jabeur erreichen Tennis-Finale der US Open

NEW YORK: Nach der Tunesierin Ons Jabeur hat auch Iga Swiatek aus Polen das Finale der US Open erreicht. Die Weltranglisten-Erste setzte sich in ihrem Halbfinale in der Nacht zu Freitag gegen die Belarussin Aryna Sabalenka mit 3:6, 6:1, 6:4 durch und zog zum dritten Mal in ein Grand-Slam-Endspiel ein. Dort trifft sie am Samstag auf Ons Jabeur, die sich kurz zuvor gegen die Französin Caroline Garcia nach nur 66 Minuten überraschend deutlich mit 6:1, 6:3 durchgesetzt hatte und nun als erste Spielerin aus Afrika in der Profi-Ära im Finale der US Open steht.


PSG verurteilt Randale von Paris-Ultras vor Köln-Spiel in Nizza

PARIS/NIZZA: Frankreichs Fußball-Meister Paris Saint-Germain hat die Ausschreitungen vor dem Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza, an denen PSG-Ultras beteiligt gewesen sollen, auf das Schärfste verurteilt. Seit mehr als einem Jahrzehnt sei Paris Saint-Germain einer der engagiertesten Vereine, um die Gewalt in den Fußballstadien auszumerzen, teilte PSG am Freitag in Paris mit. Vor dem Conference-League-Spiel am Donnerstagabend waren bei Krawallen in Nizza nach Angaben der Präfektur 32 Menschen verletzt worden. Anhänger aus Paris, zu denen FC-Ultras eine Fanfreundschaft pflegen, sollen sich als Kölner verkleidet an den Auseinandersetzungen beteiligt haben.


Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen nach Nizza-Krawallen ein

PARIS/NIZZA: Nach den schweren Ausschreitungen vor dem Europapokal-Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza am Donnerstagabend hat die Staatsanwaltschaft in der südfranzösischen Stadt mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei gehe es um gemeinschaftliche Sachbeschädigung am offiziellen Fan-Shop des OGC im Stadion sowie um gemeinschaftliche Gewalt am und im Stadion, teilte die Anklagebehörde am Freitag in Nizza mit. Außerdem nannte sie das Mitbringen und Werfen von Pyrotechnik im Stadion. Die von den Sicherheitsbehörden des Departements geleiteten Ermittlungen hätten das Ziel, die Verantwortlichen zu identifizieren und zu fassen, betonte Staatsanwalt Xavier Bonhomme. Bei den Vorfällen vor Spielbeginn waren nach Angaben der Prefäktur 32 Menschen verletzt worden.


Premier League sagt Spieltag nach Tod der Queen ab

LONDON: Nach dem Tod von Königin Elisabeth II. sind in England alle Fußball-Spiele des kommenden Wochenendes abgesagt worden. Wie die Premier League und die English Football League am Freitag mitteilten, wurden die für den 9. bis 12. September angesetzten Begegnungen verschoben. «Um ihr außergewöhnliches Leben und ihren Beitrag für die Nation zu ehren und als Zeichen des Respekts wird die Spielrunde der Premier League an diesem Wochenende verschoben, einschließlich des Spiels am Montagabend», hieß es in einer Mitteilung.


Streamingdienst DAZN überträgt Davis Cup

ISMANING: Wenige Tage vor Beginn der Gruppenphase im Davis Cup hat sich der Streaminganbieter DAZN für den deutschen und österreichischen Markt die Übertragungsrechte am wichtigsten Teamwettbewerb im Herren-Tennis gesichert. DAZN werde schon die Gruppenspiele der deutschen Mannschaft um Topstar Alexander Zverev vom 14. bis 18. September am Hamburger Rothenbaum zeigen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Die Gastgeber treffen auf Frankreich, Belgien und Australien. Der Tabellenerste und -zweite der Gruppe C qualifizieren sich für die Finals vom 23. bis 27. November in Malaga. Auch diese Spiele werden bei DAZN zu sehen sein. Für wie lange sich DAZN die Übertragungsrechte gesichert hat, wurde nicht bekanntgegeben.


Deal geplatzt: Porsche steigt nicht mit Red Bull in Formel 1 ein

MONZA: Die Verhandlungen zwischen Porsche und Red Bull sind gescheitert. Einen Einstieg des deutschen Sportwagenherstellers in die Formel 1 zumindest mit dem derzeitigen Branchenführer zur Saison 2026 wird es nicht geben. «Beide Unternehmen sind gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Gespräche nicht weiter geführt werden», hieß es in einer Mitteilung am Freitag. VW-Tochter Porsche stellte jedoch klar, dass ein Einstieg in die Königsklasse des Motorsports generell nicht damit ausgeschlossen ist. Mit den Reglementänderungen ab der Saison 2026 bleibe die Rennserie für Porsche «jedoch ein attraktives Umfeld, das weiterhin beobachtet wird».


Olympia-Korruptionsskandal in Japan: Ex-Organisationschef verhört

TOKIO: Im Korruptionsskandal um die Olympischen Spiele in Tokio hat die Staatsanwaltschaft den früheren Olympia-Organisationschef Yoshiro Mori verhört. Der 85-jährige ehemalige Regierungschef sei auf freiwilliger Basis befragt worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Freitag. Das frühere Vorstandsmitglied des Organisationskomitees für die Spiele, Haruyuki Takahashi, war kürzlich wegen Korruptionsverdacht verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den 78-jährigen früheren Lobbyisten, Bestechungsgelder vom Bekleidungskonzern Aoki sowie vom Verlag Kadokawa angenommen zu haben. Beide waren Sponsor der Spiele.


Hamilton will noch einen Sieg in diesem Jahr schaffen

MONZA: Lewis Hamilton hat seit seinem Einstieg in die Formel 1 noch keine Saison ohne mindestens einen Grand-Prix-Sieg abgeschlossen. Dass der beeindruckenden Bilanz in diesem Jahr ein Ende droht, ist dem mittlerweile 37 Jahre alten Rekordweltmeister aus statistischer Sicht völlig egal. «Natürlich will ich dieses Jahr noch einen Sieg schaffen, aber der Rekord ist mir nicht wichtig», sagte er im Fahrerlager zum Großen Preis von Italien.

In Monza gelangen Hamilton allein fünf seiner insgesamt 103 Rennsiege. Ebenso oft gewann auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Italien nur noch Michael Schumacher, mit dem Hamilton auch nach WM-Titeln gleichauf liegt. Beide triumphierten jeweils siebenmal.

Mit einem weiteren Grand-Prix-Erfolg in diesem Jahr in Monza wird es für Hamilton schwierig. Im Wagen des Briten musste eine neue Antriebseinheit eingebaut werden. Weil es schon die vierte in dieser Saison ist, wird er in der Startaufstellung zurückgestuft. «Ich muss mich so gut wie möglich von hinten durcharbeiten», sagte er.

Inwiefern die danach noch kommenden Strecken in Singapur, Japan, den USA (Austin), Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi dem Silberpfeil liegen, weiß Hamilton auch noch nicht. «Ich habe keine Ahnung, wo unser Auto sehr gut sein wird», sagte er. Klar für ihn ist aber, dass er noch nicht fertig ist nach dieser Saison: «Ich plane nicht, aufzuhören. Ich fühle mich gesünder als ich mich je gefühlt habe.»

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