Mutter verklagt Tochter wegen Diebstahls von 250 Mio. Baht

Foto: The Nation
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BANGKOK: Eine 76-jährige Frau hat ihre Tochter, die Kasikornbank und vier Bankangestellte verklagt, von ihren Konten mehr als 250 Millionen Baht gestohlen zu haben.

Die Frau kam am Dienstag mit ihrer Enkelin und einem Anwalt im Rollstuhl zum Zivilgericht Phra Khanong. Dort reichte sie eine Zivilklage gegen ihre 53 Jahre alte Tochter ein. Sie wird beschuldigt, mit vier Mitarbeitern der Kasikornbank zusammengearbeitet zu haben, um das Geld von ihren beiden Bankkonten abzuheben.

Ihre Anwältin sagte, ihre Mandantin sei 2014 in ein Krankenhaus zur Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße eingewiesen worden. Während ihres längeren Krankenhausaufenthalts hätten die Angeklagten die Bedingung für Abhebungen von den beiden Bankkonten von der Unterschrift auf einen Fingerabdruck geändert. Rund 253 Millionen Baht seien durch viele hundert Abhebungen von den Konten abgezogen worden. Die Klägerin hatte Konten bei den Filialen Srinagarind Km 9 und Sukhumvit 101 der Kasikornbank und stellte fest, dass ihre Sparbücher aus ihrem Safe verschwunden waren, als sie aus dem Krankenhaus entlassen und nach Hause zurückgekehrt war. Laut der Rechtsanwältin wurde gegen die Beteiligten im Jahr 2017 Strafanzeige wegen Diebstahls, Fälschung von Dokumenten und Verwendung gefälschter Dokumente auf der Polizeiwache Udomsuk eingereicht. Da der Fall nur geringe Fortschritte machte, wurde beschlossen, eine Zivilklage einzureichen. In einer Erklärung der Kasikornbank heißt es, die beteiligten Mitarbeiter seien nur bestrebt gewesen, die Bedürfnisse eines Kunden durch ihren unmittelbaren Verwandten zu befriedigen.

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Frederik 20.11.19 15:14
Sicherheit
Wenn die Seniorin noch Geld übrig hat, dürfte die Anstellung von Bodyguards sinnvoll sein. Dies erhöht die Chancen einen Prozess noch zu erleben.
Ingo Kerp 20.11.19 14:37
Wie schon bei den gestohlenen 6 Mio THB Lotteriegeld. Jetzt das Gleiche mit wesentlich hoeherer Summe: Geld verdirbt den Charakter.
Jürgen Franke 20.11.19 14:36
Sinnvoll wäre es gewesen, rechtzeitig ein
Testament zu machen, um das Vermögen aufzuteilen. Vielleicht wird uns noch mitgeteilt, aus welchen Gründen der Fall "so wenig Fortschritte" machte.
Arnold Ruedisueli 20.11.19 11:52
Ein nettes Sümmchen
250 Mio ist viel Asche, da kann man ja schon was davon abgeben. War ja für die Tochter.
Norbert Schettler 20.11.19 10:33
Nettes Sümmchen
Vor einigen Tagen brennt ein Ehemann mit 6 Mio. durch, nun sind es schon 250 Mio., die von sehr nahen Verwandten ergaunert wurden. Obwohl mir der Spruch der Kasikorn etwas zu einfach gehalten ist. Meine Frau kann von meinem Konto nichts abheben, wenn sie nicht Karte und Pin hat. Und von Unterschrift auf Fingerabdruck geht auch nur mit meiner Einwilligung, nehme ich mal an. Das Elend ist in meinen Augen aber, wie Geld den Charakter eines Menschen verändern kann.