BANGKOK: Eine 76-jährige Frau hat ihre Tochter, die Kasikornbank und vier Bankangestellte verklagt, von ihren Konten mehr als 250 Millionen Baht gestohlen zu haben.
Die Frau kam am Dienstag mit ihrer Enkelin und einem Anwalt im Rollstuhl zum Zivilgericht Phra Khanong. Dort reichte sie eine Zivilklage gegen ihre 53 Jahre alte Tochter ein. Sie wird beschuldigt, mit vier Mitarbeitern der Kasikornbank zusammengearbeitet zu haben, um das Geld von ihren beiden Bankkonten abzuheben.
Ihre Anwältin sagte, ihre Mandantin sei 2014 in ein Krankenhaus zur Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße eingewiesen worden. Während ihres längeren Krankenhausaufenthalts hätten die Angeklagten die Bedingung für Abhebungen von den beiden Bankkonten von der Unterschrift auf einen Fingerabdruck geändert. Rund 253 Millionen Baht seien durch viele hundert Abhebungen von den Konten abgezogen worden. Die Klägerin hatte Konten bei den Filialen Srinagarind Km 9 und Sukhumvit 101 der Kasikornbank und stellte fest, dass ihre Sparbücher aus ihrem Safe verschwunden waren, als sie aus dem Krankenhaus entlassen und nach Hause zurückgekehrt war. Laut der Rechtsanwältin wurde gegen die Beteiligten im Jahr 2017 Strafanzeige wegen Diebstahls, Fälschung von Dokumenten und Verwendung gefälschter Dokumente auf der Polizeiwache Udomsuk eingereicht. Da der Fall nur geringe Fortschritte machte, wurde beschlossen, eine Zivilklage einzureichen. In einer Erklärung der Kasikornbank heißt es, die beteiligten Mitarbeiter seien nur bestrebt gewesen, die Bedürfnisse eines Kunden durch ihren unmittelbaren Verwandten zu befriedigen.