BANGKOK: Die Touristenpolizei und der Deutsche Hilfsverein Thailand (DHV) haben nahe der Khao San Road einen deutschen Bettler mit extrem geschwollenen Beinen aufgegriffen, nachdem Fotos über den Mann auf sozialen Netzwerken verbreitet wurden.
DHV-Vorsitzender Chumphol Thiangtham informierte am Samstag die Medien, dass Benjamin H. inzwischen in einem Gästehaus untergebracht wurde. Bereits zuvor hatte der DHV dem mittellosen Mann Hilfe angeboten, die dieser jedoch verweigert hatte. Erst nachdem der Fall in sozialen Netzwerken große Aufmerksamkeit erfuhr und Beamte der Touristenpolizei den DHV erneut kontaktierten, nahm der Mann die Hilfe an. Benjamin H. reiste am 2. September mit einem One-Way-Flugticket der China Eastern Airlines nach Thailand ein. Er sagte aus, dass ihm sein Reisepass, Geld und alle weiteren Dokumente und Wertgegenstände geklaut wurden.
Bei seinen geschwollenen Beinen soll es sich um einen Geburtsfehler handeln. Die sogenannte Elefantenkrankheit, oder Elephantiasis, ist ein Syndrom, welches durch eine Störung in den Lymphgefäßen verursacht wird. Durch mangelnden Lymphabfluss bzw. Stau in den Lymphgefäßen schwellen vereinzelte Körperteile, in der Regel die Beine, extrem an. Schmerzen habe der Mann nach eigener Aussage keine.
Am Montag wird er zur deutschen Botschaft gebracht, wo seine Identität geklärt werden soll, um ihn einen neuen Reisepass ausstellen zu können. (Foto: The Nation)