BANGKOK: Der thailändische Luftfahrtsektor ist 2025 um 3,54 Prozent gewachsen und hat mehr als 145 Millionen Passagiere abgefertigt. Treiber waren insbesondere Langstreckenverbindungen und neue Wachstumsmärkte, während die Nachfrage aus China hinter früheren Niveaus zurückblieb.
Nach Angaben des Gouverneurs der Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT), Air Chief Marshal Manat Chuaprayoon, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 145,1 Millionen Passagiere gezählt. Davon entfielen 67 Millionen auf den Inlandsverkehr und 78 Millionen auf internationale Reisen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 4,9 Millionen Passagieren.
Zentralasien und Langstrecken legen zu
Das Aufkommen blieb damit zwar unter dem Vorkrisenniveau von 2019 mit 161,81 Millionen Passagieren, als insbesondere chinesische Touristen eine größere Rolle spielten. Der Rückgang wurde jedoch teilweise durch starkes Wachstum aus Zentralasien, dem Nahen Osten sowie auf Langstrecken kompensiert.
Belastend wirkten sich 2025 internationale Konflikte, erhöhte geopolitische Spannungen und Luftraumbeschränkungen aus, unter anderem infolge der Auseinandersetzungen zwischen Pakistan und Indien, Israel und Iran sowie Russland und der Ukraine. Trotz dieser Rahmenbedingungen zeigte sich der thailändische Luftfahrtsektor widerstandsfähig und steigerte seine Effizienz. Nach 140,6 Millionen Passagieren im Jahr 2024 setzte sich der Aufwärtstrend fort.
Neue Märkte treiben Passagierwachstum
Neue Wachstumsmärkte kamen hinzu, darunter Ozeanien. Allein Australien verzeichnete 1,77 Millionen Passagiere, zudem wurden neue Direktverbindungen zu Inselstaaten im Pazifik aufgenommen. Indien und Russland blieben wichtige Quellmärkte: Indien erreichte 5,95 Millionen Passagiere und übertraf damit den Wert von 2019, während Russland auf 4,22 Millionen Passagiere kam.
Thailändische Fluggesellschaften betrieben 2025 insgesamt 238 Flugzeuge, nach 279 im Jahr 2019, bewältigten damit jedoch rund 92 Prozent des früheren Inlandsaufkommens. Der chinesische Markt lag zum Jahresende während der Hochsaison bei etwa 75 Prozent des Vorkrisenniveaus.
Für das laufende Jahr kündigte die Branche eine stärkere Ausrichtung auf Umwelt- und Klimaschutz an. Vorgesehen sind Maßnahmen zur Umsetzung des CO₂-Ausgleichs- und Reduktionsprogramms der International Civil Aviation Organization (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) sowie ein verstärkter Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe.