CHIANG MAI: Ein Leopard ist im Norden Thailands offenbar vor Waldbränden geflohen und hat in einer Höhle im Wildschutzgebiet Omkoi Zuflucht gesucht. Die Behörden bestätigten den Fund des seltenen Tieres in der Provinz Chiang Mai und ordneten eine engmaschige Überwachung an, um Störungen zu vermeiden und das Tier vor Wilderei zu schützen.
Nach Angaben von Krissayam Kongsatri, Leiter des Büros für Schutzgebietsverwaltung Region 16 (Chiang Mai), wurde das Tier am 1. April 2026 von Mitarbeitern des Wildschutzgebiets Omkoi gemeinsam mit WWF Thailand in einem Waldgebiet entdeckt. Es handelt sich um ein einzelnes Exemplar eines Leoparden.
Tier flieht vor Feuer ins Schutzgebiet
Erste Untersuchungen ergaben, dass sich das Tier in guter körperlicher Verfassung befindet. Als wahrscheinlich gilt, dass der Leopard aufgrund von Waldbränden in angrenzenden Gebieten in das Schutzgebiet ausgewichen ist. Die zuständigen Behörden wiesen Patrouillenteams an, das Tier aus sicherer Entfernung zu beobachten, um Störungen zu vermeiden und gleichzeitig mögliche Gefahren durch Wilderei frühzeitig zu erkennen.

Sichtung zeigt intaktes Ökosystem
Der Leopard zählt zu den gesetzlich geschützten Wildtierarten in Thailand. Die Tiere leben überwiegend einzelgängerisch und gelten als besonders anpassungsfähig. Häufig nutzen sie höher gelegene Bereiche oder Höhlen als Rückzugsorte. Die aktuelle Sichtung im Einzugsgebiet des Ping-Flusses wird als Hinweis auf die weiterhin hohe ökologische Qualität des Wildschutzgebiets Omkoi gewertet, das zu den wichtigen Lebensräumen für Wildkatzen im Norden des Landes gehört.