Kambodscha feuert auf Thai-Stützpunkt

Grenzkonflikt eskaliert nahe Ta-Muen-Tempel in der Provinz Surin

Kambodschanische Soldaten eröffnen nahe den Ta-Muen-Thom-Tempelruinen in Surin das Feuer auf thailändische Truppen. Archivbild: epa-efe/Rungroj Yongrit
Kambodschanische Soldaten eröffnen nahe den Ta-Muen-Thom-Tempelruinen in Surin das Feuer auf thailändische Truppen. Archivbild: epa-efe/Rungroj Yongrit

SURIN: Kambodschanische Soldaten haben am Donnerstagmorgen (24. Juli 2025) das Feuer auf einen thailändischen Militärstützpunkt in der nordöstlichen Provinz Surin eröffnet. Dies teilte die Königlich Thailändische Armee mit.

Laut dem Sprecherteam der Armee hatten thailändische Soldaten gegen 07.35 Uhr ein unbemanntes Fluggerät Kambodschas bemerkt, das vor den Ruinen des Ta-Muen-Thom-Tempels im Bezirk Phanom Dong Rak kreiste.

Schwer bewaffnete Soldaten in Position

Kurz darauf brachten kambodschanische Truppen Waffen an einen Stacheldrahtzaun. Sechs schwer bewaffnete Soldaten, darunter mit Panzerabwehrgranatwerfern, bewegten sich in Richtung des Zauns vor einem thailändischen Militärlager.

Kambodscha feuert trotz Warnungen

Die thailändischen Soldaten versuchten, ihre kambodschanischen Kollegen durch Zurufe von einer Eskalation abzuhalten. Dennoch eröffneten die kambodschanischen Einheiten nach Angaben der Armee um 08.20 Uhr das Feuer auf den Stützpunkt, der rund 200 Meter östlich der Tempelruinen liegt.

Der Vorfall ereignete sich kurz nachdem das Regionalkommando 2 den Befehl erteilt hatte, die Grenze zu Kambodscha abzuriegeln.

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Roman Knöpfel 25.07.25 08:30
@ Norbert Schettler
Ich denke auch, dass der Konflikt zwischen Hn Sen und der Familie Thaksin zu verorten ist!
Hartmut Wirth 24.07.25 21:30
@Thomas Sylten
Auf Ihren Wunsch meine Antwort: "Gier frisst Hirn!"
Hintergründe haben hier Vorposter schon genannt.

Ich hielt das Grollen zunächst für Dinner, bis mir meine Frau die Nachrichten zeigte.
Dadurch "sensibilisiert", konnte ich feststellen, dass bei uns im Ort in der Schule, eine Notunterkunft für Evakuierte eingerichtet wurde.
Thomas Sylten 24.07.25 20:30
Wie so oft, versuchen Regierungen - wenn sie innenpolitisch unter Druck sind - ihre jeweils eigene Bevölkerung abzulenken und mit provozierten Grenzkonflikten hinter sich zu sammeln. Dann wird nämlich ratzfatz nicht mehr die eigene Regierung kritisiert (das wäre ja Defätismus), sondern der absichtsvoll zum Gegner aufgebauschte Nachbar.

Ich fürchte, beide Regierungen haben genug Gründe für solche Ablenkungsmanöver -
von der Berichterstattung her scheint Kambodschas Regierungsclique die aktuell treibende Kraft zu sein, aber auch dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, da in solchen Zeiten jegliche Berichterstattung auch absichtsvoll kalkulierte "Meinungsbildung" ist.

Hoffentlich beruhigt sich das wieder -
im Augenblick scheint sich ja fast überall auf der Welt was zusammenzubrauen. Vielleicht ist das berühmte Rattenexperiment - nach dem sich Überpopulation irgendwann gewaltsam "gesundschrumpft" - doch auf den Menschen übertragbar: Ich staune immer wieder, wie wenig wir "Sapiens" unserer individuell oft ausgedrücken Weisheit tatsächlich folgen können und in Toto doch immer wieder Spielball niederster Instinkte sind.
Norbert Schettler 24.07.25 17:40
Meines Erachtens spielt
die Privatfehde zwischen Hun Sen und Thaksin auch eine gewichtige Rolle für diesen ganzen Unsinn. Wenn die beiden sich noch so lieb hätten wie vor nicht allzu langer Zeit, es gäbe diese Probleme gar nicht.
Konrad Benz 24.07.25 17:00
Richtig Khun Schrader
Die Casinos sind ein Grund, der enorme Gewinn chinesicher Callcenter und onlinegambling Plattformen die viel aus Kambodscha operieren ein weiterer. Das gefällt Onkel Hun gar nicht, zudem der große rote Bruder heftig Druck macht.
Michael Beneke 24.07.25 16:28
Internationale Wahrnehmung
Ich finde es seltsam, daß es in internationalen Medien so aussieht als würde man Thailand die Schuld an der Eskalation geben. Nachweislich hat ja Kambodscha immer weiter gestichelt und gestern das Feuer eröffnet. In den internationalen Medien wird allerdings nur über den Einsatz von F16 gegen 2 Kambodschanische Militärstützpunke geschrieben. Der auslösende Vorfall wird dabei kaum erwähnt.
Jörg Obermeier 24.07.25 16:00
Lieber Norbert,
Jomtien Franky hat recht. Schau dass Du da mit Familie weg kommst. Melde mich bei Dir!
Jomtien Franky 24.07.25 15:10
Monnomann Norbert....
....bitte beobachte das Geschehen sehr aufmerksam und vor allem kritisch, und bring Deinen Allwertesten da mal 100 km weg, wenn es die Lage erfordert. UNGLAUBLICH, dass so ein Mist heutzutage noch passiert, aber der Irre im Kreml hat es ja vorgemacht, wie einfach das geht, ohne dass ihm irgendwas passiert....
Werner Jaindl 24.07.25 14:10
Evakuvierungszentrum
Meine Freundin kommt aus Kantaralak. Sie ist heute morgen mit ihrer Familie schon zum Evakuvierungszentrum gefahren
Michael 24.07.25 13:34
Eskalation
Leider eskaliert es heute offenbar komplett. Habe Videos von toten thailändischen Zivilisten und einer brennenden PTT Tankstelle in der Provinz Sisaket gesehen, die von Raketen getroffen wurde. Sieht nicht gut aus.
Norbert Schettler 24.07.25 13:33
Nähe Kantharalak
ist wohl eine PT Tankstelle und ein Seven von "irgendwas feindlichem" getroffen worden. Tote und Verletzte, so berichtet PBS. Das ist nicht sooo weit von Ubon Ratchathani entfernt. Meine Damen machen sich schon Gedanken, wohin wir denn "fliehen" könnten.
Holger Hasselwander 24.07.25 13:30
Wenn Sie das alte Khmer Reich wieder errichten wollen muessen Sie fast ganz Thailand besetzen ..
Konrad Benz 24.07.25 12:20
Khun Schettler
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Da ist etwas Größeres seitens Kambodscha im Gange. Das Ziel der Provokationen hat tiefere Gründe, denn die Beteuerung des kambodschanischen Präsidenten, einer politischen Einigung zuzustreben, widerspricht der aktuellsten Agression diametral.
Norbert Schettler 24.07.25 10:50
Im Thai PBS
sieht man schon seit dem frühen Morgen Berichte aus der Region. Die Bevölkerung in den nahe gelegenen Dörfern sucht teilweise schon Schutz in Bunker ähnlichen Unterständen. Man kann wirklich nur hoffen, dass die Diplomatie siegen wird und die Situation nicht weiter eskaliert.

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