Wildhüter helfen krankem Elefanten

Verletzter Bulle erhält medizinische Versorgung

Der Wildelefant „DY M 001“ bewegt sich am Rand eines Wasserlochs in seinem Lebensraum in der Provinz Buriram. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Der Wildelefant „DY M 001“ bewegt sich am Rand eines Wasserlochs in seinem Lebensraum in der Provinz Buriram. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

BURIRAM: Ein verletzter und untergewichtiger Wildelefant wird in der Provinz Buriram derzeit intensiv von Wildhütern und Tierärzten versorgt. Das etwa 50 bis 60 Jahre alte Männchen mit der Kennzeichnung „DY M 001“ wurde mit mehreren Verletzungen entdeckt, darunter eine große eitrige Wunde an der rechten Hüfte.

Nach Angaben von Sukhee Boonsang, Direktor des Wildlife Conservation Office, ging am 3. Juni 2026 über die Waldschutz-Hotline 1362 ein Hinweis auf den verletzten Elefanten ein. Das Tier war im Unterbezirk Samrong Mai im Bezirk Lahan Sai gesichtet worden.

Tierärzte erstellen Behandlungsplan

Am Samstag (6. Juni 2026) untersuchten Mitarbeiter des Dong Yai Wildlife Sanctuary, des Ta-Phraya-Nationalparks, des Regionalbüros für Schutzgebiete 7 in Nakhon Ratchasima sowie freiwillige Wildtierbeobachter gemeinsam mit Tierärzten den Gesundheitszustand des Elefanten und erarbeiteten einen Behandlungsplan.

Vertreter mehrerer Naturschutzbehörden, Tierärzte und Freiwillige bereiteten gemeinsam die Behandlung und weitere Betreuung des Elefanten vor. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Vertreter mehrerer Naturschutzbehörden, Tierärzte und Freiwillige bereiteten gemeinsam die Behandlung und weitere Betreuung des Elefanten vor. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Die erste Untersuchung ergab, dass der Elefant trotz seines hohen Alters aufmerksam und ansprechbar ist. Er kann weiterhin selbstständig Nahrung suchen und zeigt einen guten Appetit. Allerdings bewegt sich das Tier nur langsam und verbringt tagsüber längere Zeit im Wasser, offenbar um Schmerzen zu lindern und seine Körpertemperatur zu regulieren.

Untergewicht durch Zahnprobleme

Die Tierärzte bewerteten den Ernährungszustand mit 2,5 von 5 Punkten. Damit gilt der Elefant als untergewichtig. Zudem wurden Anzeichen einer eingeschränkten Verdauung festgestellt. Als mögliche Ursache nennen die Experten altersbedingte Zahnabnutzung, die die Nahrungsaufnahme erschwert.

Zur Linderung von Schmerzen und Körperhitze verbringt das Tier tagsüber längere Zeit im Wasser. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Zur Linderung von Schmerzen und Körperhitze verbringt das Tier tagsüber längere Zeit im Wasser. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Die Behörden haben inzwischen mit der Wundversorgung begonnen und unterstützen die Genesung des Tieres mit einer speziellen Ernährung. Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel werden dem Futter beigemischt. Ranger überwachen den Gesundheitszustand von „DY M 001“ fortlaufend und stehen in direktem Kontakt mit den behandelnden Tierärzten.

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