Hund bringt scharfe Handgranate nach Hause

Familie in Sisaket entgeht nur knapp einer Katastrophe

Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes untersuchten die sichergestellte Handgranate, bevor sie kontrolliert gesprengt wurde. Bild: Amarin TV
Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes untersuchten die sichergestellte Handgranate, bevor sie kontrolliert gesprengt wurde. Bild: Amarin TV

SISAKET: Eine Familie in der nordostthailändischen Provinz Sisaket ist nur knapp einer Katastrophe entgangen, nachdem ihr Hund eine scharfe Handgranate in den Vorgarten getragen hatte. Das Tier hielt den rostigen Gegenstand offenbar für ein Spielzeug oder einen Knochen.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag (11. Juli 2026) im Bezirk Non Khun. Angehörige bemerkten zunächst lediglich, dass der Hund einen stark verrosteten Gegenstand mit nach Hause gebracht hatte. Sie hielten ihn für ein Stück Kunststoff oder einen alten Knochen. Erst als der Hausbesitzer aus dem Krankenhaus zurückkehrte, erkannte er, dass es sich um eine Handgranate mit noch eingesetztem Sicherungssplint handelte.

Kampfmittelräumdienst rückt aus

Der Mann brachte den mutmaßlichen Sprengkörper vorsichtig in sichere Entfernung vom Wohnhaus und informierte den Dorfvorsteher, der anschließend Polizei und Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes verständigte.

Der Hund hielt die scharfe Handgranate offenbar für ein Spielzeug und brachte sie nach Hause. Bild: Amarin TV
Der Hund hielt die scharfe Handgranate offenbar für ein Spielzeug und brachte sie nach Hause. Bild: Amarin TV

Nach Angaben der Behörden handelte es sich um eine in China hergestellte Splitterhandgranate des Typs 82-2. Obwohl die Granate stark verrostet war, bestätigten die Experten, dass sie weiterhin voll funktionsfähig gewesen sei. Hätte sich der Sicherungsmechanismus gelöst oder wäre der Sprengkörper heftig aufgeschlagen, hätte er detonieren können.

Kontrollierte Sprengung der Granate

Die Einsatzkräfte transportierten die Granate in ein abgelegenes Gelände außerhalb der Ortschaft und sprengten sie kontrolliert. Nach Angaben der Behörden entstand dabei ein etwa 30 Zentimeter tiefer und 60 Zentimeter breiter Krater, was die weiterhin erhebliche Sprengkraft des Kampfmittels verdeutlichte.

Die Behörden rückten nach der Entdeckung der scharfen Handgranate mit Spezialkräften aus. Bild: Amarin TV
Die Behörden rückten nach der Entdeckung der scharfen Handgranate mit Spezialkräften aus. Bild: Amarin TV

Der Hausbesitzer erklärte, dass die Familie zunächst nicht erkannt habe, dass der Hund den ganzen Tag über auf einer scharfen Handgranate herumgekaut habe. Wäre der Sicherungssplint herausgezogen worden oder die Granate hart zu Boden gefallen, hätte dies schwerwiegende Folgen haben können.

Verdächtige Funde sofort melden

Bezirksvorsteher Chaiwat Thammawat bezeichnete den Vorfall als eindringliche Warnung, insbesondere für Regionen, in denen sich noch alte Kampfmittel befinden könnten. Wer mutmaßliche Sprengkörper, Munition oder andere militärische Gegenstände entdecke, solle diese keinesfalls berühren oder bewegen, sondern umgehend die zuständigen Behörden oder die Polizei verständigen.

Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.

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