Pick-up rast in Mönchsprozession

​ Acht Tote in Mukdahan

Ein Pick-up erfasste im Nordosten Thailands eine buddhistische Mönchsprozession. Bei dem schweren Unfall kamen acht Mönche ums Leben, 13 weitere wurden verletzt. Bild: JS100 Radio
Ein Pick-up erfasste im Nordosten Thailands eine buddhistische Mönchsprozession. Bei dem schweren Unfall kamen acht Mönche ums Leben, 13 weitere wurden verletzt. Bild: JS100 Radio

MUKDAHAN: Mitten auf einer Pilgerwanderung werden buddhistische Mönche von einem Pick-up erfasst. Die Ermittlungen nach dem schlimmen Unfall laufen noch - aber sicher scheint: Am Steuer saß ein Jugendlicher.

Acht buddhistische Mönche sind im Nordosten Thailands ums Leben gekommen, als ein Pick-up in ihre Pilgergruppe raste. Weitere 18 Mönche wurden bei dem Unglück in der Provinz Mukdahan an der Grenze zum Nachbarland Laos verletzt, 13 davon schwer, wie die Zeitung «Bangkok Post» unter Berufung auf die Polizei berichtete. Fünf Mönche starben demnach noch an der Unfallstelle, drei weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Unglücksfahrer war Jugendlicher

Nach ersten Erkenntnissen der Behörden steuerte ein elfjähriger Junge den Pick-up. Er soll das Fahrzeug ohne Erlaubnis seiner Eltern genommen haben, bevor er in die Prozession der Mönche raste. Nach Polizeiangaben lebt der Junge mit einer Behinderung. Nähere Angaben dazu machten die Behörden zunächst nicht.

Berichten zufolge soll er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und dabei die Pilgergruppe erfasst haben. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern aber noch an. Der Junge wurde in der örtlichen Polizeistation vernommen. Die etwa drei Dutzend Mönche hatten der «Bangkok Post» zufolge gerade in einem Tempel zu Mittag gegessen und ihre Wanderung in Richtung des Bezirks Don Tan wieder aufgenommen, als das Unglück geschah.

Mönche werden tief verehrt

Pilgerwanderungen gehören in Thailand zur buddhistischen Tradition. Mönche legen dabei oft weite Strecken zu Fuß zurück, um Tempel mit Reliquien zu besuchen, zu meditieren oder an religiösen Zeremonien teilzunehmen. Im überwiegend buddhistischen Königreich genießen Mönche in der Gesellschaft hohes Ansehen.

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Plante HDV 04.07.26 15:20
Jörg Obermeier 04.07.26 03:30
Wie Sie erklären ist mein Unglaube an ihre Geschichte leider nicht verständlich. Selbst die thailändische Gesellschaft hat vor, wie sich nun zeigt, die Eltern haftpflichtmäßig wie juristisch verantwortlich zu machen. Wie aber kann man nur das Leben der Verunglückten, in einer Darstellung mit einem Unfall gegen einen Lichtmast vergleichen? Lesen Sie mal den Kommentar von Michel Maillet von 13:52h. Eine weitere moralische Bewertung möchte ich mir versagen.
Siegfried Naumann 04.07.26 13:56
So ganz klar ist der Ablauf noch nicht @M. Beneke
In anderen Berichten steht, dass das Alter des Jungen noch nicht geklärt ist. D.h., zwischen 11 und 15. Ferner soll er behindert sein. Das ändert natürlich nichts an dem Drama insgesamt. Wie man eine Schaltung in einem Auto bedient, kann man auch durch zuschauen "lernen". Und heimlich ein Fahrzeug zu nehmen um damit unbemerkt herumzufahren, ist auf dem Land kein Problem. Mittlerweile sind insgesamt 12 Mönche gestorben. Und ich bin sicher, dass der Fahrzeughalter vor Gericht kommt.
MiCHel Maillet 04.07.26 13:52
Nun
Herr Obermeier, wenn statt der Lichtmasten eine Reihe Mönche dort gestanden hätten? Hätte die Polizei kein Problem damit? Oder, kommt schon mal vor?
MiCHel Maillet 04.07.26 13:52
@Plante Khun Obermeier
Hatte das Glück dass statt ein paar Mönche nur ein Laternenmast mitgenommen wurde!
Pivat Märkl 04.07.26 11:30
@ Jörg, Der "Bauernhofeffekt".
Durch frühen Kontakt mit der Umwelt (Pollen jeglicher Art, Staub, Tiere, Mikroben etc.) war das Immunsystem der "Landkinder" nicht nur besser trainiert, auch die Erfahrung mit diversen Landmaschinen wie Traktoren war für uns nach dem Kriege eigentlich nichts Besonderes.
Auch ich verdiente mein erstes Geld in den Ferien auf einem Bauernhof u. a. als Kuhhirte draußen im Grünen und habe mir dadurch meine Liebe zur Natur bis heute erhalten.
Unser Dorfpolizist war leider etwas strenger u. duldete die große Faszination des Traktorfahrens nur auf Wiesen und Feldwegen beim Einholen der Ernte - trotz der Sicherheitsrisiken.
Wegen des traurigen Anlasses für dieses Thema, wollte ich hier nur kurz einiges richtig stellen, was unsere Kindheit nach dem 2. Weltkrieg betraf:
Im Gegensatz zu heute mussten ALLE - auch Kinder - mit anpacken!
Pivat Märkl 04.07.26 11:30
@ Jörg, Der "Bauernhofeffekt".
Durch frühen Kontakt mit der Umwelt (Pollen jeglicher Art, Staub, Tiere, Mikroben etc.) war das Immunsystem der "Landkinder" nicht nur besser trainiert, auch die Erfahrung mit diversen Landmaschinen wie Traktoren war für uns nach dem Kriege eigentlich nichts Besonderes.
Auch ich verdiente mein erstes Geld in den Ferien auf einem Bauernhof u. a. als Kuhhirte draußen im Grünen und habe mir dadurch meine Liebe zur Natur bis heute erhalten.
Unser Dorfpolizist war leider etwas strenger u. duldete die große Faszination des Traktorfahrens nur auf Wiesen und Feldwegen beim Einholen der Ernte - trotz der Sicherheitsrisiken.
Wegen des traurigen Anlasses für dieses Thema, wollte ich hier nur kurz einiges richtig stellen, was unsere Kindheit nach dem 2. Weltkrieg betraf:
Im Gegensatz zu heute mussten ALLE - auch Kinder - mit anpacken!
Jörg Obermeier 04.07.26 03:30
Dass ausgerechnet dem HDV an Glauben mangelt ist ja doch erstaunlich. Ist doch eigentlich er für die durchgeistigten Märchen der Experte schlechthin. Als ich den Lichtmasten mitgenommen hatte, war ich allerdings auch keine 12 mehr, eher 14 oder 15. Was ich mit meiner Geschichte nur erzählen wollte, es war zumindest seinerzeit bei uns auf dem Land nichts besonders Ungewöhnliches in jungen Jahren fahren zu können. Aber ich sehe schon, es sind alles nur gut erzogene Musterknaben in späteren Jahren in diesem Thailand gestrandet. Und was die Polizei, respektive die Polizisten angeht, man kannte sich eben. Auch das war ganz normal. Da könnte ich noch ganz andere Stories erzählen. Da würde dann ein Hans Dieter vermutlich völlig vom Glauben abfallen.
Plante HDV 04.07.26 01:10
Jörg Obermeier 03.07.26 23:00
Mich wundert nur das Sie Herr Obermeier, sich persönlich im Alter von 12 Jahren, als Maßstab aller Kinder sehen. Ihr Verhalten ist auf privatem Gelände möglich. Kreuz und quer durchs Dorf zu fahren, war und ist auch heute noch in D. verboten. Das die Polizei tatenlos zusah und dies des öfteren, kann ich beim besten Willen nicht glauben. Dieser Polizist hätte seine berufliche Sicherheit gefährdet. Einfach ein schlechtes Märchen.
Jörg Obermeier 03.07.26 23:00
Mich wundert ja in welcher Welt wohl die meisten von uns aufgewachsen sind. Mit Zwölf konnte ich längst auf dem Traktor mit zwei Anhängern dran rückwärts rangieren. Bin damit regelmäßig kreuz und quer durch's Dorf zur Baywa gefahren um abzukippen. Mit dem Unimog dann durch's Gelände und wenn ich auf's Feld musste und nix anderes da war auch mit dem Auto (über Feldwege) hin gefahren. Im jugendlichen Übermut mal in einer Rechtskurve einen Lichtmasten mit dem zweiten Anhänger mitgenommen. Die Polizei hatte kein Problem damit. Kommt schon mal vor meinte ein Polizist zum Gutshofbesitzer. Ich habe die Arbeiten auf dem Hof in den Ferien geliebt und gleichzeitig mein Taschengeld aufgebessert. Das war zwar oft harte Arbeit und lange Arbeitszeiten, aber ich wurde dadurch relativ früh selbständig und unabhängig. Letzteres trieb meine Eltern manchmal nahe zur Verzweiflung. Jedenfalls war es eine gute Schule für's weitere Leben.
Plante HDV 03.07.26 21:10
R. Knöpfel 03.07.26 17:40
Kinder sind auf der ganzen Welt so. Sie machen nun mal Dinge von denen Eltern nichts mitbekommen sollen. Das ist etwas alltägliches, was die Eltern nicht entschuldigt auf ihre Autoschlüssel aufzupassen, In Th. wird vieles gleichgültiger betrachtet. Anders als in Deutschl. Da heißt es oft: "Eltern haften für ihre Kinder."
Roman Knöpfel 03.07.26 17:40
@ Michael Beneke
Selbst thailändische Jugendliche schauen zu, wenn Erwachsene ein Fz. bedienen! Da die Erziehungsberechtigten auf den Feldern arbeiten, kann ein Jugendlicher schon ein Fz. unbemerkt zu Gebrauch entwenden. Meiner Meinung nach, leben Sie nicht in TH sondern in Europa. Mindestens vom Leben in der Provinz haben Sie null Ahnung.
Michael Beneke 03.07.26 16:41
Ein Elfjähriger fährt eine uralten handgeschalteten Diesel ohne Wissen der Eltern und natürlich ohne das ihm jemand erklärt hat wie das geht. Fällt da niemandem auf wie unwahrscheinlich das ist? Natürlich wussten die Eltern von nichts. So ein Quatsch, offensichtlich man versucht sie hier nur aus der Verantwortung zu stehlen.

Acht Menschen sind tot weil irgendwer gedacht hat es ist ne tolle Idee dem Jungen die Großeltern kutschieren zu lassen.

Meiner Ansicht nach gehören die Eltern vor Gericht.
Guido Gassen 03.07.26 16:40
Erst einmal an alle mein Herzlichstes Beileid zu dieser Tragödie. Auch an die Unbeteiligten, die Polizisten, Rettungskräfte und alle involvierten. Sicher ist das alles aufgearbeitet werden muss,........aber es gibt immer ein aber! Wie kann man eine solche Handlung die in Minuten entsteht ohne jegliche Hinweise auf eine Gefahrenquelle so schnell verhindern. Das Problem ist die Spontanität des Potentiellen Täters. Die Mutter hat sofort reagiert sofort die Polizei informiert,........ aber wenn dazwischen (Vorfall und Unfall) Minuten liegen, wird die beste Prävention leider nichts verhindern. Ich bin erstarrt und sah ein Video das durch Sozial Media zieht und ich finde es schrecklich das Menschen solche Aufnahmen ins Netz stellen. R I P allen verstorbenen.
Siegfried Naumann 03.07.26 16:10
Update
Mittlerweile hat sich die Zahl der Toten von 8 auf 12 erhöht. Traurig, traurig.
Ingo Kerp 03.07.26 14:30
Ist ein 11-Jähriger ein Jugendlicher oder ein Kind? Egal wie die Definition ist, erst mit 15 Jahren wird man in Thailand strafmündig. So dürfte wohl nach thail. Recht die Eltern des Jungen die ganze Härte des Gesetzes treffen.
Ingo Kerp 03.07.26 14:30
Ist ein 11-Jähriger in Jugendlicher oder ein Kind. Egal wie die Definition ausfällt. Nach thailändischem Gesetz ist man erst ab 15 Jahren strafmündig. So wird wohl im vorliegenden Fall die sich nicht sorgfältig verhaltenen Eltern die ganze Härte des Gesetzes treffen.
Ralf S. PHU PHA 02.07.26 16:00
SATU SATU SATU

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