BANGKOK: Interpol fahndet in 190 Ländern mit einer „blauen Ausschreibung“ nach dem in Thailand per Haftbefehl gesuchten Red-Bull-Erben Vorayuth “Boss” Yoovidhya.
Thai Interpol indessen drängt die internationale kriminalpolizeiliche Organisation, die „blaue Ausschreibung“ in eine „rote Ausschreibung“ umzuwandeln. Bei einer „blauen Ausschreibung“ sucht Interpol in 190 Ländern nach Vorayuth. Sein Aufenthaltsort würde Thailand mitgeteilt, und die Justiz müsste über diplomatischen Kanälen eine Auslieferung erreichen. Bei einer „roten Ausschreibung“ würde Interpol den Aufenthaltsort ausfindig machen und den Gesuchten mit Hilfe der Behörden verhaften. Eine Auslieferung könnte dennoch scheitern, wenn es zwischen Thailand und dem Staat kein Auslieferungsabkommen gibt.
Der 32-jährige Enkel des Red-Bull-Gründers Chaleo Yoovidhya hatte am 3. September 2012 mit seinem Ferrari einen Polizisten auf dem Motorrad getötet und sich ein Jahr danach, als er schlussendlich angeklagt werden sollte, nach Singapur abgesetzt. Seitdem lebt er im Ausland und nach Medienberichten auf großem Fuß. Laut der Polizei soll Vorayuth wegen unterlassener Hilfeleistung, fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht angeklagt werden. Die Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung endet fünf Jahre nach dem tödlichen Unfall, also am 3. September dieses Jahres; die anderen Anklagepunkte erst am 3. September 2027. So lange gilt der Haftbefehl.
Warum er nicht schon längst wieder in TH ist und verurteilt ?, na weil wir hier in TH sind.
Familien mit soviel unendlich viel Vermögen stehen zwar auch nicht über dem Gesetz, aber fast.