Auf den Spuren Chinas in Bangkoks Küche

Yaowarat zeigt die chinesischen Wurzeln vieler kulinarischer Klassiker

Yaowarats Garküchen verbinden chinesische Kochkunst mit Thai-Aromen und prägen Bangkoks Esskultur bis heute. Foto: Jahner
Yaowarats Garküchen verbinden chinesische Kochkunst mit Thai-Aromen und prägen Bangkoks Esskultur bis heute. Foto: Jahner

BANGKOK: Wer die Ursprünge der thailändischen Küche verstehen möchte, sollte seinen Weg nicht zuerst in eines der eleganten Restaurants am Chao Phraya oder zu einem der gefeierten Fine-Dining-Lokale der Hauptstadt suchen. Die spannendsten Antworten liegen in Yaowarat, Bangkoks pulsierendem Chinatown. Zwischen roten Laternen, dampfenden Garküchen und dem rhythmischen Klang von Metallspateln auf glühenden Woks offenbart sich eine Geschichte, die weit älter ist als viele der Gerichte, die heute als Inbegriff der thailändischen Küche gelten.

Sobald die Sonne untergeht, verwandeln sich die Straßen Yaowarats in ein riesiges Freiluftrestaurant. Zwischen roten Laternen und dicht gedrängten Garküchen liegt der Duft von Knoblauch, Sojasauce und gerösteten Schalotten in der Luft. Aus den Woks schlagen Flammen empor, während Besucher aus aller Welt die Spezialitäten des Viertels entdecken. Was heute als eines der berühmtesten Streetfood-Viertel Asiens gilt, begann vor mehr als 150 Jahren mit der Ansiedlung chinesischer Einwanderer entlang des Chao-Phraya-Flusses. Vor allem Hokkien, Teochew und Kantonesen brachten ihre kulinarischen Traditionen mit nach Siam und legten damit den Grundstein für eine Entwicklung, die die thailändische Küche nachhaltig prägen sollte.

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