Dhanin Chearavanont plädiert für Kernenergie

Foto: The Nation
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BANGKOK: Dhanin Chearavanont, Senior Chairman der Charoen Pokphand Group, betonte die Notwendigkeit der Kernenergie für den Übergang zu künstlicher Intelligenz (KI) und einer technologiegetriebenen Gesellschaft. Diese Einschätzung äußerte er am Montag (3. Februar 2025) während des „Chula Thailand Presidents Summit 2025“ an der Chulalongkorn University in Bangkok.

„KI und technologiegestützte Alltagsabläufe erfordern eine stabile Energieversorgung. Daher muss das Geschäft mit sauberer Energie modernisiert werden“, sagte Dhanin. Er unterstrich, dass erneuerbare Energien wie Solar-, Wind- und Wasserkraft allein nicht ausreichen würden und verwies auf das steigende globale Interesse an der Kernenergie. Während Indonesien und Malaysia bereits gesetzliche Regelungen zur Nutzung der Atomkraft verabschiedet hätten, fehle eine entsprechende Gesetzgebung in Thailand.

Trotz globaler Herausforderungen wie Geopolitik, Klimawandel und digitalem Wandel sieht Dhanin weiterhin Wachstumspotenzial für die thailändische Wirtschaft.

„Inmitten von Krisen gibt es auch Chancen. Thailand profitiert von seiner strategischen Lage für Tourismus, Lebensmittelproduktion und einen bequemen Transport“, erklärte er. Er unterstützte die Entscheidung der Regierung, Touristen die Visumspflicht zu erlassen, und betonte, dass dies dem Land erhebliche Einnahmen bringen würde.

Zugleich empfahl er, ein Budget bereitzustellen, um das Sicherheitsvertrauen der Touristen zu stärken.

Neben den wirtschaftlichen Aspekten sprach sich Dhanin auch für eine umfassende Landreform und die Entwicklung eines modernen Bewässerungssystems aus.

„Thailand kann Dürren und Überschwemmungen bewältigen, wenn es ein effektives Bewässerungssystem entwickelt. Dies würde die landwirtschaftliche Produktion verfünffachen“, betonte er. Er schlug vor, Hochlandgebiete für den Gemüseanbau zu nutzen, in Tieflandregionen Teiche zur Wasser- und Energiegewinnung anzulegen und die umliegenden Flächen für Wohn- und Tourismuszwecke zu erschließen.

Dhanin forderte zudem, hitzeresistente Pflanzen- und Tierarten zu züchten, hochwertige Düngemittel zu verwenden und Technologien in die landwirtschaftliche Lieferkette zu integrieren. „Agrarprodukte sind das ‚Rohöl‘ unseres Landes. Sie generieren 90 Prozent des Einkommens der thailändischen Bevölkerung“, betonte er. Um das Potenzial der Landwirtschaft weiter zu steigern, müsse Thailand verstärkt in Technologien und die Ausbildung von Fachkräften investieren.

Im Bildungssektor forderte er Maßnahmen, um mehr qualifizierte Arbeitskräfte auszubilden. „Thailand produziert derzeit nur rund 300.000 Absolventen pro Jahr. Es würde etwa zehn Jahre dauern, um fünf Millionen Arbeitskräfte heranzubilden“, sagte er und betonte die Bedeutung ausländischer Studierender für den Bildungssektor, ähnlich wie beim Tourismus.

Abschließend appellierte Dhanin an die Regierung, Vorschriften zur Verbesserung der Lebensqualität zu erlassen. Unternehmen hätten die Verantwortung, das Wohlergehen der Menschen zu fördern, denn ohne Kaufkraft könnten keine Waren verkauft werden, so seine Einschätzung.

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Jörg Obermeier 05.02.25 13:40
Ich lasse jedem gerne seine Meinung. Meine ist, dass es abgesehen von den unkalkulierbaren Risiken, insgesamt gerechnet keine teurere Form der Elektroerzeugung gibt.
ANDREAS ZANDER 05.02.25 11:30
@Wilfried Stevens: Guter Einwand and auch logisch zusammengefasst aber:

Solange dieses Land nicht die Basics wie 99% Liefersicherheit von Strom, Muellsammlung und -beseitigung, Trinkwasserversorgung 24h, Lebensmittelsicherheit und Strassenverkehr geregelt bekommt, kann man denen keine Brennelemnte anvertrauen.

Von der Korruption in Behoerden und der auf dem Sektor der Abfallbeseitigung taetigen Firmen und Individuen mal ganz zuschweigen. Handhabung von radioaktiven Muell hat solche Gewinnspannen, da kann man nur Vertraege machen, dass der Chinese alles liefert und auch wieder alles, restlos alles, zurueck nach China karrt. Das wuerden die Einflussreichen in BKK aber nicht wollen, denn diese Geschaefte ziehen die magisch an.
Tom​ 04.02.25 23:10
Das klingt aber einfach
Ich weiss, man kann es nicht 1 zu 1 übertragen, aber: Der Bau eines Aromkraftwerkes kostet in Europa um die 50 Milliarden Euro und dauert ungefähr 10 Jahre. Dazu die Realität heute: In meinem Wohnort in Thailand hat es immer noch fast täglich Stromausfälle, ähnlich wie vor 20 Jahren. Da machten mir Atomkraftwerke schon ein wenig Sorgen, klappen doch schon die Basics nicht so richtig. Faktisch: Thailand erzeugt rund 75% seines Stromes über fossile Brennstoffe Gas/Kohle. Wasser- Solar- und Windkraft liegen bei jeweils mikrigen 2 bis 3%. Keine Sonne?? Was ich meine - vielleicht erst einmal die vorhandenen Möglichkeiten nutzen und dann von Aromkraftwerken träumen.
Manfred Guempel 04.02.25 22:00
Dhanin Chearavanont plädiert für Kernenergie
Dazu kann ich garnichts sagen, fehlt mir der Überblick.
Nur was mir gleich ins Auge gesprungen ist,den Touristen die Visumpflicht zu erlassen. Finde ich natürlich seh gut. Ob dadurch noch mehr Touristen kommen,kann ich nicht beurteilen.
Dann könnte man natürlich viele Immigration schließen,Personal einsparen usw. Ebenso entfallen natürlich die ganzen Einnahmen der Gebühren. Ob die Rechnung aufgeht?
Gehe mal davon aus,das Regierung weiß was richtig oder falsch ist.
Entscheiden die Thais für sich alleine!
Ingo Kerp 04.02.25 13:50
Khun Dhanin, ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann aus Thailand, mit Weitblick für wirtschaftliche Zusammenhänge, reiht sich mit seiner Vorstellung von einer Kernenergie im Land in der Reihe ein, die zukunftsträchtige Energie fordert. Durch KI und die bisherige Forschung sollte man auch nicht an den derzeitigen technischen Moeglichkeiten festhalten, da diese konstant und permanent weiter entwickelt werden. Bedenken, die heute für Problemloesungen noch zur Debatte stehen, koennen in der Zukunft überhaupt keine Rolle mehr spielen, da längst Loesungen gefunden wurden.

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