BANGKOK: Ausländische Käufer bleiben ein wichtiger Faktor auf dem thailändischen Wohnungsmarkt. Zwar verzeichnete die Nachfrage aus China im Jahr 2025 einen Rückgang, doch führen chinesische Staatsbürger weiterhin die Statistik der ausländischen Käufer von Eigentumswohnungen an.
Gleichzeitig legte die Zahl der Erwerbe durch Käufer aus Myanmar deutlich zu, wodurch sie erstmals auf den zweiten Platz vorrückten.
Mehr Condo-Transfers im vierten Quartal
Nach Angaben von Narongpol Prabhanirin, amtierender Direktor des Real Estate Information Center (REIC), wurden im vierten Quartal 2025 insgesamt 3.888 Eigentumswohnungen an ausländische Käufer übertragen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 9,3 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gesamtwert der Transaktionen erhöhte sich im Jahresvergleich nur geringfügig. Die stärkere Zunahme bei der Zahl der übertragenen Einheiten deutet laut REIC jedoch darauf hin, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise gesunken sind, insbesondere im mittleren Preissegment.
Für das Gesamtjahr 2025 registrierte das REIC 14.899 Eigentumswohnungen, die an ausländische Käufer übertragen wurden. Das entspricht einem Anstieg um 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Der Gesamtwert der Transaktionen ging jedoch um 10,7 Prozent auf 60,92 Milliarden Baht zurück.
Ausländeranteil bei Condos bei 14,7 Prozent
Ausländische Käufer machten damit 14,7 Prozent aller landesweit übertragenen Eigentumswohnungen aus und standen für rund 25 Prozent des gesamten Transaktionswertes. Nach thailändischem Recht dürfen Ausländer in einem Condominium-Projekt bis zu 49 Prozent der verkäuflichen Wohnfläche besitzen.
Regional entfiel die größte Zahl der Übertragungen auf Bangkok mit 7.029 Einheiten im Wert von 35,39 Milliarden Baht. Es folgten die Provinz Chonburi mit 4.164 Einheiten im Wert von 11,59 Milliarden Baht sowie Phuket mit 1.190 Einheiten im Gesamtwert von 6,09 Milliarden Baht. Weitere Provinzen mit nennenswerten ausländischen Käufen waren Chiang Mai, Prachuap Khiri Khan, Samut Prakan, Surat Thani, Rayong, Phetchaburi und Nonthaburi.
China bleibt größte Käufergruppe
Nach Nationalitäten blieb China trotz rückläufiger Zahlen die wichtigste Käufergruppe. Chinesische Staatsbürger übertrugen im Jahr 2025 insgesamt 4.940 Einheiten, was einem Rückgang um 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Gesamtwert dieser Transaktionen sank um 30 Prozent auf 18,59 Milliarden Baht. Dennoch entfielen weiterhin rund 33 Prozent aller von Ausländern erworbenen Einheiten sowie 31 Prozent des gesamten Transaktionswertes auf Käufer aus China. Besonders stark konzentrierten sich diese Käufe auf Bangkok, Chonburi und Chiang Mai.
An zweiter Stelle folgten Käufer aus Myanmar mit 1.968 Einheiten, ein Anstieg um 41,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtwert der Transaktionen sank jedoch um 12,5 Prozent auf 6,16 Milliarden Baht. Die Käufe konzentrierten sich vor allem auf Bangkok, Samut Prakan und Chiang Mai.
Russische Käufer auf Platz drei
Russische Käufer belegten mit 1.172 Einheiten den dritten Platz. Die Zahl der Übertragungen stieg um 8,6 Prozent, während der Gesamtwert der Transaktionen um 30,3 Prozent auf 4,77 Milliarden Baht zunahm. Die Nachfrage konzentrierte sich insbesondere auf Phuket, Chonburi und Prachuap Khiri Khan.
Zu den weiteren wichtigen Herkunftsländern der Käufer gehörten Taiwan, die Vereinigten Staaten, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Indien und Singapur.
Strengere Kapitalregeln bremsen Käufe
Narongpol erklärte, dass der Rückgang der chinesischen Käufe vor allem auf strengere Kapitalverkehrskontrollen in China sowie auf verschärfte Maßnahmen Thailands gegen illegale Finanzströme zurückzuführen sein dürfte. Dadurch blieben vor allem Käufer mit tatsächlichem Wohn-, Investitions- oder Geschäftsinteresse am Markt aktiv.
Diese Entwicklung habe dazu beigetragen, den thailändischen Condominium-Markt mit Blick auf das Jahr 2026 widerstandsfähiger zu machen.