CHIANG MAI: Die Luftqualität in Chiang Mai hat sich am Montag (30. März 2026) deutlich verschlechtert und erreichte laut der Schweizer Luftqualitätsplattform IQAir weltweit den schlechtesten Wert unter den großen Städten.
Der Air Quality Index (AQI) lag um 10.00 Uhr bei 263 und damit im Bereich „sehr ungesund“. Gleichzeitig wurde die Konzentration von Feinstaubpartikeln (PM2.5) mit 188,0 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Damit lag Chiang Mai deutlich vor der zweitbelasteten Stadt Delhi, wo der AQI bei 198 und die PM2.5-Belastung bei 122,0 lag.
Brandherde treiben Smog im Norden an
Die Behörden führten die anhaltend schlechte Luftqualität auf eine Kombination aus Waldbränden und menschengemachten Feuerquellen zurück. Besonders betroffen war die Provinz Chiang Mai, die laut dem Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation am Sonntag (29. März 2026) landesweit mit 480 sogenannten Hotspots die höchste Zahl verzeichnete. Im benachbarten Mae Hong Son wurden im gleichen Zeitraum 247 Brandherde registriert. Als Ursachen gelten neben natürlichen Buschbränden in der Trockenzeit auch das Abbrennen landwirtschaftlicher Flächen sowie vorsätzlich gelegte Feuer.
Trotz wiederholter Warnungen der Behörden hält die Problematik an. Der Generaldirektor der zuständigen Behörde, Atthaphon Charoenchansa, bezeichnete die Entwicklung als besorgniserregend. Er verwies darauf, dass das Entzünden von Feuer in staatlich geschützten Gebieten mit Geldstrafen zwischen 400.000 und zwei Millionen Baht sowie Freiheitsstrafen von vier bis 20 Jahren geahndet werden kann.
Gesundheitsrisiko durch Feinstaub im Norden
Das Umwelt- und Verschmutzungskontrollbüro für die Nordregion mit Sitz in Chiang Mai warnte zudem vor gesundheitlichen Risiken durch die seit letzten Mittwoch (25. März 2026) anhaltende Belastung mit Feinstaub. Besonders in mindestens zwölf Gebieten der Provinz sowie in drei angrenzenden Provinzen sei die Gefahr durch die angesammelten Schadstoffe in der Luft erheblich.
Im Zusammenhang mit den Bränden berichteten Ranger aus dem Wildschutzgebiet im Bezirk Omkoi von einem weiteren Vorfall: Während einer Patrouille zur Brandbekämpfung stellten sie zwei mutmaßliche Wilderer, die beim Erkennen der Einsatzkräfte flüchteten. Zurückgelassen wurden unter anderem zwei Säcke mit den Kadavern von fünf geschützten Wildtieren, ein Motorrad sowie Ausrüstungsgegenstände. Nach Angaben des Schutzgebietsleiters deuteten die Ermittlungen auf einen Verdächtigen aus dem Bezirk Doi Tao hin. Anzeige wurde erstattet, die Polizei wurde mit weiteren Maßnahmen beauftragt.
Wir waren jetzt über 2 Wochen auf dem Mae Hong Son Loop, von bis CNX via Pai, MHS, Mae Sariang - eine eigentlich sehr schöne Strecke. Wir hatten aufgrund der Vorhersagen freilich bereits mit schlimmer Hitze und Smog gerechnet und waren zunächst glücklich, so unerwartetes Glück zu haben: Relativ kühl und klar für die Jahreszeit - aber uns war völlig klar dass sich das jeden Tag ändern konnte.
Letzten Dienstag wurden wir morgens in Mae Sariang von Brandgeruch geweckt, es war auch deutlich diesiger als zuvor. Dann jeden Tag schlimmer - uns wurde erklärt dass das alles aus Myanmar kommt. Aber auf der Fahrt nach CNX kamen wir durch rauchende Waldgebiete, in denen das Unterholz abgefackelt wurde. In Chiang Mai dann zwei Tage halbdicke Luft, die uns von der geplanten Verlängerung Abstand nehmen ließ, Samstag "Flucht". Zum Glück, wenn ich höre dass es jetzt noch so viel schlimmer ist.
Auch ich hätte mir nicht vorstellen können, die Luft von Bangkok mal zu "genießen" - aber es ist halt alles relativ. Die nächste Tour bringt uns nun aber in die Flores-See, beruflich..