Behörden ziehen Lehren aus Zugunglück

Bangkok plant strengere Kontrollen an Bahnübergängen

Rettungskräfte und Ermittler sichern nach der tödlichen Kollision zwischen einem Güterzug und einem Linienbus die Unfallstelle am Bahnübergang nahe der Makkasan-Airport-Rail-Link-Station in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Rettungskräfte und Ermittler sichern nach der tödlichen Kollision zwischen einem Güterzug und einem Linienbus die Unfallstelle am Bahnübergang nahe der Makkasan-Airport-Rail-Link-Station in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Nach dem schweren Zugunglück am Bahnübergang Asok–Phetchaburi nahe der Airport-Rail-Link-Station Makkasan in Bangkok hat das Metropolitan Police Bureau (MPB) gemeinsam mit mehreren Behörden neue Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen angekündigt.

Bei dem Unfall am 16. Mai 2026 waren acht Menschen ums Leben gekommen, weitere 32 Personen wurden verletzt.

Bei einer Sitzung am Freitag (22. Mai 2026) berieten Vertreter verschiedener Behörden über kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an Bahnübergängen im Großraum Bangkok. Diskutiert wurden unter anderem der Ausbau von Warnsystemen und automatischen Schrankenanlagen, der verstärkte Einsatz von Verkehrspolizisten zur Verkehrslenkung sowie strengere Kontrollen gegen Verkehrssünder. Ziel sei es, ähnliche Unfälle künftig zu verhindern und die Sicherheit im Straßen- und Bahnverkehr zu erhöhen.

Behörden beraten Sicherheitspläne

Den Vorsitz der Sitzung führte Pol Lt Gen Siam Boonsom, Kommissar der Metropolitan Police Bureau. Teilnehmer waren Vertreter des Verkehrsministeriums, der State Railway of Thailand (SRT), der Bangkok Mass Transit Authority (BMTA), des Office of Transport and Traffic Policy and Planning, des Department of Land Transport, des Department of Rail Transport, der Stadtverwaltung Bangkok sowie verschiedener Polizeidienststellen.

58 Bahnübergänge im MPB-Gebiet

Nach Angaben des MPB gibt es im Zuständigkeitsbereich der Behörde insgesamt 58 Bahnübergänge, die sich auf 28 Polizeistationen verteilen. Die meisten befinden sich im Bereich der Polizeidivision 2 mit 15 Übergängen, gefolgt von Division 1 mit 14. Die Divisionen 5 und 9 verfügen jeweils über sieben Bahnübergänge, Division 7 über sechs, Division 3 über vier, Division 4 über drei und Division 8 über zwei. Im Bereich der Division 6 existieren keine Bahnübergänge.

Drei Personen bereits angeklagt

Bereits am Donnerstag (21. Mai 2026) erhob die Polizei Anklage gegen drei Personen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung infolge des Unglücks. Betroffen sind der Lokführer des Güterzugs, der Fahrer des öffentlichen Linienbusses der Route 206 sowie der Mitarbeiter am Bahnübergang.

Der Unfall ereignete sich, als ein Güterzug mit dem Linienbus kollidierte. Mehrere Opfer erlitten schwere Verbrennungen, wodurch die Identifizierung erschwert wurde. In einigen Fällen mussten forensische DNA-Untersuchungen durchgeführt werden.

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Christian St. 25.05.26 13:28
Bahnübergang
Wer weiß denn heute noch in Deutschland und ich denke auch in Thailand, was ein Andreaskreuz bedeutet. Theoretisch müsste keine Schrankenanlage aufgebaut werden.
Bei den Zuggeschwindigkeiten und dem dichten Straßenverkehr versucht man natürlich die Übergänge möglichst technisch zu sichern.
Die allermeisten Unfälle liegen an dem Wahnwitzigen Verhalten einiger Autofahrer. Als ehemaliger Lokführer kann ich ein Lied davon singen. Es gibt nichts was es nicht gibt.
Für Thailand um so mehr.
Hartmut Wirth 24.05.26 10:30
Verkehrskontrollen
Wenn's nicht ein trauriger Anlass wäre, könnte man glatt lachen: Verkehrskontrollen!
Wurden nicht gerade die Strafen für Verkehrsdelikte erhöht? Es geht wie immer nicht um Sicherheit....

Bei über 15.000 Verkehrstoten pro Jahr, mit steigender Tendenz, sollte die Polizei zwar hart durchgreifen, aber dann bricht hier alles zusammen!
Und wenn mich die Polizei bei einem Unfall belehrt, dass ich schuld sei, weil ich rechts geblinkt habe und so dem jugendlichen Mopedfahrer, der ohne FE, nur mit Bremsschlappen unterwegs war, signalisiert habe, er solle rechts am abbiegenden Fahrzeug vorbeifahren (mein Fahrzeug war aber stärker als sein Moped!), dann bedürfen die Ideen der Regierung eigentlich keinen Kommentar.
joe bachmann 24.05.26 06:50
dieses video ist 9 monate alt aber zeigt genau den grund, weshalb der bus jetzt beim unfall nicht weiter kam.
den link müsst ihr selber wieder zusammen setzen. (abstand bei . com)
www.youtube. com/watch?v=JFdElbgu3lA
Derk Mielig 23.05.26 20:20
@Pivat Märkl
Gibt es die Vorschriften und den Arbeitnehmerschutz, der deutsche Kraftfahrer genau vor sowas schützen soll, auch in Thailand?
Helmut Loehr 23.05.26 19:50
Darf nicht passieren
Es wird einfach drauflos gefahren, ohne zu überlegen. Scheint in Thailand kein Problem zu sein. Bei fast jedem Bahnübergang, die Schranken sind bereits unten, wird trotzdem seitlich vorbei gefahren.
Nur bei dem Bahnübergang in Bangkok. Ein Stau verhinderte die Weiterfahrt des Busses.
Die roten Warnsignale gaben keine Weiterfahrt an. Der Busfahrer hätte vor dem Bahnübergang halten müssen. Auch andere Autofahrer.
Der Zugführer sollte freie Fahrt haben.
Die Ursache des Unglücks. Menschliches versagen. Viele Menschen haben ihr Leben dadurch verloren.

Pivat Märkl 23.05.26 16:50
@ Derk
Was die "Thailändischen Freiheit" mit der fehlenden Voraussicht des Busfahrers zu tun hat, musst du uns erstmal erklären.

Es jedem recht machen zu wollen - eine deutsche Krankheit - führt zu eben dieser für uns so unheilvollen Regulierungswut!
Mit dieser Tatsache hat sich unlängst ein Ferdinand von Schirrach, ein bekannter sachkundiger und dazu noch ganz unverdächtiger Jurist bei Lanz sehr kritisch auseinandergesetzt.
Auch ich kann alle seine Sätze bestätigen, bin ich doch ob dieser ruinösen Bürokratie sowie unheilvollen Richtlinien-Chaos frühzeitig in Rente gegangen. Meine Nachfolgerin ein paar Jahre später: Es ist alles noch schlimmer geworden. Und wir beide sind bei weitem keine Einzelfälle !
Derk Mielig 23.05.26 15:00
Aktionismus, nichts weiter
An dem Bahnübergang gibt es Schranken, und vor 3 Monaten funktionierten sie noch einwandfrei. Anscheinend gibt es aber trotzdem Verkehrsteilnehmer, die die viel gepriesene thailändische Freiheit ausnutzen und sich auch mit Passagieren auf die Gleise stellen, ohne voraus zu denken.
Jetzt sollen es mehr Kontrollen richten. Wieso nicht gleich 24/7 Verkehrspolizisten.
Eigentlich sollte jedem, der die deutsche Regulierungswut verdammt, nach jedem Busunglück klar sein, wozu die gut ist.
Ulrich Sutter 23.05.26 14:30
bAHNÜBERGANG
Es werden nun wieder die Untersten Angestellten angeklagt, für mich gehört auch die höheren Polizei angeklagt weil keine Kontrollen gemacht wurden. Es ist doch klar bei Stau nicht auf den übergang fahren wird. Es gibt ein einfaches System wenn die Schranken nicht unten sind ein Signal vor dem übergank auf ROT zu schalten wie in der Schweiz üblich war selber 42 Jahre Lokfèhrer.
Max Freden 23.05.26 10:30
Stärkere Kontrollen
gegen Verkehrssünder.....glaubt daran wirklich jemand? Vorher wird Pattaya ein Wintersport Ort!

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