BANGKOK: Nach dem schweren Zugunglück am Bahnübergang Asok–Phetchaburi nahe der Airport-Rail-Link-Station Makkasan in Bangkok hat das Metropolitan Police Bureau (MPB) gemeinsam mit mehreren Behörden neue Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen angekündigt.
Bei einer Sitzung am Freitag (22. Mai 2026) berieten Vertreter verschiedener Behörden über kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an Bahnübergängen im Großraum Bangkok. Diskutiert wurden unter anderem der Ausbau von Warnsystemen und automatischen Schrankenanlagen, der verstärkte Einsatz von Verkehrspolizisten zur Verkehrslenkung sowie strengere Kontrollen gegen Verkehrssünder. Ziel sei es, ähnliche Unfälle künftig zu verhindern und die Sicherheit im Straßen- und Bahnverkehr zu erhöhen.
Behörden beraten Sicherheitspläne
Den Vorsitz der Sitzung führte Pol Lt Gen Siam Boonsom, Kommissar der Metropolitan Police Bureau. Teilnehmer waren Vertreter des Verkehrsministeriums, der State Railway of Thailand (SRT), der Bangkok Mass Transit Authority (BMTA), des Office of Transport and Traffic Policy and Planning, des Department of Land Transport, des Department of Rail Transport, der Stadtverwaltung Bangkok sowie verschiedener Polizeidienststellen.
58 Bahnübergänge im MPB-Gebiet
Nach Angaben des MPB gibt es im Zuständigkeitsbereich der Behörde insgesamt 58 Bahnübergänge, die sich auf 28 Polizeistationen verteilen. Die meisten befinden sich im Bereich der Polizeidivision 2 mit 15 Übergängen, gefolgt von Division 1 mit 14. Die Divisionen 5 und 9 verfügen jeweils über sieben Bahnübergänge, Division 7 über sechs, Division 3 über vier, Division 4 über drei und Division 8 über zwei. Im Bereich der Division 6 existieren keine Bahnübergänge.
Drei Personen bereits angeklagt
Bereits am Donnerstag (21. Mai 2026) erhob die Polizei Anklage gegen drei Personen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung infolge des Unglücks. Betroffen sind der Lokführer des Güterzugs, der Fahrer des öffentlichen Linienbusses der Route 206 sowie der Mitarbeiter am Bahnübergang.
Der Unfall ereignete sich, als ein Güterzug mit dem Linienbus kollidierte. Mehrere Opfer erlitten schwere Verbrennungen, wodurch die Identifizierung erschwert wurde. In einigen Fällen mussten forensische DNA-Untersuchungen durchgeführt werden.
Bei den Zuggeschwindigkeiten und dem dichten Straßenverkehr versucht man natürlich die Übergänge möglichst technisch zu sichern.
Die allermeisten Unfälle liegen an dem Wahnwitzigen Verhalten einiger Autofahrer. Als ehemaliger Lokführer kann ich ein Lied davon singen. Es gibt nichts was es nicht gibt.
Für Thailand um so mehr.