BANGKOK: Die thailändische Katastrophenschutzbehörde (Department of Disaster Prevention and Mitigation, DDPM) hat Bangkok sowie sechs Zentralprovinzen vor erhöhten Wasserständen infolge besonders hoher Gezeiten gewarnt.
Zwischen dem 13. und 19. Juli 2026 besteht insbesondere täglich von 18.00 bis 22.00 Uhr die Gefahr, dass Flüsse und Kanäle über die Ufer treten und niedrig gelegene Gebiete überfluten.
Flussnahe Gebiete besonders gefährdet
Betroffen sind neben Bangkok die Provinzen Pathum Thani, Nonthaburi, Nakhon Pathom, Samut Sakhon, Samut Songkhram und Samut Prakan. Besonders gefährdet sind nach Angaben der Behörde Wohngebiete entlang von Flüssen und Kanälen außerhalb bestehender Hochwasserschutzanlagen oder ohne dauerhafte Schutzmaßnahmen.
DDPM-Generaldirektor Theerapat Katchamat erklärte, dass die Behörde die Wasserstandsdaten der hydrographischen Abteilung der Königlich Thailändischen Marine, insbesondere im Bereich des Chao-Phraya-Flusses bei der Festung Phra Chulachomklao sowie in den angrenzenden Gewässern verfolge. Bereits am 8. Juli 2026 hatte die Marine vor erhöhten Meeresspiegeln gewarnt, die den Wasserstand im Chao Phraya sowie in den angeschlossenen Flüssen und Kanälen ansteigen lassen könnten. Dadurch könnten Flussufer überlaufen und niedrig gelegene Gemeinden überflutet werden.
Diese Bezirke sind besonders gefährdet
In Pathum Thani gilt die Warnung für die Bezirke Mueang Pathum Thani und Sam Khok. In Nonthaburi sollen sich die Bewohner der Bezirke Mueang Nonthaburi, Pak Kret und Bang Kruai auf mögliche Überschwemmungen einstellen. In der Provinz Nakhon Pathom stehen die Bezirke Bang Len, Nakhon Chai Si und Sam Phran unter Beobachtung. Für Samut Sakhon und Samut Songkhram gilt die Warnung jeweils für das gesamte Provinzgebiet. In Samut Prakan betrifft sie die Bezirke Mueang Samut Prakan, Phra Samut Chedi, Phra Pradaeng und Bang Bo. Für Bangkok wurde ebenfalls erhöhte Wachsamkeit angeordnet, ohne dass einzelne Bezirke gesondert genannt wurden.
Das Zentrale Katastrophenschutzzentrum hat die Behörden angewiesen, die Wasserstände kontinuierlich zu überwachen und die Bevölkerung rechtzeitig über den Zeitpunkt der höchsten Gezeiten zu informieren. Darüber hinaus wurden staatliche Stellen sowie Unternehmen entlang von Flüssen und Kanälen gewarnt. Dazu zählen unter anderem Baufirmen, die Hochwasserschutzanlagen oder Uferbefestigungen errichten, sowie schwimmende Restaurants und weitere Betriebe, die von steigenden Wasserständen betroffen sein könnten.
Anwohner sollen Hab und Gut sichern
Anwohner in Flussnähe und anderen tief gelegenen Gebieten werden aufgefordert, die Bekanntmachungen der Behörden aufmerksam zu verfolgen und bewegliche Gegenstände sowie Ausrüstung rechtzeitig aus gefährdeten Bereichen in Sicherheit zu bringen.
Aktuelle Warnmeldungen veröffentlicht das DDPM über die mobile Anwendung „Thai Disaster Alert“. Hilfe bei Überschwemmungen und anderen Notfällen kann rund um die Uhr über den Line-Account @1784DDPM oder die Notrufnummer 1784 angefordert werden.