BANGKOK: Die Wiedereinführung von Raucherbereichen an internationalen Flughäfen in Thailand trifft auf Widerstand. Gesundheitsminister Somsak Thepsutin hat klar gemacht, dass es keine Eile bei der Umsetzung dieses Vorhabens gibt. Eine Arbeitsgruppe führt derzeit eine Studie zu den potenziellen Auswirkungen dieser Bereiche durch. Letzte Woche teilte Somsak auf Facebook mit, dass es keine festgelegte Frist für den Abschluss der Studie gibt.
Die Arbeitsgruppe soll ihre Ergebnisse dem National Tobacco Control Committee vorlegen, sobald Fortschritte erzielt werden, ohne einen spezifischen Zeitrahmen zu setzen. Der Minister deutete zudem an, dass eine Erhöhung der Geldstrafen für das Rauchen in allen öffentlichen Innenräumen, einschließlich Flughafengebäuden, auf bis zu 5.000 Baht möglich sei.
Die Entscheidung liegt letztendlich beim Nationalen Ausschuss für Tabakkontrolle, dessen Vorsitz Somsak innehat. Dieses Gremium muss grünes Licht geben, bevor Änderungen an den Vorschriften bezüglich des Rauchens an öffentlichen Orten vorgenommen werden können. Flughafenbetreiber und Anti-Raucher-Aktivisten sind geteilter Meinung darüber, ob Raucherräume in den sechs von Airports of Thailand Plc (AoT) betriebenen Flughäfen wieder eingeführt werden sollten.
Seit 2019 gibt es an Thailands Flughäfen keine Raucherbereiche mehr, was auf ein strenges Antirauchergesetz zurückzuführen ist. AoT hat jüngst versucht, diese Regelung zu ändern, gestützt auf Beschwerden wartender Passagiere. Der Präsident von AoT, Kirati Kijmanawat, hat auf die Brandgefahr durch illegales Rauchen hingewiesen und erwähnt, dass einige regionale Konkurrenten Raucherbereiche bereitstellen.
Die „Action on Smoking and Health Foundation Thailand“ hat dagegen argumentiert, dass die Gesundheit der Passagiere und der Menschen in den Flughäfen Vorrang haben müsse. Sie berief sich dabei auf eine Erklärung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, der kürzlich den Zugang zu einer sauberen und gesunden Umwelt als Menschenrecht anerkannt hat. Die Organisation betont, dass seit sechs Jahren keine Raucherräume mehr bestehen und es keinen Grund gibt, diese wieder einzuführen.