Zika-Virus breitet sich in Thailand aus

Gesundheitsbehörden warnen Schwangere vor ernsten Komplikationen

Moskitoschutz ist entscheidend: Netze verhindern Stiche und schützen vor Zika während der Regenzeit in Thailand. Foto: epa-efe/Narong Sangnak
Moskitoschutz ist entscheidend: Netze verhindern Stiche und schützen vor Zika während der Regenzeit in Thailand. Foto: epa-efe/Narong Sangnak

BANGKOK: Die thailändischen Gesundheitsbehörden haben angesichts eines Anstiegs der Zika-Infektionen während der diesjährigen Regenzeit eine dringende Warnung herausgegeben. Besonders betroffen sind die Provinzen Phayao, Maha Sarakham sowie die Hauptstadt Bangkok, teilte das Department of Disease Control (DDC) am Freitag (18. Juli 2025) mit.

Der Zika-Virus wird in erster Linie durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen. Infektionen verlaufen in der Regel mild und äußern sich unter anderem durch leichtes Fieber, Hautausschläge, Gelenkschmerzen und gerötete Augen.

Schwangere besonders gefährdet

Eine besondere Gefahr besteht jedoch für schwangere Frauen: Eine Infektion kann schwere Fehlbildungen des Fötus verursachen, vor allem Mikrozephalie, eine Erkrankung, die mit einem ungewöhnlich kleinen Kopf des Kindes einhergeht.

Mücken fernhalten, Brutstätten vermeiden

Die Behörden rufen die Bevölkerung zu verstärkten Schutzmaßnahmen auf. Dazu gehört vor allem die Beseitigung von Brutstätten: stehendes Wasser entfernen, Wasserbehälter abdecken und Abfälle ordnungsgemäß entsorgen. Außerdem wird empfohlen, Mückenschutzmittel aufzutragen, lange Kleidung zu tragen und Moskitonetze oder geschützte Räume zum Schlafen zu nutzen.

„Nur durch konsequente Vorsorge können wir die Ausbreitung eindämmen“, betonte die Behörde und appellierte an die Eigenverantwortung der Bürger.

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